- Es gab schon lange die Hypothese, dass das Gehirn im Schlaf einen selbstreinigenden Prozess durchläuft.
- In dieser in der Zeitschrift Cell veröffentlichten Studie wurde bei Mäusen beobachtet, dass die periodische Verengung der Hirngefäße sowie die Ausschüttung von Noradrenalin (norepinephrine) die Zirkulation der Zerebrospinalflüssigkeit fördern.
- Noradrenalin verengt die Gefäße regelmäßig, wodurch die beim Blutransport entstehenden Räume und Strömungen die Zerebrospinalflüssigkeit aktiv mitbewegen und als eine Art „Pumpe“ wirken.
- Als die Mäuse natürlich in den Non-REM-Schlaf übergingen, stieg der Noradrenalinspiegel in etwa 50-Sekunden-Intervallen an, während Blutfluss und Zerebrospinalflüssigkeitsfluss gemeinsam oszillierten.
- Im Gegensatz dazu war dieser Rhythmus im Wachzustand oder während des REM-Schlafs weniger ausgeprägt.
- Früher wurde die Bewegung der Zerebrospinalflüssigkeit meist anhand narkotisierter Mäuse untersucht; diese Studie wurde jedoch im natürlichen Schlafzustand mit implantierten Elektroden und faseroptischen Kabeln gemessen.
- Als die Ausschüttungsrate von Noradrenalin künstlich erhöht wurde, wurde ein Eindringen der Zerebrospinalflüssigkeit in tiefere Hirnregionen beobachtet.
- Es wurde beobachtet, dass Zolpidem (vorrangig als Ambien bekannt) Noradrenalin-Oszillationen und die Zirkulation der Zerebrospinalflüssigkeit stören könnte.
- Das Forschungsteam berichtet, dass weitere Untersuchungen notwendig sind, um zu klären, ob dieser Effekt auch beim Menschen auftritt.
- Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Pulsation von Noradrenalin ein Schlüsselmechanismus für die Entfernung von Abfallstoffen im Gehirn ist und möglicherweise zur Entwicklung sicherer und effizienterer Schlafmittel oder neuer Therapien für Hirnerkrankungen beiträgt.
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