Experiment zur Dauer der Datenspeicherung in RAM (Random-Access Memory) nach dem Trennen der Stromversorgung
(blog.3mdeb.com)Ein Beitrag über ein Experiment, mit dem gemessen werden sollte, wie lange RAM-Daten nach dem Ausschalten des Computers erhalten bleiben, da DRAM regelmäßig aufgefrischt werden muss, um Daten zu speichern.
Testumgebung
- NovaCustom-Laptop mit DDR5-SODIMM
- Desktop mit MSI PRO Z790-P WIFI Board und DDR4-DIMM
- Temperatur konstant bei 19–20 °C, Luftfeuchtigkeit bei 33 %
Testergebnisse
DDR5-Laptop
- Der Großteil der Daten ging innerhalb von 1 Sekunde nach dem Trennen der Stromversorgung verloren
- Selbst im besten Fall wurden Bitänderungsraten von 36,06 %, 39,28 % und 41,04 % gemessen
DDR4-Desktop
- Die Datenhaltezeit war deutlich länger
- Unmittelbar nach dem Trennen der Stromversorgung: 0,08 % Bitänderung, nach 10 Sekunden: 6,32 % Bitänderung, nach 2 Minuten: etwa 49,51 % Bitänderung
Einfluss der DIMM-Topologie
- DDR5: Ähnliche Veränderungsmuster zwischen Bit 0–31 und 32–63
- DDR4: Deutliche Unterschiede zwischen aufeinanderfolgenden 8-Bit-Gruppen beobachtet
Fazit und Implikationen
Die genaue Ursache für diese Unterschiede muss noch geklärt werden, und es sollten Tests auf mehr Plattformen durchgeführt werden. Dennoch zeigt sich: (1) RAM-Daten verschwinden nach dem Trennen der Stromversorgung nicht sofort, (2) je nach DDR-Generation und Hardware-Konfiguration gibt es große Unterschiede bei der Datenhaltezeit
2 Kommentare
Ich meine, ich habe vor langer Zeit irgendwo gelesen, dass es eine Methode gibt, den Speicher eines laufenden Systems mit flüssigem Stickstoff einzufrieren und dann die Daten des Festplattenverschlüsselungsschlüssels aus dem Speicher zu extrahieren.
Sie meinen vermutlich den Cold Boot Attack.