Schützt die Musik, schützt das Archiv!
(savethearchive.com)-
Mehr als 500 Musikerinnen und Musiker erheben ihre Stimme und fordern, dass große Plattenfirmen ihre Klage einstellen, mit der sie das Internet Archive zerstören wollen. Sie drängen darauf, dass die Musikindustrie im Einklang mit den Interessen der Künstlerinnen und Künstler handelt.
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Offener Brief von Musikerinnen und Musikern für Fairness und Bewahrung
- Die Musikindustrie sollte das künstlerische Erbe und die Zukunft von Musikerinnen und Musikern unterstützen, nicht die Interessen von Aktionären. Sie wenden sich gegen die ungerechtfertigte Klage der großen Plattenfirmen, und das Internet Archive ist eine wichtige gemeinnützige Kulturinstitution.
- Es wird erwartet, dass die Umsätze der Musikindustrie bis 2031 100 Milliarden US-Dollar übersteigen, doch durchschnittliche Musikerinnen und Musiker haben Mühe, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Aufgrund von Tourkosten und der Unfairness des Streaming-Erlösmodells haben Musikerinnen und Musiker zu kämpfen.
- Die Musikindustrie steckt nicht länger in Schwierigkeiten. Nur die Musikerinnen und Musiker tun es.
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Schutz eines vielfältigen musikalischen Erbes
- Die Musikindustrie hat eine moralische Pflicht, Geschichte zu bewahren. Doch ohne digitale Archivierung drohen ältere Aufnahmen zu verschwinden. Das Projekt des Internet Archive hat zahllose Aufnahmen gerettet, doch große Plattenfirmen reagieren mit Klagen.
- Musikerinnen und Musiker sowie Plattenfirmen sollten mit kulturellen Hütern wie dem Internet Archive zusammenarbeiten.
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In aktive Musikerinnen und Musiker investieren
- Musikrechte sind ein Geschäft im Umfang von 40 Milliarden US-Dollar, doch den Großteil der Erlöse streichen Private-Equity-Firmen ein. Musikerinnen und Musiker erhalten nur 12 % der Einnahmen.
- Die Einnahmen aus Tourneen sind gestiegen, doch Musikerinnen und Musiker machen weiterhin Verlust. Mit steigenden Tourkosten geraten Musikerinnen und Musiker weiter unter Druck.
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Faire Vergütung durch Streaming-Dienste
- Die Musikindustrie stellt Großkonzerne über Musikerinnen und Musiker. Lobbyorganisationen sollten ihre Kraft darauf verwenden, dafür zu sorgen, dass Regierungen Streaming-Plattformen angemessen besteuern.
- Gesetzesinitiativen für eine faire Streaming-Vergütung wurden eingebracht, und viele Musikerinnen und Musiker schließen sich ihnen an.
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Eine nachhaltige Zukunft für die Musikindustrie
- Die Musikindustrie kann ohne Musikerinnen und Musiker nicht überleben. Für die Zukunft der Musikerinnen und Musiker und die langfristige Bewahrung ihrer Werke sind sofortige und dauerhafte Maßnahmen nötig.
1 Kommentare
Hacker-News-Meinungen
Open-Source-Projekte wie Relisten sind auf das Internet Archive angewiesen, um legal aufgenommene Konzerte von Künstlern wie den Grateful Dead langfristig zu bewahren. Das ist ein wertvoller öffentlicher Dienst für Millionen Musikfans und ein großer Gewinn für die amerikanische Geschichte und Kultur
Die Urheberrechtsprobleme müssen aufhören. Sie verhindern, dass großartige Musik entsteht oder veröffentlicht wird. Einige Musiker erhalten Tantiemen, aber die meisten verdienen mit Streaming fast nichts und kommen selbst mit Plattenverkäufen kaum über die Runden. Wenn man alles sampeln und remixen könnte, wäre es in Ordnung, dafür nichts zu bekommen
Es ist eine verbreitete Vorstellung, dass Bands CDs perfekt mastern, produzieren und dann streamen. Aber echte Bands wie Fleetwood Mac spielen ihre Songs bei Konzerten jedes Mal anders. Verschiedene Versionen eines Songs zu hören, ist frisch und unterhaltsam. Ich denke, die Verkäufe würden steigen, wenn Bands mehrere „Radio-Edits“ der besseren Songs produzieren würden
Die künftigen Einnahmen von Musikern werden aus Live-Auftritten kommen, nicht aus aufgezeichneter Musik. Aufgezeichnete Musik wird zum Marketinginstrument für Live-Auftritte werden. Clevere Musiker wie Taylor Swift haben das bereits verstanden
Wenn man Musiker bei Konzerten fragt, wie man sie unterstützen kann, sagen sie einem, man solle statt einer CD lieber ein T-Shirt kaufen. Das ist seltsam
Lobbyorganisationen sollten sich nicht auf die Seite monopolistischer Unternehmensakteure stellen, sondern dafür sorgen, dass der Staat Streaming-Plattformen angemessen besteuert, um Künstler zu unterstützen. Wenn Verträge zwischen Streaming-Plattformen und Plattenlabels Musikern nicht genug Einnahmen bringen, sollten diese Verträge neu verhandelt werden. Wenn Musiker nicht die Verhandlungsmacht dafür haben, sollte der Staat das lösen. Es ist seltsam, dass eine Steuer das übernehmen soll, was eigentlich Tantiemen leisten sollten
Viele Netlabels hosten ihre Veröffentlichungen im Internet Archive. Einige reichen bis in die frühen 2000er Jahre zurück
Die Musik, die wir heute machen, hat Wert, und die Branche sollte sie auch so behandeln und faire Tantiemen für Streams zahlen. Aber im globalen Kapitalismus ist die Höhe des Geldes nicht mehr proportional zu dem Wert, den man anderen bringt. Stattdessen ist sie proportional dazu, wie effektiv man bestehende Machtstrukturen vergrößert. Mit Großunternehmen wie der Musikindustrie sollte man nicht verhandeln, sondern Musik direkt selbst machen und verkaufen
Ich frage mich, ob es einen Weg zu einem Kompromiss gibt, ohne die Urheberrechte von Musikern zu verletzen
Ich frage mich, was passieren wird, falls das Internet Archive verliert