- Apple teilte am 5. Juli mit, dass es in Europa die Spiele-Marketplace-App von Epic Games auf iPhone und iPad genehmigt hat
- Epic Games hatte zuvor behauptet, Apple behindere die Einrichtung eines Game Stores auf iOS-Geräten, und den Streit mit Apple damit weiter verschärft
- Apple erklärte, der aktuelle Streit stehe nicht mit der bereits genehmigten Fortnite-App von Epic Games in Zusammenhang, sondern betreffe den Marketplace von Epic Sweden AB
- App-Entwickler und Kartellbehörden haben Apples strikte Kontrolle über das iOS-App-Ökosystem kritisiert
- Vor Apples Ankündigung hatte Epic Games erklärt, die für den Start des Epic Games Store eingereichten Unterlagen seien zweimal abgelehnt worden
- Grund sei gewesen, dass bestimmte Button- und Label-Designs jenen im Apple App Store zu ähnlich seien
- Epic Games erklärte, man verwende Benennungskonventionen wie "Installieren" und "In-App-Käufe", die auch in beliebten App Stores auf verschiedenen Plattformen genutzt würden, und halte sich an die Standardregeln für Buttons in iOS-Apps
- Epic Games teilte mit, man habe die Bedenken über Apples Ablehnung, die willkürlich und behindernd sei sowie gegen den DMA (Digital Markets Act) verstoße, mit der Europäischen Kommission geteilt
Rechtsstreit zwischen Apple und Epic Games
- Epic Games und Apple befinden sich seit 2020 in einem Rechtsstreit
- Epic Games argumentiert, Apples Praxis, für In-App-Zahlungen auf iOS-Geräten Gebühren von bis zu 30 % zu verlangen, verstoße gegen das US-Kartellrecht
Apple schlägt Änderungen der App-Store-Richtlinien zur Einhaltung des DMA vor
- Apple schlug Änderungen an den App-Store-Richtlinien vor, um bestimmte Vorgaben des DMA zu erfüllen, der Anfang März dieses Jahres in Kraft trat
- Das Unternehmen erlaubte alternative App Stores auf dem iPhone und machte es möglich, die Nutzung seines In-App-Zahlungssystems abzuwählen, führte aber zugleich eine "Core Technology Fee" ein, die viele Entwickler als ausbeuterisch ansehen
Meinung von GN⁺
- Der Streit zwischen Apple und Epic Games stößt eine wichtige Diskussion über den Einfluss und die Kontrolle von Plattformbetreibern im mobilen App-Ökosystem an
- Seit Langem wird kritisiert, dass Apples iOS-App-Store-Richtlinien für Entwickler nachteilig seien, was Innovation und Wettbewerb behindern könne
- Von neuen Regulierungsrahmen wie dem DMA wird erwartet, dass sie zu faireren Wettbewerbsbedingungen in digitalen Märkten beitragen, doch im konkreten Umsetzungsprozess wird es wichtig sein, die Interessen von Plattformbetreibern und Entwicklern aufeinander abzustimmen
- Der Fall Epic Games kann als Versuch gesehen werden, durch den Aufbau eines eigenen Marketplace im Games-Sektor die Abhängigkeit von Plattformen zu verringern, was auch andere Entwickler beeinflussen könnte
- Für eine gesunde Entwicklung des mobilen App-Ökosystems sind ein konstruktives Miteinander und Zusammenarbeit zwischen Plattformbetreibern und Entwicklern unerlässlich; Ziel sollte letztlich sein, den Nutzen für Nutzer zu erhöhen und Innovation zu fördern
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