Warum ich auf die Wayback Machine statt auf die Originalseite verlinke
(hawaiigentech.com)Zusammengefasst lautet der Artikel wie folgt.
Wenn man zur Referenz einen Link setzt, kann man aufgrund der Natur des Webs nicht sicher sein, dass der Inhalt, den man damals gesehen hat, noch mit dem Inhalt übereinstimmt, den man Jahre später sieht. Insbesondere treten die folgenden Probleme mit hoher Wahrscheinlichkeit auf.
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404 / Not Found – der häufigste Fall
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Geänderte, bearbeitete oder vollständig ersetzte Inhalte.
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Wenn die Popularität steigt, wird der Inhalt geschützt, sodass man ein Konto erstellen muss, um den vollständigen Artikel lesen zu können.
Deshalb sagt der Autor, dass eine Verlinkung auf ein Archiv (Wayback Machine) zuverlässiger ist als eine Verlinkung auf instabile, dynamische Web-Inhalte. Als Beispiel nennt der Autor Inhalte, die bis zum 14. Februar 2019 frei zugänglich waren, inzwischen aber nur noch nach dem Motto „Ohne für Journalismus zu bezahlen, bekommt man keinen Zugriff“ lesbar sind, und unterstreicht damit, warum Archive wichtig sind.
Gerade in der heutigen Zeit sei das noch notwendiger. Wir leben in instabilen Zeiten, und insbesondere durch die Covid-Pandemie und den schmerzhaften Finanzmarkt verschwinden Websites, nehmen Werbeanzeigen zu oder Nutzer werden aufgefordert, etwas zu geben, statt einfach einen Text lesen zu können.
Der Artikel argumentiert, dass es zur Vermeidung eines Qualitätsverlusts von Inhalten stabiler ist, auf robuste, unveränderliche statische Kopien zu verlinken.
4 Kommentare
Trotzdem scheint es mir eine Handlung zu sein, die Urheber zu respektieren, wenn man auf den Originaltext verlinkt.
Inhalte, die zu verschwinden scheinen, sichere ich allerdings mit
archive.is.Dazu hat ein Administrator des Wayback-Machine-Teams Folgendes gesagt.
https://news.ycombinator.com/item?id=24411324
We suggest/encourage people link to original URLs but ALSO (as opposed to instead of) provide Wayback Machine URLs so that if/when the original URLs go bad (link rot) the archive URL is available, or to give people a way to compare the content associated with a given URL over time (content drift)
Nach Möglichkeit sollte man also den „Link nicht durch die Wayback Machine ersetzen“, sondern „sowohl den Originallink als auch den Wayback-Machine-Link gemeinsam angeben“, damit der Archivlink verfügbar ist, falls das Original irgendwann nicht mehr funktioniert, oder damit man auch geänderte Inhalte miteinander vergleichen kann.
Es scheint einige Punkte zu geben, über die man nachdenken sollte. So würde überhaupt kein Traffic zum ursprünglichen Veröffentlicher fließen, und es gibt auch die Ansicht, dass man dafür ein gewisses Maß an Respekt zeigen sollte. Wenn eine Website gelöscht wurde oder sich der Pfad geändert hat und sie deshalb nicht mehr auffindbar ist, lässt sich das nicht vermeiden. Aber wenn der ursprüngliche Beitrag ganz normal noch existiert, von Anfang an auf einen solchen Link zu verweisen, wirkt auf mich nicht gerade respektvoll gegenüber dem Veröffentlicher. Andererseits wird einem dadurch noch einmal bewusst, dass es im Internet praktisch fast unmöglich ist, dass ein einmal veröffentlichter Text wirklich in Vergessenheit gerät. Das ist beängstigend.
Ich schaue es mir einmal an und lege es dann sorgfältig in Pocket ab. Schade ist nur, dass es einige Websites gibt, bei denen das Clipping in Pocket nicht gut funktioniert.
Ich habe die Zusammenfassung des Haupttexts gelesen und mir gedacht: „Oh, ach so!“ Dann habe ich die Kommentare gelesen und bin noch einmal mit dem Gefühl gegangen: „Ah … ach so.“
Es wäre gut, wenn man zwei Links angeben könnte und bei fehlendem Zugriff auf das Original automatisch auf einen Fallback weitergeleitet würde.