9 Punkte von GN⁺ 2025-03-29 | 1 Kommentare | Auf WhatsApp teilen
  • LibreOffice ist die kostenlose Open-Source-Alternative zu Microsoft Office, und die Zahl der Downloads nähert sich zuletzt 1 Million pro Woche
    • Es ist eine eigenständige Desktop-Software, die unter Windows, Mac und Linux läuft und kostenlos genutzt werden kann
  • Das ist der höchste Wert seit 2023; besonders nach der Veröffentlichung von Version 25.2 stiegen die Downloads stark an
  • Konkurrenzprodukte aus dem Open-Source-Bereich wie Apache OpenOffice verlieren zunehmend an Bedeutung
  • Die meisten Nutzer entscheiden sich für LibreOffice, um Kosten zu vermeiden
    • Da Microsoft Office und Google Workspace sich stärker in Richtung Cloud bewegen, ist das Angebot besonders für Nutzer attraktiv, die lokal installierte Lösungen bevorzugen
    • Laut Jason Wong, Analyst bei Gartner, gilt LibreOffice zwar als kostensparende Alternative, für Wartung und Betrieb seien jedoch zusätzliche Fachressourcen und technisches Know-how nötig
  • Nach Angaben von Mike Saunders von der The Document Foundation, die LibreOffice entwickelt, wird die Zahl der Nutzer auf etwa 200 Millionen geschätzt; wegen der Datenschutzrichtlinien lasse sich die genaue Zahl jedoch nicht bestimmen
  • Früher war LibreOffice vor allem bei Privatanwendern beliebt, inzwischen steigt aber auch das Interesse von Unternehmen und Behörden
    • Beispiel: Das deutsche Bundesland Schleswig-Holstein plant, 30.000 PCs von Microsoft Office auf LibreOffice umzustellen
  • Der größte Nutzeranteil entfällt auf Windows (85 %), gefolgt von macOS und Linux
  • Nutzer schätzen die einfache, intuitive Oberfläche, das Modell ohne Abonnement und die Deaktivierung von AI
    • Übermäßig eingreifende AI werde dabei als ähnliche Fehlentwicklung wie frühere Ansätze à la Clippy gesehen
    • LibreOffice plant nicht, AI-Funktionen standardmäßig zu integrieren, fördert aber die Entwicklung verantwortungsvoller AI-Erweiterungen, die Nutzer optional verwenden können
  • Die Document Foundation konzentriert sich eher auf die Desktop-Version als auf eine Cloud-basierte Variante
  • Da viele Linux-Distributionen LibreOffice standardmäßig mitliefern, bleibt die tatsächliche Zahl der Nutzer unklar

1 Kommentare

 
GN⁺ 2025-03-29
Hacker-News-Kommentare
  • iWork war mehrere Jahre lang mein primärer Ersatz für „Office“. Es ist kostenlos und gut genug. Auch nichttechnische Menschen kommen problemlos damit zurecht. Eine Ausnahme ist nur, wenn ich .pages-Dokumente per E-Mail an Windows-Nutzer schicken muss

    • Mir gefällt besonders, dass man in Numbers mehrere Tabellen auf einer Seite platzieren kann. Das ist ein anderes Paradigma als bei Google Sheets oder Excel, aber inzwischen verstehe ich es besser
    • Bei Bedarf nutze ich Affinity, LaTeX und InDesign, aber heutzutage brauche ich das kaum noch
    • Man kann auch Google Docs/Sheets/Slides verwenden, aber es fühlt sich unangenehm an, wenn die Daten in einem kostenlosen Google-Konto liegen
  • Wenn ich Anwendungen bewerte, die keine externen Ressourcen/Server benötigen, bin ich sofort raus, wenn es keine minimale dauerhafte Ersatzlizenz gibt (wie beim jährlichen Abo-Modell von Jetbrains)

    • Beispiele für gute Alternativen sind Pixelmator > Photoshop, Davinci Resolve > Premiere, Reaper > Audition
    • Ich möchte Werkzeuge nicht mieten
  • Ich wünschte, alle würden zu LibreOffice wechseln. Dann müsste ich nicht erklären, warum die Formatierung nach dem Bearbeiten eines Dokuments kaputt ist

  • Das dürfte auch mit der geopolitischen Lage zusammenhängen. Die USA haben Kanada, Europa, Panama und China mit Krieg bedroht und liebäugeln mit einem Bündnis mit Russland. Das wird viele Länder bedrohen, die an Russland grenzen. Viele Nutzer haben das Gefühl, dass es nicht sicher ist, US-Produkte zu verwenden

  • Ich bin jetzt so jemand, der LaTeX benutzt. Mein „Textverarbeitungsprogramm“ sind tmux, NeoVim und Nix. Aber ich verstehe, dass das für die meisten Menschen nicht geeignet ist

    • LibreOffice ist inzwischen ziemlich gut. Excel mag etwas besser sein als Calc, aber Calc ist für die meisten Aufgaben ebenfalls mehr als ausreichend
    • Dokumente sehen gut genug aus, es ist einfach zu benutzen, schnell, und der Preis ist unschlagbar
    • Ich mochte die Icons von OpenOffice lieber und benutze LibreOffice deshalb nicht oft. Die Icons von LibreOffice wirken zu kindlich. Das ist schwer zu erklären und subjektiv, aber es wäre schön, wenn man die OpenOffice-Icons nach LibreOffice übernehmen könnte
  • Für Präsentationen auf dem PC habe ich InDesign verwendet. Jetzt, da ich nur noch unter Linux arbeite, war der Wechsel zu Scribus einfach

    • Zu LibreOffice: Als Wissenschaftler musste ich kürzlich einige Präsentationen im ppt-Format erstellen. Es war unerquicklich, aber eine Vorgabe der Konferenz. LO Impress hat immer noch viele der Unannehmlichkeiten von PowerPoint, ist in der Praxis aber ein besseres und schnelleres Programm als PowerPoint
  • MS Office entfernt Funktionen, ruiniert die UI und fügt unnötige Funktionen hinzu. Es ist nicht überraschend, dass die Leute abspringen

  • Wenn ich immer noch sehe, dass selbst Profis Text mit Leerzeichen oder Tabs rechtsbündig ausrichten, dann sind Programme wie Word oder LibreOffice Writer für die meisten Menschen overkill

  • Ich habe früher schon ähnliche Kommentare geschrieben, aber ich frage mich, wofür Leute heute eigentlich Office benutzen. Ich höre Leute über den Preis klagen, aber ich brauchte seit Jahren keine echte Office-Suite mehr. Mit Google Docs kam ich kostenlos völlig aus

    • Erstellt und druckt ihr Dokumente? Warum? Seit der Erfindung der E-Mail brauchte man eigentlich keine Textverarbeitung mehr
  • Ich brauche Calc. Excel muss es nicht unbedingt sein, aber eine Tabellenkalkulation sollte nicht so langsam sein, dass sie bei einfachen Berechnungen und ein paar V/XLOOKUPs in einem 100x100-Zellen-Bereich unbenutzbar wird