2 Punkte von GN⁺ 2025-06-28 | 1 Kommentare | Auf WhatsApp teilen
  • Dieses Skript ahmt eine Methode aus alten Dokumenten nach
  • Es dient dazu, den Raum zwischen dem letzten Wort einer Zeile und dem Ende des Textblocks mit verschiedenen Elementen zu füllen
  • Die Füllung kann mit einfachen Linien, Wellen, Wiederholung des letzten Buchstabens, Satzzeichen oder Verzierungen erfolgen
  • Leerräume können mit einem vom Benutzer gewünschten Glyphen oder durch Wiederholung des letzten Buchstabens gefüllt werden
  • Es ermöglicht einzigartige Layouts und erhöht die visuelle Ausgereiftheit des Dokuments

Einführung in das alternative Layout-System

Dieses Skript rekonstruiert auf moderne Weise eine besondere Layout-Methode, die in einigen alten Dokumenten (etwa Manuskripten) zu finden ist. Charakteristisch für diese Methode ist, dass der verbleibende Leerraum zwischen dem letzten Wort einer Zeile und dem Ende des Textblocks mit verschiedenen visuellen Elementen gefüllt wird.

Funktionen und Verwendung

  • Der leere Raum zwischen Zeilenende und Ende des Textblocks kann visuell mit beliebigen Elementen gefüllt werden, etwa mit einfachen geraden Linien, Wellen, Wiederholung des letzten Buchstabens, Satzzeichen, verzierten Diagonalen oder Punkten
  • Es gibt Optionen zur Auswahl der Füllmethode:
    • Auswahl eines oder mehrerer Glyphen
    • Wiederholung des letzten Buchstabens der jeweiligen Zeile

Einsatzzwecke und Vorteile

  • Dient dazu, die Designvielfalt zu erhöhen und den Layouteffekt alter Dokumente nachzubilden
  • Unterstützt die Anwendung traditioneller Manuskript- oder Altbuchstile auch in digitalen Dokumenten oder Web-Layouts
  • Ein Werkzeug, das die visuelle Konsistenz und Ausgereiftheit eines Dokuments verbessern kann

1 Kommentare

 
GN⁺ 2025-06-28
Hacker-News-Kommentare
  • Ich finde, „Same Sizer“ wirkt ästhetisch nicht besonders gelungen, weil die Buchstaben mechanisch gedehnt werden und dadurch jede Zeile eine andere Breite bekommt. Das ideale Optimum wäre, dass alle Zeilen dieselbe Breite behalten und nur die Position der Buchstaben gedehnt wird. Das Prinzip „alle Buchstaben gleich groß“ sieht man in der vietnamesischen Kalligrafie viel besser umgesetzt. Es gibt Beispiele, bei denen westliche lateinische Schriftzeichen wie in der chinesischen Kalligrafie auf identische Quadrate verteilt geschrieben werden und dadurch sehr harmonisch wirken. [Beispielbild](https://commons.m.wikimedia.org/wiki/File:%C4%90%E1%BB%91i_-_T%E1%BA%BFt_2009.jpg)
    • Als ich das Beispielbild gesehen habe, ist mir überhaupt nicht aufgefallen, dass es lateinische Buchstaben sind. Da ich kein Chinesisch kann, fällt für mich alles, was grob ähnlich aussieht, in die Kategorie „unentzifferbar“. Ein interessanter Effekt — wenn ich Vietnamesisch könnte, hätte ich vielleicht vertraute Wörter und Silben erkannt.
    • In einem ähnlichen Zusammenhang gibt es ein wirklich beeindruckendes Beispiel für Kalligrafie. Link
    • Der Beispiel-Link, den ich zeigen wollte, ist kaputt und lässt sich nicht öffnen.
  • Ich denke, „Last Is First“ funktioniert ein bisschen wie eine Prüfsumme für Leute, die Text abschreiben, damit sie nicht die Position verlieren. Ich erinnere mich, dass es beim Lernen der Tora sehr schwierig war, von normalem gedrucktem Hebräisch zu handgeschriebenem Text ohne Vokale und dann zu langgezogener Schrift zu wechseln. Dazu musste man auch noch lernen, die Wörter exakt wie gesungen zu lesen. Trotzdem sind die mit Tinte von Hand auf Pergament geschriebenen Spalten wunderschön anzusehen.
  • Manchmal sieht man etwas so bizarr Schönes, dass die darin verborgene Genialität sichtbar wird und nur noch reine Freude bleibt. Wirklich gut gemacht!
    • Ich möchte fragen, ob es jemand laut vorgelesen hat. Die Stimme wird plötzlich komplett robotisch.
  • In einer nicht phonemischen Sprache wie Englisch fühlt sich so etwas ziemlich schmerzhaft an. Besonders bei „Last is First“. Man sieht ein „I“ und muss dann erst erkennen, dass es eigentlich „In“ ist, also im Kopf zurückgehen und neu verstehen. Man sieht ein „t“ und erfährt später, dass es „that“ ist; wenn man laut liest, muss man dann völlig andere Phoneme wie „t“ und „th“ neu zusammensetzen, was verwirrend ist.
    • Nur als Hinweis: „i.e.“ bedeutet „that is“, also „das heißt“, und hier wäre „e.g.“ („for example“, also „zum Beispiel“) der passendere Ausdruck.
    • Zur Behauptung, Englisch sei nicht phonemisch: Englisch ist letztlich trotzdem ein Schriftsystem zur Darstellung von Lauten. Es ist nur unregelmäßig, weil Buchstaben verschiedene Laute haben können. Wenn es überhaupt keine phonemische Funktion gäbe, würde diese Verwirrung gar nicht erst entstehen.
    • Lesen ist in Wirklichkeit wohl eher Mustererkennung als das Entziffern einzelner Buchstaben. Ein bekanntes Beispiel ist, dass Menschen Wörter flüssig lesen können, selbst wenn die Reihenfolge der Buchstaben vertauscht ist. Natürlich gilt das nicht unbedingt für alle gleichermaßen, und jeder hat wohl seine eigene Art, Text zu lesen und zu interpretieren. Dazu gibt es auch einen Artikel und Beispieltext. Link
  • Ich möchte dem „Hyphenator“-Layout mehrere Wörter hinzufügen, damit die Buchstaben beim Überlaufen der Zeile allmählich kleiner werden. Ich will die Erfahrung digital nachbilden, aus dem Studium Notizen bis zum Rand vollzuschreiben und den Text mit Gewalt in den letzten freien Raum zu quetschen.
  • Ich habe außer einem etwas stärkeren Astigmatismus kaum Sehprobleme, aber der Same-Sizer-Text war unerwartet deutlich leichter zu lesen.
  • Als jemand mit Amblyopie und Diplopie ist Same Sizer für mich erstaunlich leicht zu lesen. Angenehmer als normaler Text. Ich frage mich, ob sich diese Idee nicht auch als Accessibility-Modus nutzen ließe.
    • Ich habe keine Sehprobleme, finde Same Sizer aber ebenfalls viel leichter lesbar als erwartet.
  • Das Layout „Last is first“ erinnert mich an das Konzept von custos/custodes, das man oft in Notation für gregorianischen Gesang sieht. Das ist ein Zeichen, das am Ende einer Zeile den ersten Ton der nächsten Zeile vorwegnimmt. Dadurch kennt man beim Blickwechsel schon den Anfangston der nächsten Zeile. Ausführliche Erklärung
  • Die Seite lädt sich alle paar Sekunden ständig neu, sodass man sie gar nicht richtig ansehen kann. Sehr störend.
  • Wirklich furchtbar und gleichzeitig unglaublich liebenswert.
  • Bitte baut keine Websites auf diese Weise. Selbst in einem 1Gbps-Netzwerk werden ständig riesige Bilder übertragen, die der Server kaum bewältigen kann. Selbst handtellergroße JPEG-Bilder gehen bei 4K-Auflösung bis auf 9 MiB hoch, und manche Seiten laden über 40 MiB und brauchen fast 15 Sekunden. Der Server ist nicht langsam — die Site selbst ist einfach viel zu groß.
    • Ich war erst irritiert, weil es keinen Link zu den Layouts zu geben schien, aber tatsächlich lud das gerade nur. Bei mir dauert schon ein einziges Bild mehr als drei Minuten.
    • In diesem Fall ist das aber eher vertretbar als sonst. Diese Site ist nicht für Endnutzer, Performance oder maximale Conversion gebaut, sondern als Design-Showcase für Typografen. Jedes einzelne Pixel zählt, deshalb ist es für Fachleute sinnvoller, ein paar Sekunden länger zu warten und sich das Ergebnis dafür genau anzusehen.