5 Punkte von ssssut 2024-12-16 | 2 Kommentare | Auf WhatsApp teilen

Ein Beitrag über ein Experiment, mit dem gemessen werden sollte, wie lange RAM-Daten nach dem Ausschalten des Computers erhalten bleiben, da DRAM regelmäßig aufgefrischt werden muss, um Daten zu speichern.

Testumgebung

  • NovaCustom-Laptop mit DDR5-SODIMM
  • Desktop mit MSI PRO Z790-P WIFI Board und DDR4-DIMM
  • Temperatur konstant bei 19–20 °C, Luftfeuchtigkeit bei 33 %

Testergebnisse

DDR5-Laptop

  • Der Großteil der Daten ging innerhalb von 1 Sekunde nach dem Trennen der Stromversorgung verloren
  • Selbst im besten Fall wurden Bitänderungsraten von 36,06 %, 39,28 % und 41,04 % gemessen

DDR4-Desktop

  • Die Datenhaltezeit war deutlich länger
  • Unmittelbar nach dem Trennen der Stromversorgung: 0,08 % Bitänderung, nach 10 Sekunden: 6,32 % Bitänderung, nach 2 Minuten: etwa 49,51 % Bitänderung

Einfluss der DIMM-Topologie

  • DDR5: Ähnliche Veränderungsmuster zwischen Bit 0–31 und 32–63
  • DDR4: Deutliche Unterschiede zwischen aufeinanderfolgenden 8-Bit-Gruppen beobachtet

Fazit und Implikationen

Die genaue Ursache für diese Unterschiede muss noch geklärt werden, und es sollten Tests auf mehr Plattformen durchgeführt werden. Dennoch zeigt sich: (1) RAM-Daten verschwinden nach dem Trennen der Stromversorgung nicht sofort, (2) je nach DDR-Generation und Hardware-Konfiguration gibt es große Unterschiede bei der Datenhaltezeit

2 Kommentare

 
ikkoz 2024-12-16

Ich meine, ich habe vor langer Zeit irgendwo gelesen, dass es eine Methode gibt, den Speicher eines laufenden Systems mit flüssigem Stickstoff einzufrieren und dann die Daten des Festplattenverschlüsselungsschlüssels aus dem Speicher zu extrahieren.

 
depth221 2024-12-17

Sie meinen vermutlich den Cold Boot Attack.