10 Punkte von GN⁺ 2025-05-27 | Noch keine Kommentare. | Auf WhatsApp teilen
  • Reifegrad-Frameworks sind ein starkes Werkzeug, um Teams von einem reinen Feature-Vertrieb zu einem verkaufsorientierten Ansatz mit Fokus auf Business Value zu führen
  • Dieses Framework definiert die Phasen der Customer Journey klar und hilft Unternehmen dabei, ihren aktuellen Stand zu bewerten und zukünftige Strategien zu entwickeln
  • Anhand realer Fallanalysen zeigt sich, dass umsetzungsorientierte Reifegradmodelle in Gesprächen mit Führungskräften wie CxOs effektiv eingesetzt werden
  • Die Gestaltung von Campaign Assets, der Aufbau von Diagnose-Tools und die Schulung von Sales-/CS-Teams sind zentrale Erfolgsfaktoren für die organisatorische Integration
  • Dieser Ansatz führt zu Leadership-Positionierung, starker Umsatzgenerierung und mehr Customer Success

What is a Maturity Model?

  • Ein Reifegradmodell ist ein Framework, das die Entwicklungsstufen organisatorischer Fähigkeiten in einem bestimmten Bereich strukturiert darstellt
  • Es ist auf verschiedene Technologiekategorien anwendbar, etwa Marketing-Reife, digitale Transformation oder Optimierung von Geschäftsprozessen
  • Jede Stufe spiegelt ein bestimmtes Reifeniveau wider; Unternehmen können damit den Pfad zum Höchstniveau nachvollziehen, den Ist-Zustand benchmarken, Chancen und Lücken identifizieren und ein Zielbild definieren
  • In der Regel wird es zusammen mit einem Diagnose-Tool oder einer Scorecard bereitgestellt, damit Nutzer ihre eigene Position bestimmen können
  • Sales- und Marketing-Teams können es für Gespräche mit dem Management oder als Thought-Leadership-Content einsetzen

Why a Maturity Model is a Powerhouse Marketing Asset

  • Ein Reifegradmodell ist mehr als nur ein Diagnoseinstrument und entfaltet als zentraler Asset einer GTM-Strategie die folgenden Effekte
    • Mehr Einbindung von Führungskräften: Es öffnet Gesprächszugänge zu wichtigen Entscheidungsträgern wie CMO oder CIO über das Technikteam hinaus
    • Strategische Ausrichtung: Es schafft über Erfolgsmodellierung eine gemeinsame Vision für Marketing-, Sales-, CS- und Produkt-Teams
    • Förderung von Value-based Selling: Durch die richtige Einführung und interne Schulung werden Gespräche nicht um „Features“, sondern um Business Impact geführt
  • In Kampagnen, QBRs oder Executive Workshops dient es als Brücke zu umsatzwirksamen Gesprächen

Four Case Studies: How Companies Used Maturity Models to Drive Growth

  • 1. BEA Systems: Business Process Optimization

    • BEA entwickelte ein Reifegradmodell für die Optimierung von Geschäftsprozessen und nutzte es als bestes Demand-Gen-Asset
      • Einschließlich eines Online-Self-Assessments, Benchmark-Reports für die jeweilige Branche, Empfehlungen für die nächsten Schritte und Consulting-Sessions
      • Senior Consultants aus dem Professional-Services-Bereich führten strategische Workshops durch und unterstützten die Abstimmung im Führungskreis
    • Dank dieses Frameworks wechselte Sales von Feature-Erklärungen zu gesprächsorientierten Themen rund um Business-Strategie, Herausforderungen und Chancen für Executives
    • Tatsächlich zeigte sich eine deutliche Verbesserung bei Zugang auf C-Level, Lead-Qualität, Executive Engagement und wahrgenommenem Kundennutzen
  • 2. MeridianLink: Digital Progression Framework

    • MeridianLink entwickelte für Finanzinstitute ein Framework für die digitale Transformation samt Diagnose-Tool
      • Enthalten waren operative Stufen von manuell bis optimiert, die klare Zuordnung von Business Value je Stufe sowie eine einfache Diagnose für Executive-Zielgruppen
    • Nach Abschluss einer kurzen Umfrage erhielten Nutzer einen Kurzbericht mit aktueller Stufe und optimalem nächsten Schritt; das Vertriebsteam lieferte zusätzlich vertiefte, individualisierte Reports
    • Dadurch verlagerte sich das Verkaufsgespräch von der Frage nach dem Kauf einzelner Features hin zu Strategien zur Sicherung von Wettbewerbsfähigkeit im Markt
  • 3. Marketo: Customer Success-Driven Expansion

    • Marketo entwickelte auf Basis realer Daten zur Nutzung von Kundenfunktionen und von Benchmarks gemeinsam mit CS und Professional Services ein Reifegradmodell
      • Dazu gehörten segmentierte Kampagnen im Marketing, stufenspezifische Inhalte über die Marketo University, accountbezogene Analysen der Feature-Nutzung sowie Wettbewerbsvergleiche in QBRs
    • Mit diesem Modell wurden Kundengespräche von bloßer Unterstützung zu strategischer Planung weiterentwickelt, was Upsell, Loyalität und Advocacy steigerte
  • 4. GTM Partners: MOVE Maturity Assessment

    • GTM Partners entwickelte für B2B-Unternehmen das MOVE-Modell zur Bewertung von GTM-Fähigkeiten und Skalierbarkeit
      • Es umfasst definierte Stufen in vier Bereichen – Markt, Operations, Geschwindigkeit und Skalierung –, strukturierte Wachstumspfade und maßgeschneiderte Strategieempfehlungen
      • Nach Abschluss des Self-Assessments lassen sich Hinweise zur funktionsübergreifenden Abstimmung und Prioritäten bei zentralen Wachstumshebeln ableiten
    • Die Struktur ist vergleichsweise einfach, aber dennoch ein wertvolles Beispiel für die erfolgreiche Umsetzung eines Frameworks

How to Build Your Own Maturity Model Campaign

  • 1. Design the Model

    • Einen Reifegrad mit 3 bis 5 Stufen anhand von Business Outcomes entwerfen (keine produktstufenorientierte oder zu stark unternehmenszentrierte Rahmung)
    • Gemeinsam mit CS, Professional Services und dem Produktteam Benchmarks und ideale Erfolgsmodelle definieren
    • Durch Untersuchung realer Produkt- und Kundendaten eine belastbare Benchmark-Grundlage schaffen
    • Den Entwurf durch Bewertungen vertrauenswürdiger Kunden validieren
  • 2. Build a Self-Assessment

    • Für potenzielle Kunden: knapp halten mit etwa 5 bis 7 Pflichtfragen
    • Für Bestandskunden: zusätzliche Fragen möglich, um tiefere Insights zu erzeugen
    • Direkt nach der Umfrage einen Benchmark mit vergleichbaren Unternehmen bereitstellen
    • Wenn Benchmarks nach Unternehmensgröße/Branche möglich sind, steigt die Genauigkeit
  • 3. Create Campaign Assets

    • Messaging für Executives, Sales, Marketing und Services entwickeln
    • Self-Assessment-Report, einseitige Reifegradkarte, Zusammenfassung zentraler Benchmarks, ROI-Kundencases je Stufe und Workshop-Formate erstellen
  • 4. Enable Sales and Customer Success Teams

    • Gesprächsvorlagen für verschiedene Executive-Zielgruppen bereitstellen
    • Durch interne Schulungen den Umgang mit Reifegradmodell-Gesprächen trainieren
    • Beispiele für geschäftswertbasierte Gespräche aufbauen
    • Aktiv in QBRs, Meetings und Verlängerungsverhandlungen einsetzen
  • 5. Run An Evergreen Campaign

    • Assets über verschiedene Kanäle hinweg maximal nutzen (Website, Events, Werbung, Webinare usw.)
    • Lead-Nurturing-Kampagnen für jede Stufe
    • Neue Customer Stories und ROI-Beispiele mit den jeweiligen Reifegradstufen verknüpfen

The Benefits of Selling with a Maturity Model

  • Zentrale Ergebnisse der Einführung eines Reifegrad-Frameworks:
    • Tiefere Executive-Beteiligung – Kommunikation mit wichtigen Entscheidungsträgern wie CMO, CIO und COO
    • Größere Deal-Größen – stärkere Cross-/Upsell-Chancen durch strategische, wertbasierte Journeys
    • Kürzere Sales Cycles – schnellere Entscheidungen durch Buy-in des Managements
    • Mehr Customer Success – Rollenwandel von Support hin zu einem „Werkzeug für strategische Planung“
    • Etablierung von Thought Leadership – Aufwertung der eigenen Positionierung zum „Partner“ und „Advisor“
  • In der Praxis zeigt sich: Wenn C-Suite-Zielgruppen erfolgreich adressiert werden, steigt der durchschnittliche Deal-Wert um 35 %, der Cycle verkürzt sich um 30 % und die Wahrscheinlichkeit zusätzlicher Expansion verdoppelt sich

Final Word: From Feature Selling to Value Selling

  • Die besten Reifegradmodelle sind keine bloßen PDFs, sondern werden in Sales-Gesprächen, QBRs, Board-Meetings und Strategie-Sessions in Echtzeit genutzt
  • Sie fungieren als zentrale Achse der Strategie zur Realisierung von Kundennutzen und verleihen Technologieprodukten Bedeutung aus einer makroskopischen Vision und mittel- bis langfristigen Perspektive heraus
  • Sie werden als starkes Werkzeug präsentiert, um die Positionierung im Markt zu verändern, Leadership zu gewinnen und echte, führende Gespräche jenseits eines rein produktzentrierten Ansatzes zu ermöglichen

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