- Mozilla führt erstmals Nutzungsbedingungen für Firefox ein und aktualisiert den bestehenden Datenschutzhinweis
- Bisher erfolgte der Betrieb auf Grundlage von Open-Source-Lizenzen und öffentlichen Zusagen, doch mit dem Wandel des technologischen Umfelds entstand die Notwendigkeit, klarere rechtliche Dokumente bereitzustellen
- Mozillas Grundsätze:
- Sicherheit und Datenschutz im Internet sind essenziell und keine Option
- Nutzer haben das Recht, ihre Internet-Erfahrung einschließlich ihrer Daten selbst zu kontrollieren
- Transparenz ist wichtig, um Vertrauen aufzubauen
Wichtige Inhalte der Nutzungsbedingungen und des Datenschutzhinweises
- Firefox wird weiterhin neue Funktionen hinzufügen und verbessern; um dies transparent zu regeln, werden formelle Nutzungsbedingungen bereitgestellt
- Die neuen Nutzungsbedingungen sollen Nutzern helfen, ihre Rechte und Befugnisse klar zu verstehen
- Sie gelten ab März für neue Nutzer und sollen ab Mitte dieses Jahres auch für bestehende Nutzer gelten
- Der Datenschutzhinweis wurde aktualisiert, um klarer zu erläutern, wie Daten erhoben und genutzt werden
Datenschutzgrundsätze und Kontrollrechte der Nutzer
- Mozilla betrachtet den Schutz der Privatsphäre der Nutzer stets als oberste Priorität und nutzt Daten, um Firefox-Funktionen aufrechtzuerhalten und zu verbessern
- Einige optionale Funktionen können eine zusätzliche Datenerhebung erfordern, dabei soll jedoch stets Transparenz gewahrt bleiben
- Nutzer können Optionen zur Datenerhebung direkt in den Browsereinstellungen verwalten und diese auch während der Installation und Ersteinrichtung überprüfen
- Es ist ein Grundprinzip von Mozilla, Nutzern die Kontrolle über ihre eigenen Daten zu ermöglichen, und das Unternehmen hofft, dass auch andere Technologieunternehmen diesen Ansatz übernehmen
Update
- Da manche Menschen die Formulierung zu Lizenzen in den Nutzungsbedingungen missverstanden haben, hat Mozilla zusätzliche Erläuterungen veröffentlicht
- Zur Umsetzung der grundlegenden Firefox-Funktionen ist eine Lizenz erforderlich, mit der bestimmte vom Nutzer eingegebene Daten verarbeitet werden können
- Das bedeutet jedoch nicht, dass Mozilla Eigentum an den Daten der Nutzer erwirbt oder durch die Bedingungen das Recht erhält, sie beliebig zu verwenden
- Die Datennutzung ist auf die im Datenschutzhinweis beschriebenen Zwecke beschränkt
- Mozilla betont also, dass die Lizenzklausel in den Nutzungsbedingungen kein Eigentumsrecht an Nutzerdaten bedeutet
1 Kommentare
Hacker-News-Kommentare
Bei der Nutzung von Firefox muss man sich an die Richtlinie zur zulässigen Nutzung von Mozilla halten; darin steht, dass man keine sexuellen oder gewalttätigen Inhalte hochladen, herunterladen, übertragen, anzeigen oder darauf zugreifen darf
Mit Brendan Eich gab es einige Meinungsverschiedenheiten, aber er war ein guter Verwalter von Firefox
Firefox setzt Funktionen um, die Nutzer seit Langem fordern, trifft aber auch seltsame politische Entscheidungen
Als Chrome µBlock origin entfernte, gab es eine Chance, für Firefox zu werben, doch stattdessen entfremdet man die eigene Nutzerbasis
Firefox galt als alternativer Browser, unterscheidet sich nun aber kaum noch von nicht vertrauenswürdigen Unternehmensbrowsern
Firefox kann als Dienst von Mozilla betrachtet werden und muss daher der Richtlinie zur zulässigen Nutzung folgen
Einige Meinungen geben nicht die ganze Geschichte wieder und scheinen eher darauf ausgelegt zu sein, Empörung zu erzeugen
Mozilla erklärt, dass eine Lizenz erforderlich ist, um die grundlegenden Funktionen von Firefox zu ermöglichen
Mozilla kann den Zugang zu Firefox jederzeit einstellen, was weit von freier Software entfernt ist
Wenn man über Firefox Informationen hochlädt oder eingibt, erteilt man eine nicht exklusive, lizenzgebührenfreie, weltweite Lizenz