US-Justizministerium (DOJ) drängt auf Verkauf von Chrome, um Googles Suchmonopol zu brechen
(bloomberg.com)- Das US-Justizministerium (Department of Justice, DOJ) will einen Richter dazu auffordern, Alphabet-Tochter Google zum Verkauf des Chrome-Browsers zu verpflichten
- Dies ist eine Maßnahme infolge des Urteils, dass Google auf dem Suchmarkt ein rechtswidriges Monopol ausgeübt habe; möglicherweise werden auch Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Betriebssystem Android und Künstlicher Intelligenz (KI) einbezogen
- Falls Richter Amit Mehta die vorgeschlagenen Maßnahmen akzeptiert, könnte dies den Suchmarkt und die KI-Industrie tiefgreifend verändern
Warum der Chrome-Browser verkauft werden soll
- Chrome ist weltweit der meistgenutzte Browser und dient als zentraler Zugangsweg zur Google-Suchmaschine
- Der Chrome-Browser hält in den USA rund 61 % des Browser-Markts (laut Daten von StatCounter)
- Das Justizministerium plant, vorrangig andere Abhilfemaßnahmen zu prüfen, falls ein Verkauf von Chrome nicht erforderlich ist, um einen wettbewerblichen Markt zu schaffen
- Eine erzwungene Veräußerung des Android-Betriebssystems ist nicht vorgesehen
Googles Berufung und weitere Maßnahmen
- Richter Mehta entschied, dass Google im Markt für Online-Suche und Textwerbung gegen das Kartellrecht verstoßen habe
- Google plant, gegen das Urteil Berufung einzulegen; die endgültige Entscheidung wird für August 2025 erwartet
- Das Justizministerium schlägt vor, Google zur Lizenzierung von Suchergebnissen und Daten zu verpflichten und Websites mehr Möglichkeiten zu geben, die Nutzung ihrer Inhalte für die Erstellung von KI-Modellen zu blockieren
- Ebenfalls vorgeschlagen wurde, Googles Android-Betriebssystem von anderen Produkten wie der Suche und dem App Store zu entkoppeln
- Dazu gehören auch Maßnahmen, die Werbekunden mehr Datenzugang und Kontrolle einräumen
KI-Funktionen und die Frage der Datenlizenzierung
- Google zeigt am oberen Rand der Suchergebnisse "AI Overviews" an, die KI-basierte Antworten liefern
- Website-Betreiber beklagen, dass sie durch die Funktion AI Overviews in den Suchergebnissen nach unten gedrängt werden und dadurch Traffic und Werbeeinnahmen sinken
- Das Justizministerium erwägt Maßnahmen, Google zum Verkauf von "Klick- und Abfragedaten" oder zum getrennten Vertrieb von Suchergebnissen zu verpflichten
- Solche Maßnahmen würden konkurrierenden Suchmaschinen und KI-Startups helfen, ihre Qualität zu verbessern und eigene Suchindizes aufzubauen
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