Hilft Schlaf dabei, Abfallstoffe im Gehirn zu entfernen?
(science.org)-
Die Hypothese, dass Schlaf durch die Verarbeitung von Abfallstoffen im Gehirn die Häufigkeit von Erkrankungen wie Alzheimer senkt, ist weithin bekannt.
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Eine kürzlich in Nature Neuroscience veröffentlichte Arbeit deutet jedoch darauf hin, dass das Entsorgungssystem für Abfallstoffe im Gehirn anders funktionieren könnte als allgemein angenommen.
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In einem Experiment, bei dem Farbstoff in das Gehirn von Mäusen eingebracht und dessen Konzentration gemessen wurde, stellte sich heraus, dass die Farbstoffkonzentration im Wachzustand sogar geringer war als während des Schlafs oder unter Narkose.
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Allerdings ist umstritten, ob diese Studie als Beleg ausreicht, um die bisherige Annahme vollständig zu widerlegen, dass das Gehirn im Schlaf Abfallstoffe verarbeitet.
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Es gibt die Auffassung, dass sich während des Schlafs Neuronen zusammenziehen und sich der Druck in den Blutgefäßen verändert. Da in dem Experiment im Schlaf- und Wachzustand jeweils die gleiche Menge Farbstoff injiziert wurde, könnte dies zu einer Fehlinterpretation führen (es ist anzunehmen, dass sich sowohl das Eindringen als auch das Abfließen des Farbstoffs im Wachzustand und im Schlaf unterscheiden; mit dieser Studie lassen sich diese beiden Effekte nicht vollständig voneinander trennen).
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Das Entsorgungssystem für Abfallstoffe im Gehirn ist empfindlich, daher könnte der Vorgang der Farbstoffinjektion selbst Schäden verursacht haben.
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Kleine Farbstoffmoleküle und große Abfallmoleküle könnten im Gehirn auf unterschiedliche Weise verarbeitet werden.
3 Kommentare
Aber was genau sind eigentlich die Abfallstoffe im Gehirn?
Ich vermute, das ist ein Nebenprodukt der Energie. So wie nach dem Verbrennen von Brennholz Asche zurückbleibt, entsteht auch so etwas, wenn das Gehirn im Laufe des Tages Energie verbraucht.
Wow, ich mache mir wegen meiner Schlaflosigkeit Sorgen, also sollte ich mir das wohl genauer ansehen.