- Discord testet in Großbritannien und Australien Gesichtserkennungstechnologie, um das Alter einiger Nutzer zu überprüfen
- Nach dem Online Safety Act müssen Plattformen mit Inhalten für Erwachsene eine strenge Altersverifikation einführen
- Matt Navarra sagt, diese Entwicklung sei nicht einmalig, sondern Teil eines größeren Wandels, durch den Plattformen ihre Altersprüfungen verschärfen werden
- Technologien zur Altersverifikation können Datenschutzprobleme verursachen, und Big Brother Watch warnt davor, sie als Allheilmittel zu betrachten
- Australien plant in diesem Jahr ein Verbot sozialer Medien für unter 16-Jährige, und Discord wurde wegen angeblich irreführender Aussagen zu Sicherheitskontrollen verklagt
Altersverifikation per Gesichtserkennung bei Discord
- Discord testet in Großbritannien und Australien Gesichtserkennungstechnologie, um das Alter einiger Nutzer zu überprüfen
- Die Plattform wurde ursprünglich vor allem von Gamern genutzt, beherbergt inzwischen aber Communities zu vielen verschiedenen Themen
- Nach dem britischen Online Safety Act müssen Plattformen mit Inhalten für Erwachsene über strenge Verfahren zur Altersverifikation verfügen
- Matt Navarra sagt, diese Entwicklung sei kein Einzelfall, sondern der Beginn eines größeren Wandels
- Fehler bei der Altersverifikation können nicht nur zum Verlust von Nutzern führen, sondern auch rechtliche Probleme oder Bußgelder nach sich ziehen
So lässt sich die Online-Sicherheit von Kindern schützen
- Discord beschreibt die Altersverifikation als ein „Experiment“, bei dem es sich um eine einmalige Überprüfung handelt
- Nutzer können ihr Alter per Gesichtsscan verifizieren oder ein Foto ihres Ausweises hochladen
- Die für die Altersverifikation verwendeten Informationen werden weder von Discord noch vom Verifizierungsunternehmen gespeichert
- Gesichtsscans verbleiben nur auf dem Gerät und werden nicht erfasst; hochgeladene Ausweisfotos werden nach Abschluss der Verifikation gelöscht
- Als sensibel markierte Inhalte werden bereits automatisch blockiert oder unkenntlich gemacht
„Kein Allheilmittel“
- Big Brother Watch warnt davor, Technologien zur Altersverifikation als Allheilmittel zu betrachten
- Solche Technologien können Risiken wie Sicherheitsverletzungen, Eingriffe in die Privatsphäre, Fehler, digitale Ausgrenzung und Zensur mit sich bringen
- Die Age Verification Providers Association erklärt, es gebe verschiedene bequeme und datenschutzfreundliche Methoden
- Plattformen können schädliche Inhalte entfernen, eine Altersverifikation vor dem Zugriff auf die gesamte Website verlangen oder das Alter vor dem Zugriff auf Seiten und Beiträge mit hohem Risiko prüfen
Australiens geplantes Verbot sozialer Medien
- Australien plant in diesem Jahr ein Verbot sozialer Medien für unter 16-Jährige
- Einer aktuellen Studie zufolge nutzen mehr als 80 % der australischen Kinder zwischen 8 und 12 Jahren soziale Medien oder Messaging-Dienste, die eigentlich erst ab 13 Jahren erlaubt sind
- Der Generalstaatsanwalt von New Jersey, Matthew J. Platkin, hat Klage eingereicht und wirft Discord vor, Eltern über Sicherheitskontrollen in die Irre geführt zu haben
Meta weitet Beschränkungen für jugendliche Nutzer aus
- Meta weitet die Beschränkungen für jugendliche Nutzer auf Facebook und Messenger aus
Befugnis für Handyverbote an Schulen
- Die Kinderbeauftragte fordert, die Entscheidung über Handyverbote an Schulen den Schulleitungen zu überlassen
1 Kommentare
Hacker-News-Kommentare
Vor langer Zeit gab es eine Website, die meine Kreditkartennummer verlangte, um mein Alter zu überprüfen. Das Alter wurde über eine Rückerstattung bestätigt.
Ein Social-Media-Unternehmen verlangt ein Selfie-Video, um das Alter per KI zu schätzen.
Das Problem ist nicht, im Internet nach Pornografie zu suchen.
Neben dem Eingriff in die Privatsphäre gibt es auch Probleme mit der Genauigkeit der Gesichtserkennung.
Es braucht eine Lösung, die sowohl Altersverifikation als auch Datenschutz ermöglicht.
In Großbritannien verlangte Discord eine Altersverifikation, die jedoch verweigert wurde.
Überwachung scheint das größere Ziel zu sein als Internetsicherheit.
Das eigentliche Endziel könnte eine verpflichtende Ausweisprüfung für Social Media sein.
Ich möchte nicht, dass das Gesicht meines Kindes von einem Drittanbieter-Service gescannt wird.