- 99 % der Unternehmensführung planen in Zukunft Investitionen in AI. Doch zum ersten Mal seit der Einführung von generativer AI verlangsamt sich unter Arbeitnehmern weltweit die AI-Einführungsrate, und die Begeisterung für AI kühlt ab.
- Die Workforce-Index-Studie von Slack (unter mehr als 17.000 Büroangestellten) liefert Einblicke dazu, warum Beschäftigte die Nutzung von AI verheimlichen, zur Sorge, dass AI-Tools die Arbeitslast erhöhen könnten, und dazu, wie jüngere Generationen AI-Technologien optimal einsetzen.
Zentrale Studienergebnisse
- AI-Investitionspläne der Führungsebene: 99 % planen, dieses Jahr in AI zu investieren, und 97 % empfinden Dringlichkeit dabei, AI in den Geschäftsbetrieb zu integrieren.
- Nachlassende AI-Begeisterung: In den letzten drei Monaten hat sich die AI-Einführung in mehreren Ländern, darunter die USA und Frankreich, verlangsamt. Die weltweite Begeisterung für AI ist ebenfalls um 6 % gesunken.
- Unbehagen bei der AI-Nutzung: 48 % der Büroangestellten gaben an, dass es ihnen unangenehm ist, ihren Vorgesetzten offenzulegen, dass sie AI bei der Arbeit genutzt haben. Gründe dafür sind, dass sich die AI-Nutzung wie Schummeln anfühlt, sie für unfähig gehalten werden könnten oder als faul erscheinen könnten.
- Mangel an AI-Weiterbildung: 61 % der Büroangestellten haben insgesamt weniger als 5 Stunden in das Lernen von AI investiert, was die AI-Einführung verzögert.
- Wunsch nach Upskilling: 76 % der Beschäftigten möchten AI-Experten werden; die wichtigsten Gründe sind Branchentrends und persönliche Ziele.
[Ursachen der verlangsamten AI-Einführung]
Unsicherheit und Unbehagen bei AI-Normen
- Viele Beschäftigte antworteten, dass sie nicht wissen, welche AI-Nutzung im Unternehmen erlaubt ist.
- 48 % der Beschäftigten empfinden es als unangenehm, ihren Vorgesetzten die AI-Nutzung offenzulegen. Die Hauptgründe sind, dass sie wie Schummeln wirken könnte, als mangelnde Kompetenz bewertet werden könnte oder faul erscheinen könnte.
AI erfüllt die Erwartungen nicht
- Von AI wurde erwartet, dass sie Beschäftigten hilft, Aufgaben schneller und effizienter zu erledigen, tatsächlich kann sie jedoch zu mehr Routineaufgaben und höherer Arbeitslast führen.
- Beschäftigte möchten mit AI Zeit auf sinnvolle Tätigkeiten verlagern, erwarten aber tatsächlich, mehr Zeit für administrative Aufgaben aufwenden zu müssen.
[Konkrete Maßnahmen für Führungskräfte]
AI-Team-Building-Übungen
- Wenn die Normen für die AI-Nutzung unklar sind, können AI-Team-Building-Übungen helfen, unterschiedliche Perspektiven zu klären und kreative AI-Anwendungsfälle zu erschließen.
- Ausbau von AI-Schulungsprogrammen: Führungskräfte sollten Beschäftigten klare Erlaubnis, Education und Training (PET: Permission, Education, Training) bieten, damit sie AI-Kompetenzen erwerben können.
Produktivität neu definieren
- AI-Tools steigern die Produktivität von Beschäftigten, aber das bedeutet nicht einfach eine höhere Arbeitsmenge. Führungskräfte müssen innovative und kreative Arbeit stärker gewichten.
[Ausblick auf die Zukunft von AI: drei Prognosen]
Prognose 1: Die AI-native Generation wird die AI-Einführung vorantreiben
- Laut den Daten antworteten 68 % der Büroangestellten, dass heutige Hochschulabsolventen bessere AI-Fähigkeiten haben als der durchschnittliche Beschäftigte im Unternehmen.
- Bedeutung: Führungskräfte können junge, AI-versierte Beschäftigte in einer Mentorenrolle einsetzen, um Peer-Learning zu fördern.
Prognose 2: Für die AI-native Generation besteht das Risiko sinkender sozialer Bindung
- 81 % der AI-Nutzer bitten bei wichtigen Projekten eher AI als Freunde oder Kollegen um Hilfe.
- Bedeutung: Führungskräfte sollten AI nicht nur als Effizienzwerkzeug sehen, sondern als Katalysator nutzen, um die Zusammenarbeit zwischen Menschen neu zu gestalten.
Prognose 3: Jobsuchende werden AI-kompetente Unternehmen bevorzugen
- Drei von vier Büroangestellten möchten in einem Unternehmen arbeiten, das AI-Tools bereitstellt und aktiv nutzt.
- Bedeutung: Unternehmen, die AI nur langsam nutzen oder unzureichend unterstützen, könnten Schwierigkeiten haben, Top-Talente zu gewinnen und zu halten.
Untersuchungsmethode
- Diese Studie wurde vom 2. August bis 30. August 2024 über Qualtrics unter 17.372 Büroangestellten durchgeführt.
- Die Befragten waren Büroangestellte, die weder Mitarbeiter noch Kunden von Slack oder Salesforce sind, und Vollzeitbeschäftigte (mindestens 30 Stunden pro Woche).
1 Kommentare
Der Grund, ein Tool nicht zu nutzen, sollte doch sein, dass das Tool nicht leistungsfähig genug ist.