- Maria Vaca investierte von Februar bis Juli 2023 über die App Yobit Pro rund 4,6 Millionen US-Dollar in Kryptowährungen. Als die App ein Guthaben von 7 Millionen US-Dollar anzeigte und sie eine Auszahlung versuchte, wurde sie aufgefordert, zusätzlich 500.000 US-Dollar als „Steuer“ einzuzahlen.
- Nachdem Vaca die zusätzliche Einzahlung verweigert hatte, erhielt sie über WhatsApp Todesdrohungen von Cyberkriminellen. Sie kontaktierte daraufhin das Consumer Financial Protection Bureau (CFPB), behauptet jedoch, dass Google drei Monate brauchte, um die App aus dem Play Store zu entfernen.
- Vaca gibt an, die App heruntergeladen zu haben, weil sie glaubte, Google blockiere Betrugs-Apps im Play Store erfolgreich. Sie reichte Klage ein und fordert mindestens 5 Millionen US-Dollar Schadenersatz für finanzielle Verluste von mehr als 5 Millionen US-Dollar sowie schwere emotionale und psychische Belastungen.
- Laut Vacas Klage machten mindestens 5 von etwa 12.759 Android-Nutzern, die Yobit Pro installiert hatten, ähnliche Erfahrungen.
Googles Vorgehen gegen Betrüger
- Google hatte im April bereits Klage gegen zwei Entwickler eingereicht, denen vorgeworfen wird, im Google Play Store die Genehmigung für 87 Betrugs-Apps erhalten und damit schätzungsweise 100.000 Menschen betroffen zu haben, darunter 8.700 US-Bürger.
- Diese Betrugs-Apps funktionieren so, dass sie von den Opfern zusätzliche Investitionen, Steuern oder Gebühren verlangen, wenn diese ihr Geld abheben wollen. Unabhängig davon, wie viel die Betroffenen zahlen, ist das Geld nach der „Investition“ verschwunden.
- Google räumte ein, dass solche Krypto-Betrugs-Apps dem Ruf des App Stores schaden, und betonte, dass Google Play nur dann eine weiterhin genutzte Plattform für die App-Verteilung bleiben könne, wenn Nutzer auf die Integrität der Apps vertrauen können.
Meinung von GN⁺
- Krypto-Betrugs-Apps tarnen sich oft als echte Apps und täuschen so Nutzer. Besonders Apps, die überhöhte Renditen garantieren oder zusätzliche Einzahlungen verlangen, sollten kritisch hinterfragt werden.
- Da selbst in offiziellen App-Marktplätzen wie dem Google Play Store Betrugs-Apps auftauchen, sollte man beim Herunterladen Bewertungen und Rezensionen sorgfältig prüfen und Apps aus unklaren Quellen besser nicht installieren.
- Bei Krypto-Investitionen ist Risikomanagement wichtig: offizielle Börsen nutzen, auf den Schutz persönlicher Daten achten und Investitionsbeträge angemessen streuen. Angesichts der Volatilität des Kryptomarkts ist es ratsam, übermäßige Risiken zu vermeiden.
- Offizielle Börsen-Apps mit ähnlichen Funktionen sind unter anderem Coinbase, Binance und Kraken; unter Sicherheits- und Vertrauensaspekten ist ihre Nutzung zu bevorzugen.
- Bei der Auswahl einer neuen Krypto-App sollten Whitepaper, Roadmap, Teamzusammensetzung und Partnerschaften eines Projekts umfassend geprüft werden. Auch das langfristige Entwicklungspotenzial und der Aufbau eines Ökosystems sollten berücksichtigt werden.
3 Kommentare
Der Inhalt scheint irgendwie nicht zu passen (der Kommentar scheint aber zum Titel zu passen,,)
Die Struktur der betreffenden Website war etwas ungewöhnlich, deshalb konnte ich den Haupttext nicht korrekt übernehmen. Ich habe das jetzt korrigiert.
Hacker-News-Kommentare
Googles Produkte werden zunehmend schlechter
Google sollte dafür verantwortlich gemacht werden, bösartige Apps nicht schnell entfernt zu haben
Wenn man ein Vermögen von mehreren Millionen Dollar aufgebaut hat, ist es sehr riskant, wahllos Apps herunterzuladen
Die FTC sollte in der Lage sein, gegen Unternehmen wie Google sofort Maßnahmen zu ergreifen
Google profitiert von Betrug und baut gleichzeitig die Abteilung ab, die ihn verhindern soll
Ich habe Temu-Werbung mehrfach gemeldet, aber sie erscheint immer noch
Ich höre zum ersten Mal von dieser App
Diese App wirbt damit, dass man Kryptowährungen ohne Handelsgebühren kaufen kann
Es gibt auch den im Forbes-Artikel erwähnten Fall scorp
Die betroffene Frau fiel auf einen Pig-Butchering-Betrug herein