- AMD hat den GIM(GPU-IOV Module)-Treiber für GPU-Virtualisierung als Open Source veröffentlicht
- Das Modul wird für die Virtualisierung der Instinct MI300X-GPU verwendet und arbeitet auf Basis des Linux-Kernels und des KVM-Hypervisors
- Der GIM-Treiber unterstützt die Konfiguration virtueller Funktionen (VF), Scheduling, Fehlererkennung, PF/VF-Handshake usw.
- AMD erklärte, dass Virtualisierungsfunktionen für Client-GPUs der Radeon-Nutzer ebenfalls auf der Roadmap stehen
- Mit künftiger SR-IOV-Unterstützung für Radeon-Grafikkarten dürften sich verschiedene Workload-Verteilungen und Multiuser-Umgebungen ermöglichen lassen
AMD veröffentlicht den GIM-Treiber als Open Source
- AMD stellt das GPU-IOV(GIM)-Modul als Open Source bereit
- Das Modul wird zusammen mit dem Linux-Kernel und dem KVM-Hypervisor für hardwarebasierte Virtualisierung auf SR-IOV-Basis verwendet
- GIM bietet unter anderem folgende Funktionen
- Konfiguration und Aktivierung von Virtual Functions (VF)
- Verarbeitung von World Switches per GPU-Scheduling
- GPU-Fehlererkennung (Hang Detection) sowie Unterstützung für FLR (Function Level Reset)
- Handshake-Kommunikation zwischen Physical Function (PF) und Virtual Function (VF)
Aktuelle Unterstützung und Testumgebung
- Der GIM-Treiber kann auf Instinct MI300X-Hardware verwendet werden
- Getestet wurde er unter Ubuntu 22.04 LTS auf Basis von ROCm 6.4
- Der Quellcode ist auf GitHub einsehbar, allerdings ist derzeit unklar, ob eine Integration in den Linux-Kernel-Mainline erfolgt
Roadmap für GPU-Virtualisierung bei Radeon
- AMD-Ingenieur Anush Elangovan erwähnte, dass die Unterstützung für die Virtualisierung von Client-GPUs (Radeon) in der Roadmap enthalten ist
- Wenn SR-IOV auf Radeon-GPUs umgesetzt wird, könnten auch normale Nutzer fortgeschrittene Funktionen wie Workload-Isolierung und Multiuser-Umgebungen nutzen
- Das dürfte besonders nützlich sein für anspruchsvolles Gaming, virtualisierte Desktop-Umgebungen sowie Entwicklungs- und Testsysteme
Erwartete Auswirkungen
- Die Aktivierung von Virtualisierungsfunktionen auf Radeon-GPUs dürfte AMDs Wettbewerbsfähigkeit stärken und zugleich die Nutzerbasis erweitern
- Ob der GIM-Treiber offiziell in den Linux-Kernel integriert wird, dürfte darüber entscheiden, wie wahrscheinlich eine Einführung in Enterprise-Umgebungen und in der Open-Source-Community ist
- GPU-Sharing und eine effiziente Ressourcenzuweisung zwischen VMs würden möglich, was die Nutzbarkeit von AMD-GPUs in Rechenzentren und Cloud-Umgebungen erhöhen dürfte
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