- Das US-Außenministerium wird künftig von Antragstellern für Studenten- und Austauschvisa verlangen, ihre Social-Media-Profile öffentlich zugänglich zu machen
- Wer dies nicht tut, kann als verdächtig eingestuft werden und riskiert, dass das Visum abgelehnt wird
- US-Diplomaten prüfen Online-Aktivitäten, um Anzeichen von Feindseligkeit gegenüber US-Bürgern, der Kultur, der Regierung und anderen Aspekten der USA festzustellen
- Zusätzliche Prüfkriterien umfassen auch Unterstützung ausländischer Terrorgruppen oder antisemitische Aktivitäten
- Die Maßnahme gilt für Antragsteller in den Bereichen Bildung und Kulturaustausch, darunter Studierende (Visa F, M, J) und Austauschbesucher
US-Außenministerium kündigt Pflicht zur Offenlegung von Social Media bei der Prüfung ausländischer Studentenvisa an
- Das US-Außenministerium hat neue Richtlinien angekündigt, nach denen Antragsteller für Bildungs- und Austauschvisa (F-, M- und J-Visa) ihre eigenen Social-Media-Profile öffentlich machen müssen
- Dadurch können US-Diplomaten die Online-Aktivitäten der Antragsteller prüfen; wer diese Aktivitäten nicht offenlegt, gerät unter den Verdacht, etwas verbergen zu wollen
Intensität und Zweck der Social-Media-Prüfung
- Den neuen Richtlinien zufolge werden Diplomaten prüfen, ob es im Online-Raum feindselige Signale gegenüber den Bürgern, der Kultur, der Regierung, den Institutionen und den Gründungsidealen der USA gibt
- In einem separaten Dokument werden auch Befürwortung oder Unterstützung ausländischer Terrorgruppen sowie illegale antisemitische Belästigung oder die Anstiftung zu Gewalt als Prüfkriterien genannt
Jüngste Kontroversen und Kritik
- An diesen antisemitismusbezogenen Prüfkriterien gibt es auch Kritik, sie dienten der Unterdrückung von Gegenstimmen zum Israel-Gaza-Krieg
- Dieselben Maßstäbe werden bereits von der Einwanderungsbehörde unter dem US-Heimatschutzministerium angewendet
Betroffene Visa und Hintergrund
- Die Prüfung ist auf Studium, berufliche Ausbildung und Kulturaustausch (F-, M- und J-Visa) beschränkt
- Unter dem Vorrang der nationalen Sicherheit werden Antragsteller im Visaverfahren zur Offenlegung persönlicher Informationen aufgefordert
Hintergrund und Haltung der Trump-Regierung
- Laut einem hochrangigen Beamten handelt es sich dabei um eine Politik des 21. Jahrhunderts, die die Sicherheit der USA und der Universitäten erhöhen und Bedrohungen gegen die USA blockieren soll
- Die Trump-Regierung hatte zuletzt ihre Strategie zur Social-Media-Prüfung überprüft und die Ausstellung neuer Bildungsvisa vorübergehend ausgesetzt
- Insbesondere bei chinesischen Studierenden läuft vor dem Hintergrund des Handelskonflikts zwischen den USA und China sowie des Streits um Seltene Erden eine besondere Prüfung
Verschärfung des Visaprüfverfahrens
- Gemäß den Richtlinien des Außenministeriums führen Diplomaten mit der Wiederaufnahme von Interviewterminen für alle Antragsteller von F-, M- und J-Visa umfassende und gründliche Identitätsprüfungen durch
- Dafür müssen alle Antragsteller die Privatsphäre-Einstellungen sämtlicher Social-Media-Konten auf öffentlich (
public) umstellen
- Damit soll das Ziel einer verstärkten Sicherheitsprüfung für alle Besucher erreicht werden
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