Thailand plant Stromabschaltung für Betrugszentren in Myanmar
- Thailand plant, am Mittwoch um 9 Uhr morgens in fünf Gebieten Myanmars die Stromversorgung, Öllieferungen und Internetdienste abzuschalten. Grund sind Sicherheitsbedenken wegen mutmaßlich von China betriebenem Callcenter-Betrug.
- Diese Gebiete werden mit Betrugsoperationen in Verbindung gebracht, die Opfer in Thailand, China und anderen Ländern ins Visier nehmen. Thailand erlitt dadurch Verluste von mehr als 80 Millionen Baht pro Tag, insgesamt 86 Milliarden Baht.
- Es wird betont, dass Sicherheitsprobleme wichtiger sind als wirtschaftliche Vorteile; Regierungsbeamte, die nicht handeln, könnten versetzt werden.
- In den Zielgebieten wurde ein ungewöhnlich hoher Stromverbrauch festgestellt, weshalb sie als Zentren groß angelegter Betrugsoperationen verdächtigt werden.
- Die Stromabschaltung soll ohne zusätzliche Genehmigung der Regierung sofort umgesetzt werden.
- Es gibt Sorgen über mögliche Vergeltungsmaßnahmen aus Myanmar, insbesondere bei der Erdgasversorgung nach Thailand, doch Thailand betont die finanziellen und gesellschaftlichen Schäden der Betrugsoperationen.
- Zwei Gebiete im Township Myawaddy in Myanmar, Shwe Kokko und KK Park, sind für kriminelle Aktivitäten berüchtigt.
- Thailand hatte bereits zuvor in drei Gebieten Myanmars den Strom abgeschaltet, um illegale Callcenter zu stören.
- Die Maßnahme erfolgt kurz vor den Feierlichkeiten zum 50. Jahrestag der diplomatischen Beziehungen zwischen Thailand und China. Dabei sollen grenzüberschreitende Verbrechen wie Online-Betrug thematisiert werden.
- Thailand betonte, dass gegen die Callcenter innerhalb der Gerichtsbarkeit Myanmars vorgegangen werden müsse; bis zu 100.000 Menschen könnten von der Stromabschaltung betroffen sein.
- Die Maßnahme steht für einen neuen Ansatz Thailands, die Stromversorgung mutmaßlicher Betrugszentren zu unterbrechen.
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