- OpenAI entwickelt einen AI-Inferenzchip und gibt Pläne für ein Foundry-Netzwerk auf
- Broadcom hilft bei OpenAIs Chipdesign und unterstützt die Fertigung bei TSMC
- OpenAI diversifiziert seine Chipversorgung durch die zusätzliche Nutzung von AI-Chips von AMD
OpenAIs interne Chipdesign-Bemühungen und die Nutzung von Industriepartnerschaften
- OpenAI prüft verschiedene Optionen, um die Chipversorgung zu diversifizieren und Kosten zu senken
- Das Unternehmen will seine ehrgeizigen Foundry-Pläne vorerst aussetzen und sich auf interne Chipdesign-Bemühungen konzentrieren
- OpenAIs Strategie zeigt – ähnlich wie bei großen Wettbewerbern wie Amazon, Meta, Google und Microsoft –, wie sich die Chipversorgung sichern und Kosten steuern lassen, indem Industriepartnerschaften sowie interne und externe Ansätze kombiniert werden
- OpenAI gehört zu den größten Chipkäufern; die Entscheidung, eigene Chips zu entwickeln und zugleich von verschiedenen Chipherstellern zu beziehen, könnte weitreichende Auswirkungen auf den Technologiesektor haben
- Broadcom hilft Unternehmen wie Google dabei, Chipdesigns für die Fertigung zu verfeinern, und liefert Designbausteine, die den schnellen Datentransfer auf Chips unterstützen
- OpenAI hat sich über Broadcom Fertigungskapazitäten bei TSMC gesichert, um 2026 den ersten kundenspezifisch entworfenen Chip herstellen zu können
- Derzeit haben Nvidias GPUs einen Marktanteil von mehr als 80 %
- Doch Lieferengpässe und steigende Kosten veranlassen große Kunden wie Microsoft, Meta und nun auch OpenAI, nach internen oder externen Alternativen zu suchen
- Dass OpenAI über Microsoft Azure AMD-Chips nutzen will, zeigt, dass AMDs neuer MI300X-Chip versucht, einen Teil des von Nvidia dominierten Marktes zu erobern
- Das Training von AI-Modellen und der Betrieb von Diensten wie ChatGPT sind kostspielig
- OpenAI erwartet in diesem Jahr bei einem Umsatz von 3,7 Milliarden US-Dollar einen Verlust von 5 Milliarden US-Dollar
- Rechenkosten sind der größte Kostenblock des Unternehmens und treiben die Bemühungen an, die Auslastung zu optimieren und die Lieferantenbasis zu diversifizieren
Meinung von GN⁺
- OpenAIs interne Chipdesign-Bemühungen und die Zusammenarbeit mit verschiedenen Chipherstellern markieren einen wichtigen Wandel in der AI-Branche. Dadurch könnten neue Alternativen entstehen, die Nvidias Dominanz herausfordern und die Entwicklung von AI-Technologien beschleunigen
- Gleichzeitig könnten Bedenken hinsichtlich OpenAIs Kostenstruktur aufkommen. Angesichts der enormen Kosten für die Entwicklung von AI-Modellen und den Betrieb von Diensten stellen sich Fragen zur langfristigen Profitabilität und Nachhaltigkeit
- Zugleich dürfte das Auftreten neuer AI-Chips wie AMDs MI300X den Wettbewerb im Markt fördern und Kunden mehr Auswahl bieten. Das könnte zur Verbreitung und Kommerzialisierung von AI-Technologien beitragen
- Mit der zunehmenden Konkurrenz im Markt für AI-Chips dürfte sich die technologische Innovation beschleunigen, und die Nachfrage nach leistungsstarken, stromsparenden Chips wird voraussichtlich steigen. Entsprechend dürfte auch der Wettbewerb um Investitionen und Talente in Chipdesign und -fertigung weiter zunehmen
- Unternehmen sollten bei der Einführung von AI-Chips verschiedene Faktoren wie Leistung, Kosten, Kompatibilität und Skalierbarkeit ganzheitlich berücksichtigen. Entscheidend ist die Wahl des optimalen Chips, der zur langfristigen Technologie-Roadmap und Geschäftsstrategie passt
1 Kommentare
Hacker-News-Kommentare
OpenAI hat seinen Plan aufgegeben, ein Fabriknetzwerk namens „foundries“ für die Chipfertigung aufzubauen. Grund dafür waren Kosten- und Zeitprobleme.
OpenAI stellt viele Hardware-Ingenieure von Google ein.
Die Entwicklung von Googles TPUs wurde mit Unterstützung von Broadcom vorangetrieben.
Es gibt Bestrebungen, durch zusätzliche AMD- und NVIDIA-Chips den Infrastrukturbedarf zu decken.
OpenAI scheint eigene Rechenzentren aufzubauen, der Artikel erwähnt dies jedoch nicht ausdrücklich.
Es stellt sich die Frage, wie lange es dauern wird, den neuen Chip zu produzieren und für Training/Inferenz einzusetzen.
Abgesehen von GH Copilot wurden die gesellschaftlichen/kulturellen Auswirkungen von LLMs bislang noch nicht wirklich sichtbar.
OpenAI wollte sich durch eigenes Chipdesign und eigene Fertigung einen Wettbewerbsvorteil sichern.
Für 7 Billionen Dollar eigene Fabriken zu bauen, war ein ambitionierter und waghalsiger Plan.
Es ist schon bemerkenswert, dass die „abgespeckte“ Variante darin besteht, gemeinsam mit TSMC einen eigenen Chip zu bauen.