- Google hat seine „site reputation abuse policy“ aktualisiert und beginnt hart gegen Methoden vorzugehen, die Suchmaschinenoptimierung (SEO) missbrauchen
- Die wichtigste Änderung zielt auf die Praxis ab, dass Dritte auf News- und Review-Seiten Produktbewertungsinhalte veröffentlichen und dabei die Domain-Autorität nutzen, um höhere Rankings zu erzielen
- Solche Inhalte bewerten Produkte, die nichts mit dem Fachgebiet der jeweiligen Website zu tun haben, und verschlechtern die Nutzererfahrung
- Auf Subdomains großer Websites wie Forbes, CNN, Wall Street Journal und Time ist der Traffic stark zurückgegangen
- Bei Suchanfragen wie „Best CBD Gummies“ war Forbes im Ranking überwältigend dominant, doch nach diesem Update sind die Rankings der Subdomains um bis zu 97 % eingebrochen
- Der wirtschaftliche Verlust durch den Traffic-Rückgang beläuft sich auf etwa 7,5 Millionen US-Dollar
- Betroffen waren Subdomains wie „Time Stamped“ von Time und „Forbes Advisor“ von Forbes; die Haupt-URLs für News-Inhalte blieben unberührt
- Parasite SEO bezeichnet eine unethische SEO-Praxis, bei der die Glaubwürdigkeit etablierter Domains genutzt wird, um Verkäufe anzukurbeln
- Beispiel: Die Forbes-Subdomain „Forbes Marketplace“ nutzte die lange Domain-Historie, um Produktreview-Inhalte weit oben zu platzieren
- Mit Suchanfragen wie „Best CBD Gummies“, „Best Pet Insurance“ und „How to Get Rid of Roaches“ erzielte sie Top-Ergebnisse und generierte Einnahmen
- Diese Praxis wird als „unfair und ausbeuterisch“ bewertet
- Google stellt klar, dass Review-Inhalte unter Nutzung von Drittanbieter-Content als Spam betrachtet und in den Suchrankings stark herabgestuft werden
- Bereits anerkannte Formate für Drittanbieter-Inhalte (Wire-Service-Berichte, Content-Syndication, klar gekennzeichnete Sponsored-Inhalte usw.) sind davon nicht betroffen
- Google geht aktiv gegen diese Änderungen vor, indem es auf Websites, die gegen die Richtlinie verstoßen, „Manual Action“ anwendet
- Time Stamped fiel in den Suchrankings um bis zu 97 %
- Forbes Advisor fiel um 43 %
4 Kommentare
Von Forbes zum schlimmsten Google-Update gewählt (voraussichtlich)
Google - Updating our site reputation abuse policy
Forbes Marketplace – Die Wahrheit über ein parasitäres SEO-Unternehmen, das seinen Wirt auffrisst
Hacker-News-Kommentare
Es gibt Verwirrung über Googles neue Richtlinie. Schon früher wurde über Probleme mit der Suchqualität diskutiert, und Spam-Inhalte wie bei Mahalo wurden schnell blockiert. Heute sind KI und Spam jedoch deutlich aggressiver, was das Problem verschärft. Das Grundproblem ist, dass sich Spam finanziell lohnt.
Es gab eine Diskussion über Forbes Marketplace und "parasite SEO".
Google sollte auch andere Seiten blockieren. Bei der Suche nach "Best CBD Gummies" erscheinen oberflächliche Vergleichsseiten. Man kann nicht sagen, dass Forbes schlimmer ist als die anderen Seiten.
Ganze Abteilungen sind nutzlos geworden. Das wird nicht bedauert.
Es wird gefragt, warum Google große Content-Spam-Seiten wie Forbes oder Business Insider nicht manuell blockiert. Nötig ist, das Problem tatsächlich zu lösen.
Es scheint, als habe Google begonnen, dieses Problem anzugehen, weil Konkurrenten wie OpenAI zu einer Bedrohung für das eigene Geschäft werden. Es gibt Unmut darüber, dass Nutzer so lange unter schlechten Ergebnissen leiden mussten.
Laut Googles offizieller Stellungnahme können solche bezahlten Platzierungen für Außenstehende intransparent sein. Bei der Verfolgung böswilliger Akteure wie Forbes ist es schwer, Kollateralschäden zu vermeiden. Es ist erfreulich, dass Google versucht, dieses Problem zu lösen.