9 Punkte von xguru 2024-12-02 | 5 Kommentare | Auf WhatsApp teilen
  • Dennis Crowley, der bereits Foursquare gegründet hat, hat seine Karriere an der Schnittstelle von Technologie und menschlichem Verhalten aufgebaut
  • Diesmal hat er Hopscotch Labs gegründet, um Augmented Reality (AR) mit KI und Ohrhörern (z. B. AirPods) neu zu definieren
  • Hopscotch Labs entwickelt derzeit den Dienst "BeeBot", der Ohrhörer, Smartphones und KI kombiniert, um Informationen über die Umgebung bereitzustellen
    • BeeBot liefert Ortsinformationen, während Nutzer mit eingesetzten Ohrhörern unterwegs sind
    • Beispiel: Per Audio wird vermittelt, wie lange sich Freunde an einem bestimmten Ort aufgehalten haben oder welche Nachrichten Nutzer dort hinterlassen haben
  • Crowley betont, dass er „nicht auf visuelles AR wartet, sondern Audio-basiertes AR sofort umsetzt“
    • Er erklärt das mit dem Konzept einer „Marauder’s Map für AirPods“
      • Die magische Karte aus Harry Potter: In Hogwarts ist in Echtzeit sichtbar, wie sich Menschen im Inneren bewegen
  • Die Weiterentwicklung von KI und die weite Verbreitung von Ohrhörern sind die zentralen Trends
    • Laut Statista nutzen 34,4 % der erwachsenen US-Bevölkerung Apple-Ohrhörer (AirPods oder Beats)
  • Crowley will an dieser technologischen Schnittstelle neue Formen von User Experience schaffen
    • So wie Dodgeball und Foursquare die Verschmelzung von Mobile, GPS und sozialen Netzwerken vorausgesehen haben, soll auch dieses Projekt künftige Technologietrends antizipieren

So funktioniert BeeBot

  1. Nach der Installation der iPhone-App und dem Einrichten der Berechtigungen erscheint beim Aufsetzen der Ohrhörer eine Aktivierungsbenachrichtigung von BeeBot
  2. Wenn Nutzer unterwegs an einem bestimmten Ort vorbeikommen, erhalten sie Informationen zu diesem Ort
  3. Nachrichten, die Nutzer an einem Ort hinterlassen haben (z. B. „wie ein Tweet auf Twitter“), werden als Audio wiedergegeben

Crowleys Ansatz und die Rolle der KI

  • Crowley ist der Ansicht, dass KI über bloßes Filtern von Daten hinausgehen und personalisierte Informationen liefern sollte
    • Derzeit experimentiert Hopscotch Labs mit verschiedenen KI-Modellen wie OpenAI und Claude
    • Ziel ist die Entwicklung eines „KI-Begleiters“, der Informationen aus der unmittelbaren Umgebung des Nutzers sofort bereitstellt
    • Crowley vergleicht das mit einer „persönlichen Assistenz, inspiriert von Scarlett Johansson in 'Her'“

Crowleys Vision für die Zukunft

  • Das Problem der Informationsdichte lösen
    • In einer Zeit explodierender Informationsmengen wird untersucht, ob KI die Datenüberlastung verringern und selektiv relevante Informationen für Nutzer bereitstellen kann
  • Über den Social Graph hinaus
    • Informationen sollen nicht nur über bestehende Freundesnetzwerke, sondern auf Basis von geografischer Position und Kontext gefiltert werden
  • Persönliche Assistenz und digitaler Begleiter
    • KI soll alltägliche Erfahrungen der Nutzer verbessern und menschlichere Verbindungen ermöglichen
    • Eigene KI soll diese Inhalte filtern und mit anderen Elementen kombinieren

Eindrückliche Aussagen

  • Crowleys Mission: „Etwas zu bauen, das Menschen hilft, sich von Bildschirmen zu lösen und die Welt um sie herum besser zu erleben
  • In einem Pitch-Gespräch mit einem VC
    • VC: „Warum glauben Sie, dass das erfolgreich sein wird?“
    • Crowley: „Wir werden Menschen dazu bringen, sich zu verlieben.“
    • VC: „Wie wollen Sie das machen?“
    • Crowley: „Tja, ich weiß es nicht genau. Wir werden einfach so lange weiterbauen, bis wir etwas finden, das die Menschen lieben werden.“

5 Kommentare

 
savvykang 2024-12-03

Es wirkt, als sei lediglich das Medium von Text zu Audio gewechselt worden, doch im Kern bleibt es eine Wiederholung des Aufmerksamkeitsgeschäfts.

 
iyeti 2024-12-03

Wäre schön, wenn es klappt, aber ich glaube, es wird mit Werbung zugepflastert sein ... haha

 
laeyoung 2024-12-02

Das erinnert mich an das hier, das Google Maps vor 10 Jahren gemacht hat.
https://theverge.com/2014/4/…

Der Unterschied scheint zu sein, dass sich hierbei im Virtuellen beim Herumlaufen der reale Audio-Track und der Audio-Guide mischen, während dort Audio abgespielt wird, wenn man in der realen Welt herumläuft. In der Praxis dürfte sich das aber doch deutlich unterscheiden, oder?

 
gritgrit 2024-12-02

Es lebe die Sonne

 
xguru 2024-12-02

Wenn man an einem bestimmten Ort ankommt, an dem man zum ersten Mal ist, wäre es eigentlich schön, wenn eine KI die Nachrichten von Freunden oder von Personen, denen man folgt, aggregieren und in einer einzigen Zusammenfassung vorlesen könnte.

"Ich empfehle das Restaurant OOO, das man sieht, wenn man in diese Gasse hineingeht"
"Dein Freund X hat diesen Ort vor Kurzem besucht und blabla hinterlassen"