- Laut Bain &Company belief sich der weltweite Luxuskonsum 2024 auf insgesamt €1.48T (2.330 Billionen KRW), ein Rückgang von 1–3 % gegenüber 2023
- Der Luxusmarkt wird von drei Hauptsegmenten geprägt – Luxusautos, persönliche Luxusgüter und Luxus-Hospitality –, die zusammen 80 % des Gesamtmarkts ausmachen
- Die Ausgaben für erlebnisbasierten Luxus (Reisen, soziale Events) steigen, während der Markt für persönliche Luxusgüter erstmals seit 15 Jahren schrumpft
- Vor allem weil die Vorliebe der Generation Z für Luxusmarken nachlässt, ist die Zahl der Luxuskunden in den vergangenen zwei Jahren um rund 50 Millionen gesunken
Regionale Markttrends
- Asien-Pazifik
- Japan verzeichnete dank Wechselkurseffekten und steigenden Tourismuseinkäufen das schnellste Wachstum
- Festlandchina zeigte wegen sinkenden Verbrauchervertrauens und zunehmender Auslandsreisen eine starke Abkühlung; der Umsatz ging 2024 um 20–22 % zurück
- Europa und Naher Osten
- Europa hielt den Wachstumstrend durch steigende Touristenzahlen aufrecht, doch das Vereinigte Königreich und Nordeuropa hatten mit schwacher Tourismusnachfrage und nachlassendem lokalen Konsum zu kämpfen
- Der Markt im Nahen Osten zeigte je nach Region unterschiedliche Ergebnisse, bei einer starken Entwicklung der VAE (Vereinigte Arabische Emirate)
- Amerika
- Die USA zeigten trotz schwankenden Verbrauchervertrauens ein von Quartal zu Quartal verbessertes Wachstum
- Kanada entwickelte sich wegen rückläufiger chinesischer Touristen schwach, während Mexiko und Brasilien positives Wachstum verzeichneten
- Schwellenmärkte
- Bis 2030 werden in Lateinamerika, Indien, Südostasien und Afrika voraussichtlich mehr als 50 Millionen zusätzliche Luxuskonsumenten hinzukommen
Trends bei den Vertriebskanälen
- Outlet-Stores übertreffen Läden zum regulären Preis deutlich und haben sich als wichtiger Konsumkanal etabliert
- Online-Kanäle haben sich nach der Pandemie normalisiert und halten einen Marktanteil von 20 %
- Der Markt für gebrauchte Luxusgüter wuchs um 7 % (Volumen von 4,8 Milliarden Euro) und breitet sich durch jüngere Zielgruppen und den Trend zum wertorientierten Konsum weiter aus
Performance nach Kategorien
- Die Bereiche Kosmetik (insbesondere Parfüm) und Eyewear (Brillen) wuchsen um 3–5 %, was die steigende Vorliebe für kleinere Luxusgüter zeigt
- Der Schmuckmarkt wächst robust, während sich die Nachfrage nach Uhren, Lederwaren und Schuhen verlangsamt
- Der Markt für Luxusautos ging um 5 % zurück; die Nachfrage nach Spitzenmodellen blieb erhalten, während das mittlere Segment nachließ
- Luxushotels und Hospitality wuchsen um 4 %, wobei personalisierte Erlebnisse der Schlüsselfaktor waren
Konsumententrends und Veränderungen
- Die Gesamtzahl der Kunden im Luxusmarkt sank um 50 Millionen auf insgesamt 350 Millionen
- Die Spitzengruppe der Kundschaft (VIP) macht 45 % des gesamten Konsums aus (gegenüber 35 % im Jahr 2021)
- Die Loyalität der Generation Z gegenüber Luxusmarken nimmt ab, besonders deutlich im Westen und in Japan
- Mehr als 50 % der Konsumenten halten die Preise von Luxusmarken für überzogen hoch
Ausblick ab 2025
- Für 2025 wird für den Luxusmarkt niedriges Wachstum (0–4 %) erwartet; bis 2030 wird ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 4–6 % prognostiziert
- Online- und Monobrand-Stores werden sich bis 2030 als zentrale Vertriebskanäle etablieren
- Personalisierte Erlebnisse mithilfe von AI und technologischer Innovation werden zu einem zentralen Wettbewerbsfaktor
- Marken brauchen Strategien, die ihre Identität stärken, emotionale Bindungen zu Kunden aufbauen und differenzierte Produkte und Erlebnisse bieten
Fazit
- Der Luxusmarkt hat sich 2024 leicht verlangsamt, dürfte aber langfristig bis 2030 auf ein Volumen von 2 bis 2,5 Billionen Euro wachsen
- Marken müssen durch technologische Innovation, Kreativität und stärkere Kundenbeziehungen eine strategische Neuaufstellung für nachhaltiges Wachstum vorantreiben
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