- Der Autor und ein Kollege diskutieren gern darüber, ob die US-Wirtschaft zusammenbricht; dabei erwähnte der Kollege aus dem All-In-Podcast die Behauptung, dass 85 % des Wirtschaftswachstums im letzten Quartal auf Staatsausgaben zurückzuführen gewesen seien
- Chamath Palihapitiya, eines der Mitglieder des All-In-Podcasts, behauptete, Staatsausgaben machten 85 % des BIP aus, und sagte, ohne Staatsausgaben liege das reale Wachstum der US-Wirtschaft nur bei 15 % von 2,8 %
- Prüft man die vom Bureau of Economic Analysis des Handelsministeriums veröffentlichten Schätzungen zum BIP, dann entfallen von den 2,82 % BIP-Wachstum im 3. Quartal 0,85 % auf Staatsausgaben, also 30,1 % und nicht 85 %, wie Chamath behauptet
- Der Anteil der Staatsausgaben liegt derzeit auf einem Niveau, das seit der Zeit nach der Großen Depression üblich ist, und ist ähnlich wie vom späten Obama-Zeitraum bis zur Zeit vor COVID-19 unter der Trump-Regierung
- Chamaths Behauptung könnte kompletter Unsinn oder bewusste Irreführung sein, und auch die kritische Reaktion der Co-Hosts blieb unzureichend
- Der Autor meint, dass solche Fehler häufig vorkommen, und kommt deshalb zu dem Schluss, dass es sich nicht lohnt, deren Inhalte zu konsumieren
4 Kommentare
Es sieht so aus, als sei 0,85 in 85 % umgewandelt worden — liegt das vielleicht an Excel? Trotzdem halte ich es für völlig berechtigt, zu kritisieren, dass keine Kreuzvalidierung vorgenommen wurde. Wenn die Staatsausgaben 85 % des BIP ausmachen würden, wäre die Wirtschaft ruiniert; offenbar kam das niemandem sonderbar vor.
Hat er 0,85 % als 85 % gelesen ...
Aber selbst wenn man nur mit gesundem Menschenverstand darüber nachdenkt: dass 85 % des Wirtschaftswachstums aus Staatsausgaben stammen sollen ... selbst wenn das tatsächlich so in der Statistik stünde, würde ich das wohl noch einmal überprüfen.
All-In-Podcast
Man sollte ihn mit dem Bewusstsein hören, dass die Hosts recht exzentrisch sind, aber es ist ein guter Podcast, um sich einen Überblick über die Tech-Szene zu verschaffen.
Persönlich würde ich so einen Podcast auch gern hierzulande betreiben, haha
Es ist zwar auch ein Podcast, den ich gern höre, aber ich finde, dass der Artikel wegen nur eines einzelnen Themas zu aggressiv formuliert ist.
Ich halte es für notwendig, die von den meisten YouTubern, Podcastern und Bloggern dargestellten Fakten aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten.