- AMDs Open-Source-Linux-Grafiktreiber haben die Einschränkung, dass sie aufgrund rechtlicher Vorgaben des HDMI-Forums keine HDMI-2.1+-Funktionen implementieren können.
- AMD-Ingenieure arbeiteten mit dem HDMI-Forum zusammen, um eine Lösung zu finden, mit der sich HDMI-2.1+-Funktionen im Open-Source-Linux-Kernel-Treiber bereitstellen lassen, doch diese Bemühungen scheiterten.
- Seit drei Jahren wird berichtet, dass über AMDs Linux-Treiber keine Unterstützung für Auflösungen wie 4K@120Hz und 5K@240Hz möglich ist.
Geschlossener Zugang zu öffentlichen Spezifikationen des HDMI-Forums trifft Open-Source-Support
- Das HDMI-Forum erschwert Open-Source-Unterstützung, indem es den Zugang zu öffentlichen Spezifikationen abschottet.
- AMD und die X.Org Foundation versuchten gemeinsam mit dem HDMI-Forum, eine Lösung für eine Open-Source-Implementierung zu finden, doch das HDMI-Forum lehnte AMDs Anfrage ab.
AMDs Bemühungen und die Ablehnung durch das HDMI-Forum
- AMDs Linux-Ingenieure arbeiteten über mehrere Monate gemeinsam mit dem Rechtsteam daran, HDMI-Funktionen zu bewerten und zu entscheiden, wie sie in Open-Source-Treibern offengelegt werden könnten.
- AMD verfügte intern über funktionierenden Code und wartete mehrere Monate auf die Genehmigung des HDMI-Forums, wurde am Ende jedoch abgelehnt.
- AMD-Linux-Ingenieur Alex Deucher erklärte, dass das HDMI-Forum den Vorschlag abgelehnt habe und eine Open-Source-Implementierung von HDMI 2.1 ohne Verstoß gegen die Anforderungen des HDMI-Forums nicht möglich sei.
Zusätzlicher Kontext und Alternativen aus der Open-Source-Community
- AMD prototypisierte über mehrere Monate hinweg Code, um HDMI-2.1+-Funktionen innerhalb der internen Open-Source-AMDGPU-Codebasis zu demonstrieren, doch diese Arbeit könnte nun vergeblich gewesen sein.
- Schon bei den frühen Open-Source-Bemühungen für AMD-Treiber gab es Bedenken, GPU-Video-Beschleunigung offenzulegen, da dies gegen HDCP-/digitale Videoeinschränkungen verstoßen könnte.
- Es bleibt unklar, ob AMD mehr Funktionen in der (nicht offenen) Firmware implementieren oder andere Wege finden könnte, die durch den PSP-IP-Block geschützt sind.
- Da eine Unterstützung von HDMI-2.1+-Funktionen in Open-Source-Treibern kurzfristig unwahrscheinlich ist, sollten Open-Source-Befürworter nach Möglichkeit DisplayPort bevorzugen.
Meinung von GN⁺
- Dieser Artikel zeigt, wie rechtliche Einschränkungen und technische Grenzen bei der Entwicklung von Open-Source-Treibern Innovation ausbremsen können. Er macht deutlich, dass selbst große Unternehmen wie AMD aufgrund von Vorgaben durch Organisationen wie das HDMI-Forum Schwierigkeiten haben, Nutzern aktuelle Funktionen bereitzustellen.
- Das Fehlen von HDMI-2.1+-Funktionen kann insbesondere Gamer und professionelle Anwender stark treffen, die hohe Auflösungen und Bildwiederholraten benötigen. Wegen der Grenzen von Open-Source-Treibern bleibt ihnen möglicherweise nur, auf Alternativen wie DisplayPort auszuweichen oder zu nicht offenen Lösungen zu wechseln.
- Das Problem unterstreicht die Notwendigkeit, dass die Open-Source-Community mit Gremien zur technischen Standardisierung zusammenarbeitet, um ein offeneres und innovationsfreundlicheres Technologieumfeld zu schaffen. Die Situation deutet darauf hin, dass Open-Source-Hardware-Bewegungen oder Bemühungen um alternative Standards mehr Aufmerksamkeit und Unterstützung brauchen.
- Dass Unternehmen wie AMD in die Entwicklung von Open-Source-Treibern investieren, wirkt sich positiv auf die Community aus. Wenn solche Bemühungen jedoch an rechtlichen Hürden scheitern, ist das sowohl für Unternehmen als auch für Entwickler ein enttäuschendes Ergebnis.
- Man sollte berücksichtigen, welche Auswirkungen das Fehlen von HDMI-2.1+-Funktionen auf den eigenen Anwendungsfall hat, und bei Bedarf Alternativen wie DisplayPort prüfen.
2 Kommentare
Wegen solcher Dinge bevorzuge ich inzwischen auch eher DisplayPort als HDMI. Es gab also durchaus einen Grund dafür, warum GPUs nur einen HDMI-Port, aber gleich drei DisplayPort-Anschlüsse haben....
Hacker-News-Kommentare