6 Punkte von baeba 2025-05-09 | Noch keine Kommentare. | Auf WhatsApp teilen

Zum Zählen

  • Menschliche DNA kann etwa 1,2 Milliarden Bit speichern, was ungefähr 1,5 GB an Informationsmenge entspricht.
  • Allerdings enthält DNA viele sich wiederholende Abschnitte, und die von den Eltern geerbten Chromosomen sind einander ähnlich, weshalb die tatsächliche Informationsmenge anders betrachtet werden kann.
  • Es braucht ein präziseres Informationskonzept als die bloße Vorstellung von Speicherplatz.

Zur Kompression

  • Laut Informationstheorie lässt sich die Information einer Zeichenkette als ihre minimal komprimierbare Länge definieren.
  • DNA lässt sich unter Verwendung eines Referenzgenoms teils bis zu 99 % komprimieren, aber das ist ein Sonderfall, bei dem nur die abweichenden Teile als Information gelten.
  • Ohne Referenz lässt sie sich um bis zu 62 % reduzieren, was als allgemeinere Informationsmenge gelten kann.

Zur Information

  • Die Informationsmenge wird als Kolmogorov-Komplexität (Komprimierbarkeit) oder Shannon-Information (wahrscheinlichkeitsbasiert) definiert.
  • Kolmogorov bezieht sich auf absolute Informationsmenge, Shannon auf relative Muster.
  • DNA ist aus beiden Perspektiven sinnvoll, doch der Kolmogorov-Ansatz, der gemeinsame genetische Information einschließt, erscheint nützlicher.

Zur Biologie

  • Nur 1 % der DNA sind tatsächlich Exons, die in Proteine umgesetzt werden; der Rest hat regulatorische oder unbekannte Funktionen.
  • Proteine entstehen durch komplexe Prozesse wie Transkription, Translation und Spleißen.
  • Verschiedene RNA-Arten und genetische Regulationselemente interagieren miteinander, und DNA ist mehr als nur ein einfacher Code.

Zur Unordnung

  • DNA besitzt eine komplexe und unübersichtliche Struktur, die das Ergebnis von Mutationen und Evolution ist.
  • Große Teile der DNA sind repetitiv oder inaktiv; Transposons und Mechanismen zur Reparatur von Mutationen erklären das.
  • Lebewesen sind robust gegenüber Fehlern aufgebaut, und die Evolution hat sogar Ineffizienzen nutzbar gemacht.

Noch einmal zur Information

  • Vorgeschlagen wird eine „phänotypische Kolmogorov-Komplexität“, bei der die minimale komprimierte DNA-Größe, die noch als Mensch funktionieren kann, als Informationsmenge gilt.
  • Das wäre eine Messung über die kürzeste DNA, mit der sich ein funktional identischer Mensch erzeugen ließe.
  • Sie wird grob auf 60 MB~750 MB geschätzt, doch derzeit lässt sich dieser Wert nicht eindeutig bestimmen.

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