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Utah verbietet als erster US-Bundesstaat Fluorid im Leitungswasser
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Utahs Gouverneur Spencer Cox hat in dieser Woche ein Gesetz zum Verbot von Fluorid unterzeichnet, das ab dem 7. Mai in Kraft treten soll. Damit wird Utah der erste Bundesstaat in den USA, der den Einsatz von Fluorid im öffentlichen Leitungswasser verbietet. Auch andere Bundesstaaten wie Florida und Ohio prüfen ähnliche Gesetze.
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Fluorid wird in den USA seit 1945 dem Leitungswasser zugesetzt, um Karies vorzubeugen. Die aktuelle Maßnahme wird jedoch von Experten kritisiert, die insbesondere negative Auswirkungen auf die Mundgesundheit von Kindern befürchten.
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Hintergrund des Gesetzes zum Fluorid-Verbot
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Das Gesetz verbietet die Zugabe von Fluorid zu öffentlichem Leitungswasser, erwähnt jedoch keine damit verbundenen Probleme der öffentlichen Gesundheit. Die republikanische Abgeordnete des Bundesstaats Stephanie Gricius, die den Gesetzentwurf eingebracht hat, verwies auf Studien, wonach Fluorid die kognitive Entwicklung von Kindern beeinflussen könnte.
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US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy behauptete, Fluorid stehe mit Arthritis, Knochenbrüchen, Knochenkrebs, IQ-Verlust, neurologischen Entwicklungsstörungen und Schilddrüsenerkrankungen in Zusammenhang, doch die meisten Experten im Bereich der öffentlichen Gesundheit weisen dies zurück.
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Reaktionen von Experten
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Die American Dental Association kritisierte Utahs Entscheidung scharf und erklärte, sie sei ein „Missachten von Mundgesundheit und Wohlbefinden“. Der Verband argumentiert, dass die Fluoridierung eine wichtige gesundheitspolitische Maßnahme für die Mundgesundheit der Bevölkerung sei.
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Viele Organisationen im Bereich der öffentlichen Gesundheit, darunter die American Academy of Pediatrics und die Centers for Disease Control and Prevention, unterstützen seit Langem die Zugabe kleiner Mengen von Fluorid zum Leitungswasser.
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Wirkung und Kontroverse der Fluoridierung
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Der U.S. Public Health Service hat 2015 die Menge an Fluorid im Leitungswasser reduziert, empfiehlt den Bundesstaaten jedoch bereits seit den 1960er-Jahren, geringe Mengen Fluorid zuzusetzen.
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Aufgrund eines jüngsten Gerichtsurteils wurde die Fluoridmenge im US-Leitungswasser gesenkt, und einige Experten stellen infrage, ob Fluorid dem Leitungswasser weiterhin zugesetzt werden muss, wo es doch bereits in Zahnpasta und anderen Dentalprodukten weit verbreitet ist.
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In weiten Teilen Westeuropas wird dem Leitungswasser kein Fluorid zugesetzt, und im Vereinigten Königreich nutzen rund 10 % der Bevölkerung fluoridiertes Leitungswasser. In den USA sind es dagegen etwa 63 % der Bevölkerung.
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Experten, die die Fluoridierung befürworten, verweisen auf Studien, nach denen fluoridiertes Leitungswasser Karies bei Kindern und Erwachsenen um mindestens 25 % verhindert.
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2 Kommentare
Das eigentliche Problem mit Fluorid ist nicht etwas anderes, sondern dass es sich in der Zirbeldrüse des Gehirns anreichert, die für den zirkadianen Rhythmus und die Melatonin-Ausschüttung zuständig ist, und dort eine Verkalkung des Gewebes verursacht.
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