Warum Bell Labs erfolgreich war
(1517.substack.com)1. Die Entstehung von Bell Labs und die Gründe für den Erfolg
Alexander Graham Bell und Mervin Kelly schufen ein autonomes, von Neugier geprägtes Forschungsumfeld und brachten so zahlreiche Innovationen hervor. Entscheidend war, Genialität nicht zu „managen“, sondern ihr mit „Vertrauen“ zu begegnen.
2. Die Blütezeit durch Autonomie und Vertiefung
Kelly stellte Probleme in den Raum und prüfte die Ergebnisse erst Jahre später; so sehr respektierte er die Autonomie der Forschenden. Auf diese Weise wurden Menschen mit echter Motivation und hartnäckigem Forschergeist entdeckt und gefördert.
3. Der Niedergang durch Informationszeitalter und MBA-Kultur
Der Niedergang von Bell Labs lag nicht nur an der Zerschlagung von AT&T, sondern auch daran, dass eine von Effizienz und Kennzahlen geprägte Managementkultur die Kreativität unterdrückte. Heute wird jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern nicht einmal mehr die Freiheit zugestanden, ihre Forschungsthemen selbst zu wählen.
4. Die Krise wissensbasierter Institutionen
Sowohl Universitäten als auch Großunternehmen verbringen inzwischen mehr Zeit mit Leistungsmessung und Papierarbeit als mit Forschung, und herausragende Talente scheitern daran oder brennen aus. Die Genies der Vergangenheit würden im heutigen System wohl als „nicht einstellbar“ gelten.
5. Die Philosophie von Bell Labs: Förderer und Gemeinschaft
Kelly verstand seine Rolle nicht als Vorgesetzter, sondern als Förderer und legte großen Wert auf gegenseitiges Lernen und Kommunikation unter Forschenden. Entscheidend war nicht „wie viel man gearbeitet hat“, sondern „mit wem und wofür man nachgedacht hat“.
6. Erneut von Bell Labs träumen
1517 Fund versucht, die Philosophie von Bell Labs in die Gegenwart zu übertragen, und betreibt mit „Flux“ ein Projekt, das freie Forschungsräume ohne KPI bietet. Kleine Experimente zur Wiederherstellung kreativer Communities beginnen erneut.
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