3 Punkte von GN⁺ 2024-10-26 | 2 Kommentare | Auf WhatsApp teilen
  • 25 % der Smartphone-Nutzer halten KI-Funktionen für wenig hilfreich, 45 % zögern, dafür eine monatliche Gebühr zu zahlen, und 34 % sorgen sich um Datenschutzprobleme
  • 52 % der Smartphone-Nutzer haben kein Interesse am Kauf eines Foldables
  • Die wichtigsten Upgrade-Motive erwachsener Smartphone-Nutzer in den USA sind längere Akkulaufzeit (61 %), mehr Speicherplatz (46 %) und bessere Kamerafunktionen (38 %). KI-Integration nennen nur 18 % als Hauptgrund

Ein Viertel der Smartphone-Nutzer ist von KI nicht angetan, kurz vor der Vorstellung von Apple Intelligence

  • Smartphone-Hersteller wie Apple, Google und Samsung betonen KI-Funktionen in ihren neuesten Geräten
  • Laut einer CNET-Umfrage hält jedoch ein Viertel der Smartphone-Nutzer diese Funktionen für wenig nützlich, und nur 18 % sagen, dass KI-Integration der Hauptgrund für ein Geräte-Upgrade ist.
  • Tatsächlich nannten die Befragten längere Akkulaufzeit (61 %), mehr Speicherplatz (46 %) und bessere Kamerafunktionen (38 %) als wichtigste Gründe für den Kauf eines neuen Geräts.
  • Apple steht vor dem öffentlichen Start von Apple Intelligence in der kommenden Woche, einschließlich Siri-Verbesserungen, KI-gestützter Schreibwerkzeuge und ChatGPT-Integration
    • Apple Intelligence soll auf iPhone-15-Pro-Modellen und der iPhone-16-Reihe verfügbar sein
  • Google hob bei der Vorstellung der Pixel-9-Serie im August ebenfalls stark KI-Funktionen hervor und erklärte vor allem neue Gemini-Funktionen wie Live, mit dem sich natürlichere Gespräche mit dem virtuellen Assistenten führen lassen
    • Beim Unpacked-Event im Juli bewarb Samsung Galaxy AI, das Aufgaben wie Nachrichtenübersetzung und Fotobearbeitung vereinfachen kann.

Mögliche Zusatzkosten für die Nutzung von KI-Funktionen

  • Während Technologieunternehmen weiter KI-Funktionen auf den Markt bringen, könnten Verbraucher dafür künftig zusätzliche Kosten tragen müssen, wenn sie diese weiter nutzen wollen.
    • Laut der Samsung-Website sollen Galaxy-AI-Funktionen auf unterstützten Galaxy-Geräten bis Ende 2025 kostenlos verfügbar sein.
    • Wer alle Gemini-Funktionen in den Google-Apps nutzen will, benötigt ein Gemini-Advanced-Abonnement.
    • Auch Apple könnte künftig Gebühren für einige KI-basierte iPhone-Funktionen verlangen.
  • Viele Verbraucher sind damit nicht einverstanden.
    • Fast die Hälfte der Smartphone-Nutzer sagt, dass sie nicht bereit ist, zusätzliche Kosten zu zahlen, um auf KI auf dem Smartphone zuzugreifen.
    • Laut einer CNET-Studie vom April geben US-Erwachsene im Schnitt 91 US-Dollar pro Monat für Abonnements aus, und zwei Drittel der Befragten sagen, dass mindestens ein Abo im vergangenen Jahr teurer geworden ist.
    • Daher dürfte eine weitere monatliche Gebühr wenig attraktiv sein.
  • Dennoch gibt es auch Menschen, die KI auf dem Smartphone nutzen möchten, wobei die Generation Z und die Millennials am enthusiastischsten sind.
    • 20 % der Befragten in jeder dieser Generationen finden KI-Funktionen interessant und hilfreich.
    • Außerdem nutzen 15 % der Generation Z und 16 % der Millennials KI auf dem Smartphone für Aufgaben wie Fotobearbeitung, Bilderzeugung sowie das Zusammenfassen oder Schreiben von Texten.
    • 20 % der Generation Z und 19 % der Millennials verwenden regelmäßig KI-Tools wie ChatGPT oder Google Gemini auf dem Smartphone.
  • Beim Thema KI bleibt Datenschutz ein zentrales Anliegen: Ein Drittel der Smartphone-Nutzer (34 %) äußert entsprechende Bedenken.
    • Technologieunternehmen betonen in ihren KI-orientierten Keynotes Datenschutzaspekte inzwischen stärker.
    • So erwähnte Apple auf der WWDC im Juni, dass die meisten KI-Modelle direkt auf dem Gerät ausgeführt werden, was allgemein als privater gilt, weil Informationen in der Regel nicht über das Internet übertragen werden müssen.
    • Wenn für eine Aufgabe mehr Rechenleistung erforderlich ist, werden die relevanten Daten an Apple-Silicon-Server gesendet; diese Daten werden nicht gespeichert und sind für Apple nicht zugänglich.

Die größten Gründe für ein Smartphone-Upgrade

  • Während KI zu den letzten Gründen gehört, aus denen Verbraucher ihr Smartphone aufrüsten wollen, dominieren weiterhin andere Faktoren wie längere Akkulaufzeit, mehr Speicherplatz und bessere Kamerafunktionen.
    • Weitere Motive sind das Display und die Bildschirmgröße des Smartphones (32 %), der Verbleib im gleichen Ökosystem wie iOS oder Android (24 %) sowie die Farbe des Smartphones (10 %).
  • Wegen der hohen Gerätekosten (viele Flaggschiff-Smartphones kosten zwischen 800 und 1.200 US-Dollar) möchten Verbraucher ihre Geräte möglicherweise nicht häufig austauschen.
    • Laut Umfrage sagen 44 %, dass sie ein neues Gerät nur dann kaufen, wenn ihr aktuelles Smartphone kaputtgeht oder ersetzt werden muss.
    • Zudem nutzen 30 % ihr Gerät länger als drei Jahre, 18 % wechseln alle zwei Jahre, und nur 8 % kaufen jedes Jahr ein neues Smartphone.
  • Zum Glück für Verbraucher hat Apple die Preise des iPhone 16 nicht erhöht.
    • Dennoch nutzen iPhone-Besitzer ihre Geräte länger als andere Smartphone-Nutzer.
    • Ein Drittel will für ein Upgrade mehr als drei Jahre warten.

Das Interesse an Foldables ist noch nicht groß

  • Google und Samsung bringen weiterhin Foldables wie das Pixel 9 Pro Fold sowie das Galaxy Z Flip und Fold 6 auf den Markt.
    • Verbraucher reagieren auf das Konzept faltbarer Mobilgeräte jedoch weiterhin zurückhaltend.
    • 52 % der Smartphone-Nutzer sagen, dass sie kein Interesse am Kauf eines Foldables haben, während 13 % angeben, innerhalb der nächsten zwei Jahre daran interessiert zu sein.
  • Das eröffnet Apple, das bislang noch nicht in den Foldable-Markt eingestiegen ist, die Chance, dieses Interesse aufzugreifen.
    • Experten spekulieren seit Langem, dass ein faltbares iPhone ein Auslöser für eine breitere Akzeptanz faltbarer Smartphones sein könnte.
    • Sollte es tatsächlich dazu kommen, könnte es allerdings noch Jahre dauern.

Meinung von GN⁺

  • Das geringe Interesse an KI-Funktionen könnte daran liegen, dass bestehende Smartphone-Funktionen bereits ein ausreichend zufriedenstellendes Nutzungserlebnis bieten. Zudem könnte es Zweifel an der Praxistauglichkeit neuer KI-Funktionen geben.
  • Datenschutzbedenken sind eine der größten Hürden für die KI-Einführung. Mehr Transparenz und Wahlmöglichkeiten beim Umgang mit Nutzerdaten werden wichtig sein.
  • Foldables sind teuer und haben Probleme bei der Haltbarkeit, daher dürfte es noch dauern, bis sie den Massenmarkt erreichen. Mit dem technischen Fortschritt sind weitere Verbesserungen nötig.
  • Smartphone-Hersteller müssen weiterhin die Faktoren verbessern, die Verbraucher tatsächlich wichtig finden, etwa Akku, Speicher und Kamera. Allein mit KI-Funktionen wird sich die Upgrade-Nachfrage nur schwer ankurbeln lassen.
  • Mit dem Ausbau von 5G-Diensten und Fortschritten bei AR/VR dürfte sich das Einsatzspektrum von KI weiter vergrößern. Entscheidend wird weniger die KI-Technologie selbst sein als vielmehr, welchen Nutzen sie im Alltag bringt.

2 Kommentare

 
GN⁺ 2024-10-26
Hacker-News-Kommentare
  • Ich hätte gern Flaggschiff-Spezifikationen in einem kleinen Formfaktor. Die iPhone-SE- und Pixel-A-Reihen sind immer noch groß und haben Spezifikationen der vorherigen Generation.
    • Der tatsächliche Einsatz von AI besteht meist aus versteckten, LLM-basierten Funktionen und fällt kaum auf. Die Benachrichtigungszusammenfassungen in iOS sind ein gutes Beispiel dafür.
  • Die aktuelle generative AI wirkt wie eine Lösung auf der Suche nach einem Problem. Samsungs nützliche AI-Funktionen sind das Entfernen von Objekten aus Fotos und Upscaling. Die meisten Apps brauchen keinen Chatbot.
  • 95 % des alltäglichen AI-Bedarfs lassen sich mit ChatGPT abdecken. Durch den Wechsel von Google Assistant zu Gemini ist die Funktion zum Erstellen von Erinnerungen verschwunden.
  • AI-Unternehmen versuchen, echte Anwendungsfälle zu finden, aber derzeit gibt es nicht viel, das die aktuellen Investitionen rechtfertigt.
  • Wichtiger als AI ist für mich die Qualität von Siris Text-to-Speech.
  • Ich will keine AI, habe aber wegen des Vendor Lock-in der Geräte keine Wahl.
  • Die Statistik widerspricht der Überschrift des Artikels. Wenn 25 % AI-Funktionen für nicht nützlich halten, heißt das dann, dass 75 % sie für nützlich halten?
    • Wenn 45 % ungern eine monatliche Gebühr für AI-Funktionen zahlen würden, wären dann 55 % bereit, sie zu zahlen?
    • Wenn 34 % Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes haben, haben dann 66 % keine Bedenken?
  • E-Mail, SMS und ein Webbrowser reichen völlig aus. Mehr Funktionen sind unnötig.
  • Persönlich möchte ich mein Smartphone weniger nutzen. Die Integration von AI-Funktionen wirkt wie eine Strategie, um die Nutzung zu erhöhen.
 
colus001 2024-10-29

Die aktuelle generative KI wirkt wie eine Lösung auf der Suche nach einem Problem <- Das scheint wirklich sehr treffend zu sein.
Alle sagen, die Antwort sei AI, aber ich weiß nicht, welches Problem wir eigentlich lösen sollen.