Vor dem Kauf eines Domainnamens prüfen, ob er verflucht ist
(bryanbraun.com)- Mitte 2022 wurde ein neuer Domainname namens
musicbox.fungekauft. Diese Domain hatte jedoch in der Vergangenheit illegale Musik gehostet. - Von 2018 bis 2021 gingen für
musicbox.funTausende Meldungen wegen Urheberrechtsverletzungen ein, und mehr als 20.000 URLs wurden aus Suchmaschinen entfernt. Dadurch litt der Ruf der Domain, was zu schlechteren Rankings in Suchmaschinen führte. - Die Formulierung, ein Domainname sei „verflucht“, beschreibt eine Situation, in der ein schlechter Ruf aus der Vergangenheit Suchmaschinen weiterhin beeinflusst und es dem neuen Eigentümer erschwert, in den Suchergebnissen aufzusteigen.
So prüft man, ob ein Domainname verflucht ist
1. Wayback Machine prüfen
- Auf archive.org kann man nach dem Domainnamen suchen und prüfen, welche Webseiten dort früher gehostet wurden.
- Dabei sollte man kontrollieren, ob es illegale oder verdächtige Inhalte gab.
2. Nach DMCA-Beschwerden suchen
- Im Google-Transparenzbericht und auf lumendatabase.org lassen sich Urheberrechtsbeschwerden zu einer Domain suchen.
- Vorsicht ist geboten, wenn viele Beschwerden vorliegen oder erst vor Kurzem eingereicht wurden.
3. Historische SEO-Daten prüfen
- Beim Kauf eines wichtigen Domainnamens ist es auch nützlich, historische SEO-Daten zu prüfen.
- Mit fortgeschrittenen SEO-Tools wie ahrefs.com kann man Informationen zu Backlinks, Ranking-Verlauf, Traffic und Domain-Autorität erhalten.
Was tun, wenn die Domain verflucht ist?
1. Mit Suchmaschinen kommunizieren
- Mit Tools wie Google Search Console und Bing Webmaster Tools kann man sich als Eigentümer der Domain registrieren und Probleme melden.
- Wenn DMCA-Beschwerden vorliegen, sollte man keine Gegendarstellung für falsche Beschwerden einreichen.
2. Best Practices stärken
- Wichtig ist, hochwertige strukturierte Inhalte und eine schnell ladende Website bereitzustellen.
- Es kann entscheidend sein, den schlechten Ruf durch neue Links zu überwinden.
3. Abwarten
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Es kann Zeit dauern, den Vertrauenswert wiederherzustellen, und manche Websites erholen sich möglicherweise nie vollständig.
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Es wäre schön, wenn Suchmaschinen-Algorithmen neuen Domaininhabern einen Neustart ermöglichen würden, aber in der Realität gibt es nur wenige Optionen: verfluchte Domainnamen vermeiden, sie bei Entdeckung aufgeben oder viel Zeit und Aufwand investieren, um den Vertrauenswert wiederherzustellen.
Zusammenfassung von GN⁺
- Wegen der Vorgeschichte der Domain
musicbox.funkam es zu Ranking-Problemen in Suchmaschinen. Das wird als Problem einer „verfluchten“ Domain beschrieben, bei der der frühere Ruf eines Domainnamens auch den neuen Eigentümer belastet. - Vor dem Kauf einer Domain sollte man ihre Vorgeschichte prüfen und problematische Domains meiden. Wenn man bereits eine verfluchte Domain besitzt, kann man das Problem durch Kommunikation mit Suchmaschinen und die Einhaltung bewährter SEO-Praktiken angehen.
- Das Problem kann durch die Intransparenz von Suchmaschinen-Algorithmen noch komplizierter werden und trägt zu Aberglauben und Mystik in der SEO-Branche bei.
1 Kommentare
Hacker-News-Kommentare
Meiner persönlichen Erfahrung nach waren DNS-Blacklist-Tools sehr nützlich, um die Sperrung einer Website aufzuheben
Es gibt auch eine Möglichkeit, zu prüfen, ob eine Domain in sozialen Medien blockiert ist
Die Meinung, dass Suchmaschinenalgorithmen neuen Domaininhabern einen Neustart ermöglichen sollten
Eine Domain für ein persönliches Projekt ist bei Google gut sichtbar, aber nicht bei Bing/DuckDuckGo
Wenn sich der Ruf in Suchmaschinen leicht zurücksetzen ließe, könnten Domains mit schlechtem Ruf leicht als unter "neuer Verwaltung" getarnt werden
Es ist gängige Praxis, alte Domains zu kaufen, um SEO-Effekte zu erzielen
Als gegenteilige Erfahrung hatte eine Domain, die früher für einen anderen Zweck genutzt wurde, Links von Wikipedia, was sich positiv auswirkte
Für grundlegende SEO-Arbeit ist es wichtig, die Domain-Historie zu prüfen und Webarchive durchzusehen
Ein Neustart für neue Domaininhaber ist wegen des Missbrauchspotenzials problematisch und schwer umzusetzen