- Zero-Knowledge Proof (ZKP) ist eine Kryptotechnologie, mit der sich bestimmte Tatsachen (z. B. ein Alter von über 18 Jahren) ohne Offenlegung persönlicher Daten nachweisen lassen
- Die Technologie dürfte die Umsetzung von Diensten der nächsten Generation für Identitätsprüfung und Datenschutz beschleunigen, darunter die digitale Identitäts-Wallet der Europäischen Union (EUDI Wallet)
- Entwickler, Unternehmen und Forschende können sie frei nutzen; sie wird den Aufbau datenschutzstärkender Dienste im öffentlichen wie im privaten Sektor erheblich unterstützen
- Google hofft, mit dem Open-Sourcing von ZKP den Weg in ein sichereres digitales Ökosystem für alle zu ebnen
Now open source: our Zero-Knowledge Proof (ZKP) libraries for age assurance
- Google hat zentrale Bibliotheken rund um Zero-Knowledge Proof (ZKP) als Open Source veröffentlicht
Was ist Zero-Knowledge Proof?
- ZKP ist ein moderner, datenschutzorientierter Algorithmus, mit dem Nutzer eine bestimmte Tatsache nachweisen können, ohne persönliche Informationen direkt preiszugeben
- Beispiel: Wenn ein Nutzer eine Website besucht, kann er nachweisen, dass er über 18 Jahre alt ist, ohne konkrete Angaben wie Alter oder Identität offenzulegen
- Die von Google bereitgestellten Bibliotheken sind so konzipiert, dass sie reale Probleme wie Altersnachweise (Assurance) lösen können, und sind daher besonders nützlich für Dienste mit Altersbeschränkungen wie Online-Gaming, Finanzangebote oder Communities
Bedeutung der Open-Source-Veröffentlichung und erwartete Effekte
- Die Open-Source-Veröffentlichung von ZKP bietet verschiedenen Stakeholdern Vorteile
- Web- und App-Nutzer: Sie können sich in einer stärker datenschutzorientierten und sichereren digitalen Umgebung bewegen
- Unternehmen und Dienstanbieter: Sie können mit Open-Source-Lösungen Datenschutzanforderungen erfüllen und ihre Vertrauenswürdigkeit erhöhen
- Entwickler: Mit der ZKP-Codebasis wird die Entwicklung verschiedenster datenschutzorientierter Apps und Dienste einfacher
- Forschende: Auf Basis effizienter und leistungsfähigerer ZKP-Implementierungen können sie neue Anwendungsfälle untersuchen und experimentieren
- Die Technologie lässt sich in vielen Bereichen einsetzen, etwa bei digitalen Ausweisen, Altersverifikation und der Prüfung rechtlicher Einwilligungen
Verknüpfung mit EU-Regulierung und digitaler Identitäts-Wallet
- Die ab 2026 geltende EU-eIDAS-Verordnung empfiehlt, dass die Mitgliedstaaten datenschutzstärkende Technologien in ihre nationalen digitalen Identitätssysteme (EUDI Wallet) integrieren
- Googles Open-Sourcing von ZKP unterstützt Mitgliedstaaten dabei, die Technologie schnell in die EUDI Wallet zu übernehmen
Googles Vision
- Google erklärte, mit diesem Open Source dazu beitragen zu wollen, dass alle Akteure im digitalen Ökosystem von einer sichereren und die Privatsphäre respektierenden Umgebung profitieren
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