Mozilla aktualisiert Formulierungen der Firefox-Nutzungsbedingungen
(blog.mozilla.org)- Nachdem die neuen Nutzungsbedingungen von Firefox eingeführt wurden und die Lizenzformulierung so gelesen werden konnte, als räume sie Mozilla weitreichende Rechte an Nutzerdaten ein, hat Mozilla sie überarbeitet, damit der Anwendungsbereich enger gefasst wirkt
- Die neue Formulierung behandelt nur die Rechte, die für den Betrieb von Firefox und die Bearbeitung von Nutzeranfragen erforderlich sind, und umfasst eine nicht-exklusive, unentgeltliche, weltweite Lizenz für eingegebene Inhalte
- Die überarbeiteten Bedingungen stellen klar, dass diese Lizenz Mozilla kein Eigentum an den Inhalten überträgt, und entfernen den Verweis auf die Acceptable Use Policy, der für zusätzliche Verwirrung gesorgt hatte
- Die Privacy FAQ wurde um juristische Begriffe wie „Verkauf“ ergänzt; Mozilla verkauft oder kauft Nutzerdaten nicht im allgemeinen Wortsinn
- Für kommerzielle Angebote wie optionale Werbung im New Tab und gesponserte Vorschläge in der Suchleiste bleibt eine gewisse Datenweitergabe erforderlich, dabei kommen jedoch Schutzmaßnahmen wie Entfernung identifizierender Informationen, Aggregation und OHTTP zum Einsatz
Änderung der Formulierungen in den Nutzungsbedingungen
- Nachdem Mozilla neue Nutzungsbedingungen (TOU) und Datenschutzhinweise für Firefox eingeführt hatte, äußerte die Community Bedenken im Zusammenhang mit der Lizenz
- Die ursprüngliche Absicht war, klarzustellen, wie Firefox funktioniert; die tatsächliche Formulierung sorgte jedoch für Verwirrung über den Umfang der Interaktion mit Nutzerdaten
- Der Fokus der neuen Formulierung der Bedingungen liegt darauf, dass Mozilla nur die Rechte erhält, die für den Betrieb von Firefox erforderlich sind
- Dazu gehört die Datenverarbeitung in der Weise, wie sie im Firefox-Datenschutzhinweis beschrieben ist
- Dazu gehört eine nicht-exklusive, unentgeltliche, weltweite Lizenz, um mit den von Nutzern in Firefox eingegebenen Inhalten deren Anfragen auszuführen
- Diese Lizenz räumt Mozilla kein Eigentum an diesen Inhalten ein
- Der Verweis auf die Acceptable Use Policy wurde entfernt, da er nach Einschätzung von Mozilla eher zusätzliche Verwirrung stiftete, als für Klarheit zu sorgen
Privacy FAQ und Erläuterung zur Datenweitergabe
- Mozilla hat die Privacy FAQ aktualisiert, um Details zu juristischen Begriffen wie „sells“ ausführlicher zu behandeln
- Im allgemeinen Sinn verkauft Mozilla keine Daten über Nutzer und kauft auch keine Daten über Nutzer
- Der Grund für die Abkehr von pauschalen Formulierungen wie „We never sell your data“ ist, dass die rechtliche Definition von Datenverkauf in einigen Regionen weit gefasst ist und sich weiter verändert
- Der California Consumer Privacy Act (CCPA) definiert „sale“ als den Verkauf, die Vermietung, Offenlegung, Verbreitung, Bereitstellung, Übertragung oder Weitergabe personenbezogener Informationen von Verbrauchern gegen Geld oder eine andere wertvolle Gegenleistung
- In anderen US-Bundesstaaten, darunter Virginia und Colorado, gibt es ähnliche Datenschutzgesetze
- Da die Auslegung von Do-not-sell-Anforderungen uneinheitlich ist, fällt es Unternehmen schwer, sicher zu bestimmen, welche Pflichten genau gelten und ob etwas als „Datenverkauf“ einzustufen ist
- Um Firefox kommerziell nachhaltig zu betreiben, erhebt und teilt Mozilla an einigen Stellen Daten mit Partnern
- Optionale Werbung im New Tab
- Gesponserte Vorschläge in der Suchleiste
- Weitere Informationen sind im Firefox privacy notice zusammengefasst
- Wenn Daten mit Partnern geteilt werden, entfernt Mozilla potenziell identifizierende Informationen, teilt sie in aggregierter Form oder setzt Datenschutztechnologien wie OHTTP ein
- Firefox bietet grundlegende Datenschutz- und Sicherheitsfunktionen sowie Optionen, mit denen sich Dateneinstellungen feinjustieren lassen; Nutzer können sie während des Onboardings prüfen oder jederzeit anpassen
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