5 Punkte von GN⁺ 2024-11-19 | Noch keine Kommentare. | Auf WhatsApp teilen
  • Das US-Justizministerium (Department of Justice, DOJ) will einen Richter dazu auffordern, Alphabet-Tochter Google zum Verkauf des Chrome-Browsers zu verpflichten
  • Dies ist eine Maßnahme infolge des Urteils, dass Google auf dem Suchmarkt ein rechtswidriges Monopol ausgeübt habe; möglicherweise werden auch Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Betriebssystem Android und Künstlicher Intelligenz (KI) einbezogen
  • Falls Richter Amit Mehta die vorgeschlagenen Maßnahmen akzeptiert, könnte dies den Suchmarkt und die KI-Industrie tiefgreifend verändern

Warum der Chrome-Browser verkauft werden soll

  • Chrome ist weltweit der meistgenutzte Browser und dient als zentraler Zugangsweg zur Google-Suchmaschine
  • Der Chrome-Browser hält in den USA rund 61 % des Browser-Markts (laut Daten von StatCounter)
  • Das Justizministerium plant, vorrangig andere Abhilfemaßnahmen zu prüfen, falls ein Verkauf von Chrome nicht erforderlich ist, um einen wettbewerblichen Markt zu schaffen
  • Eine erzwungene Veräußerung des Android-Betriebssystems ist nicht vorgesehen

Googles Berufung und weitere Maßnahmen

  • Richter Mehta entschied, dass Google im Markt für Online-Suche und Textwerbung gegen das Kartellrecht verstoßen habe
  • Google plant, gegen das Urteil Berufung einzulegen; die endgültige Entscheidung wird für August 2025 erwartet
  • Das Justizministerium schlägt vor, Google zur Lizenzierung von Suchergebnissen und Daten zu verpflichten und Websites mehr Möglichkeiten zu geben, die Nutzung ihrer Inhalte für die Erstellung von KI-Modellen zu blockieren
  • Ebenfalls vorgeschlagen wurde, Googles Android-Betriebssystem von anderen Produkten wie der Suche und dem App Store zu entkoppeln
  • Dazu gehören auch Maßnahmen, die Werbekunden mehr Datenzugang und Kontrolle einräumen

KI-Funktionen und die Frage der Datenlizenzierung

  • Google zeigt am oberen Rand der Suchergebnisse "AI Overviews" an, die KI-basierte Antworten liefern
  • Website-Betreiber beklagen, dass sie durch die Funktion AI Overviews in den Suchergebnissen nach unten gedrängt werden und dadurch Traffic und Werbeeinnahmen sinken
  • Das Justizministerium erwägt Maßnahmen, Google zum Verkauf von "Klick- und Abfragedaten" oder zum getrennten Vertrieb von Suchergebnissen zu verpflichten
  • Solche Maßnahmen würden konkurrierenden Suchmaschinen und KI-Startups helfen, ihre Qualität zu verbessern und eigene Suchindizes aufzubauen

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