- Fazit von Tom's Hardware: Eine hervorragende Weiterentwicklung des Raspberry Pi 400, die die starke Leistung des Raspberry Pi 5 in einen praktischen Formfaktor packt. Exzellente Thermik und sogar Overclocking auf 3 GHz sind möglich.
- Vorteile: hervorragende Thermik, praktischer Formfaktor, von Haus aus schnell und noch weiter beschleunigbar
- Nachteile: umständlicher GPIO-Zugriff, kein NVMe-Speicher, keine Anschlüsse für Kamera und Touch-Display
Technische Daten des Raspberry Pi 500
- SoC: BCM2712 SoC Arm Cortex-A76 64-Bit-CPU, 2,4 GHz
- GPU: 800 MHz VideoCore VII GPU, Unterstützung für OpenGL ES 3.1 und Vulkan 1.2
- Display: 2 x 4Kp60-HDMI-Ausgang, HDR-Unterstützung
- RAM: 8GB LPDDR4X SDRAM
- Speicher: Micro SD (SDR104-kompatibel)
- GPIO: 40-Pin, kompatibel mit Raspberry Pi HAT
- USB: 1 x USB 2, 2 x USB 3
- Netzwerk: Gigabit-Ethernet
- Wi-Fi / Bluetooth: Dual-Band 802.11ac, Bluetooth 5 / BLE
- Power-Button: Soft-Power-Button auf der Tastatur
- Stromversorgung: 5V 4A USB C
- Abmessungen: 286 × 122 × 23 mm
Design des Raspberry Pi 500
- Der Raspberry Pi 500 ist eine Tastatur mit integriertem Raspberry Pi 5 und hat einen ähnlichen Formfaktor wie der Raspberry Pi 400
- Insgesamt setzt er auf ein weißes Farbschema
- Alle Ports befinden sich auf der Rückseite des Gehäuses, was ein sauberes Kabelmanagement ermöglicht
- Die Tastatur reagiert gut und verfügt über einen Power-Button
Zerlegung des Raspberry Pi 500
- Der Raspberry Pi 500 lässt sich leicht öffnen; im Inneren umschließt ein großer Aluminium-Kühlkörper PCB und Tastatur
- Es gibt Platz für eine NVMe-SSD, tatsächlich fehlt jedoch der Anschluss
- Der RP2-B2-Chip wird als Tastatur-Controller verwendet
Thermik und Stromverbrauch des Raspberry Pi 500
- Er zeigt eine ähnliche Thermik wie der Raspberry Pi 400 und hält auch bei Overclocking auf 3 GHz eine starke Leistung
- Im Auslieferungszustand läuft er mit 1,5 GHz und bleibt bei 31,2°C
- Während eines 5-minütigen Stresstests arbeitet er mit 2,4 GHz und steigt auf bis zu 51°C. Der Stromverbrauch liegt bei maximal 8,8W
Overclocking-Potenzial des Raspberry Pi 500
- Der Raspberry Pi 500 lässt sich stabil auf bis zu 3 GHz übertakten (bei 64,8°C)
- Durch Spannungsanpassung bleibt die Stabilität erhalten, die Leistung ist ausgezeichnet
Micro-SD-Karten-Performance des Raspberry Pi 500
- Die Boot-Zeit von 19,86 Sekunden ist beeindruckend, Lese- und Schreibleistung sind jedoch langsamer als bei NVMe
- Raspberry Pi OS ist schnell und reaktionsfreudig
GPIO-Zugriff beim Raspberry Pi 500
- Für den GPIO-Zugriff wird ein Breakout-Board benötigt; bereitgestellt werden dieselben Pins wie beim bisherigen Raspberry Pi 5
Einsatzszenarien des Raspberry Pi 500
- Als moderne Alternative zu Home-Computern der 1980er Jahre bietet er genug Rechenleistung, um als Desktop-Computer genutzt zu werden
- Ideal für Einsteiger, Studierende oder leichte Desktop-Arbeiten
Fazit
- Der Raspberry Pi 500 ist ein attraktives Paket mit starker Leistung, das sich in Bildungs- und Büroumgebungen nützlich einsetzen lässt
- Der eingeschränkte GPIO-Zugriff und das Fehlen von Kamera-/Display-Ports sind Nachteile
2 Kommentare
Einer meiner Freunde hat mit einem Raspberry Pi einen Coin-Bot gebaut und handelt damit ständig weiter. Soweit ich gehört habe, fallen bei Nutzung der Coinone-API keine Gebühren an. Soweit ich weiß, hat er damit deutlich mehr Geld verdient als gedacht, deshalb verfolge ich seitdem weiter die Neuigkeiten rund um den Raspberry Pi – umso erfreulicher ist diese Nachricht.
Hacker-News-Kommentare
Schade ist, dass beim Design des Pi 500 keine M.2-HAT-Funktion integriert wurde. Hätte man eine SSD einfach einbauen können, wäre der Einsatzbereich des Produkts deutlich größer gewesen.
Es gibt viel Kritik am Pi 500, aber wenn man bedenkt, dass ein leichtes Gerät mit geringem Stromverbrauch Konnektivität und Lernmöglichkeiten bieten kann, ist es eine gute Lösung.
Für die Zielgruppe mag es in Ordnung sein, alles über eine SD-Karte zu betreiben, aber keinen M.2-Slot anzubieten, halte ich für einen Fehler.
Ich habe auf die Veröffentlichung des Pi 500 gewartet, und er wird zu Hause, wo bereits ein Pi 400 im Einsatz ist, ein großes Upgrade sein.
Ein Monitor mit 45 % Farbraumabdeckung bietet kein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Für $100 bekommt man portable Monitore mit vollständiger sRGB-Abdeckung und hoher Bildwiederholrate.
Ich habe den Pi 400 impulsiv gekauft, aber als mein Hauptrechner und mein Zweitrechner ausgefallen waren, war er nützlich.
Ich benutze den neuen Pi-Monitor seit einigen Wochen, und er erinnert mich an frühere Apple-Displays.
Für Elektronikprojekte nutze ich hauptsächlich PI-Boards mittlerer Größe, aber als Backup-Maschine oder für Self-Hosting-Projekte könnten Mini-PCs kosteneffizienter und besser organisiert sein.
Wegen des Pi 500, des Monitors und des fehlenden M.2-Slots vermute ich, dass ein günstiger Laptop für Studierende in Entwicklung ist.
Die Idee einer günstigen PC-/Tastatur-Kombination ist gut und weckt Nostalgie nach dem Amiga 500, C64 und Atari ST.