- Inmitten des Wandels der internen Kultur von Tech-Unternehmen im Silicon Valley und eines instabilen Beschäftigungsumfelds erleben Tech-Beschäftigte psychische Krisen und Identitätsverwirrung, und in den Praxisräumen der Therapeut:innen fallen häufig die Namen „Mark Zuckerberg“ und „Elon Musk“.
- Aggressive Führung, eine Kultur der Überwachung und veränderte politische Ausrichtungen haben Selbstzensur am Arbeitsplatz und eine Verschlechterung der psychischen Gesundheit ausgelöst, und viele haben das Gefühl, „das Unternehmen ist kein sicherer Raum mehr“.
- Dadurch treten psychische und körperliche Belastungen in großem Umfang auf, darunter Schlafstörungen, Depressionen, Beziehungskonflikte, Gewichtsveränderungen sowie ein erhöhter Konsum von Medikamenten und Alkohol.
1. Warum die Angst unter Tech-Angestellten zunimmt
- Zuckerberg und Musk werden häufig als Symbolfiguren für die autoritäre Stimmung und den aggressiven Kulturwandel in der Tech-Branche genannt.
- Es verbreitet sich die Wahrnehmung: „Früher gab es eine Mission, die Welt zu verändern, heute stehen Macht und Profit an erster Stelle.“
- Wegen der Überwachungskultur und der engen Beziehungen zur Trump-Regierung wird schon das Äußern der eigenen Meinung als riskant empfunden.
- Ein Trauma durch Entlassungen und die Angst, „jederzeit rausgeworfen werden zu können“, sind allgegenwärtig.
2. Konkrete Symptome und Belastungen für die psychische Gesundheit
- Häufige Symptome: Schlaflosigkeit, Gewichtsveränderungen, Schmerzen, Depressionen, Antriebslosigkeit, sexuelle Funktionsstörungen und zwischenmenschliche Konflikte
- Als Form der psychischen Vermeidung nehmen Meditation sowie der Konsum von Marihuana, Alkohol und Ketamin stark zu.
- In einer Struktur, in der man durchhält, indem man die eigene Stimme unterdrückt, schaltet die Psyche in den „Überlebensmodus“.
- Es macht sich Resignation breit: „Ich dachte, die Unternehmenskultur sei wichtig, aber das kann ich nicht mehr sagen.“
3. Die Kluft zwischen Identitätsverwirrung und Überlebensrealität
- Realistische Entscheidungen nach dem Motto „Früher habe ich Unternehmen nach ethischen Maßstäben ausgewählt, heute geht Überleben vor“ nehmen zu.
- Viele berichten, wegen ihrer politischen Haltung oder ihrer LGBTQ+-Identität diskriminierend behandelt worden zu sein.
- Die Öffentlichkeit tut das Leiden von Tech-Arbeiter:innen oft als „Jammern einer privilegierten Schicht“ ab, doch viele erleben tatsächlich eine existenzielle Krise.
- Selbst Therapeut:innen erkennen an, dass „die gegenwärtige Angst keine Übertreibung ist“ und dass das politische und industrielle Umfeld als psychologisches Risiko wirkt.
2 Kommentare
Bei Meta ist schon die Web-Performance akut miserabel, aber noch lächerlicher ist, dass es nicht einmal ein Kundencenter mit echten Menschen gibt. Nicht mal das übliche ausgelagerte indische Support-Team gönnt man sich; aus Geiz gibt es nur FAQs, gerade so geschickt gestaltet, dass sie rechtlich keinen Angriffspunkt bieten.
Ob Musk so etwas hatte, sei dahingestellt, aber ich bezweifle, dass Zuckerberg überhaupt einen missionarischen Antrieb hatte, die Welt zu verändern. Ehrlich gesagt halte ich die Mentalität von Meta unter den US-Tech-Unternehmen zusammen mit Musks Firmen wie Tesla und X (ehemals Twitter) für den größten Müll. Auch die App-Performance ist nicht gut und sie frisst viele Ressourcen. Das Problem ist, dass die Mentalität koreanischer Tech-Unternehmen der von Meta ziemlich nahekommt. Schon jetzt hört man über das größte Technologieunternehmen Koreas die Kritik, es sei ein abgeschottetes Gehege. Ähnliche Kritik gab es auch bei Facebook, dem Ursprung von Meta. Wenigstens hat Meta noch technologische Stärke, deshalb ist die Aktie gut, aber bei koreanischen Tech-Unternehmen ist das wirklich ...
Wie dem auch sei: Wenn man sich anschaut, wie es gerade läuft, kommt man oft zu dem Gedanken, dass die US-Tech-Branche, angeführt von Musk, verdorben ist.