- Ein in Echtzeit kollaborativer Dokumenteneditor mit E2E-Verschlüsselung, basierend auf Protons Privacy-First-Prinzipien
- Dokumente erstellen, teilen, in Echtzeit zusammenarbeiten, Cursor und Bearbeitende sehen, Kommentarfunktion
- Sogar Tastenanschläge und Cursorbewegungen werden verschlüsselt, sodass alles privat bleibt
- Kanzleien oder medizinische Einrichtungen können unter Einhaltung von Datenschutzvorgaben an Dokumenten arbeiten, und Journalist:innen oder Kreative können Projekte sicher vor Datenlecks und der Überwachung durch Big Tech schützen
Warum ein Privacy-First-Dokumenteneditor veröffentlicht wurde
- Online-Dokumenteneditoren sind zu zentralen Produktivitätswerkzeugen geworden, die für alles genutzt werden – vom persönlichen Tagebuch bis hin zu sensiblen Geschäftsstrategien
- Die meisten Unternehmen, die Dokumenteneditoren anbieten, sind jedoch Big-Tech-Konzerne, die personenbezogene Daten sammeln und monetarisieren
- Daraus ergeben sich mehrere wichtige Probleme:
- Massive Datensammlung: Dokumenteneditoren wie Google Docs können alles sehen, was Nutzer schreiben, und protokollieren jede Änderung. Sobald man Daten bereitstellt, hat man keine Kontrolle mehr darüber, wie sie verwendet werden
- Risiko von Datenlecks: Führende Dokumenteneditoren bieten standardmäßig keine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und sind daher anfällig für Hackerangriffe und Datenlecks
- Schwache Datenschutzgesetze: Technologieunternehmen mit Hauptsitz und Rechenzentren in den USA unterliegen umfassender Überwachung und laschen Datenschutzgesetzen
- Zugriff durch Dritte und Regierungen: Ohne Ende-zu-Ende-Verschlüsselung oder starken rechtlichen Schutz werden Dokumente Ziel unbefugter Überwachung und Datenweitergabe
Proton bringt Datenschutz in kollaborative Online-Dokumente
- Docs in Proton Drive wurde gemeinsam mit dem Team von Standard Notes entwickelt, das dieselben Grundwerte in Bezug auf Datenschutz und Sicherheit teilt
- Wie alle Proton-Dienste hilft Docs Nutzer:innen dabei, die Kontrolle über ihre Daten zurückzugewinnen
- Durch Open-Source-Ende-zu-Ende-Verschlüsselung besitzen Nutzer:innen den einzigen Schlüssel, mit dem Dokumente gelesen und geteilt werden können
- Nicht einmal Proton kann auf Dokumentinhalte oder Metadaten zugreifen
- Docs ist in Proton Drive integriert und bietet einen einheitlichen, sicheren Raum für Dokumentenverwaltung und Speicherung
- Hauptfunktionen von Docs:
- Schreiben mit Datenschutz: Dokumente innerhalb von Proton Drive erstellen und bearbeiten, wobei nur Nutzer:innen und freigegebene Personen Zugriff auf den Inhalt haben
- Einfaches Teilen und Einladen: Andere Nutzer:innen können eingeladen werden, Dokumente anzusehen oder zu bearbeiten
- Echtzeit-Zusammenarbeit: Änderungen werden sofort übernommen, sodass alle Mitwirkenden die neueste Version sehen
- Cursor- und Anwesenheitsanzeige: Es ist sichtbar, welche anderen Nutzer:innen das Dokument ansehen oder bearbeiten
- Kommentare und Antworten: Feedback teilen, ohne das Dokument direkt zu bearbeiten
- Einfacher Import und Export:
.docx-Dokumente hochladen und in verschiedenen Formaten herunterladen
Ein vollständiges Privacy-First-Ökosystem
- Online-Produktivitätstools verlangen oft, Überwachung als Nutzungsbedingung zu akzeptieren
- Docs ist der erste kollaborative Dokumenteneditor, der Open-Source-Ende-zu-Ende-Verschlüsselung innerhalb eines sicheren Ökosystems kombiniert, das E-Mail, Cloud-Speicher, Kalender und mehr umfasst
- Mit Proton Drive und Docs gibt es nun eine sichere und datenschutzorientierte Alternative für Cloud-Speicher und Produktivität
- Kanzleien oder medizinische Einrichtungen können Verträge erstellen und Patientendaten verwalten
- Journalist:innen, Content-Creator und Unternehmer:innen können ihre Projekte vor Datenlecks und der Überwachung durch Big Tech schützen
- Proton Drive stellt sicher, dass Dokumente sicher und privat bleiben – ob für die Arbeit oder den persönlichen Gebrauch
Meinung von GN⁺
- Proton Docs wirkt angesichts wachsender Datenschutzbedenken wie ein äußerst passender Dienst. Gerade nachdem kontrovers diskutiert wurde, dass Daten aus Kollaborationstools wie Notion und Slack für das Training von KI genutzt wurden, dürfte es als Alternative große Bedeutung haben
- Es bleibt jedoch abzuwarten, inwieweit es bei den vielfältigen Bearbeitungsfunktionen, der Kompatibilität und der Benutzerfreundlichkeit bestehender Dienste wie Google Docs mithalten kann. Bei Nutzer:innen mit starkem Fokus auf Datenschutz dürfte es sehr willkommen sein, aber wie sehr es allgemeine Nutzergruppen anspricht, ist offen
- Für die Zusammenarbeit müssen auch Kolleg:innen, die gemeinsam arbeiten, Proton nutzen, was eine Einstiegshürde sein kann. Es braucht Möglichkeiten, auch mit Nutzer:innen außerhalb des Proton-Ökosystems reibungslos zu teilen und zusammenzuarbeiten
- Bei einer Einführung auf Unternehmens- oder Institutionsebene können auch die Kompatibilität mit bestehenden Legacy-Systemen und die Migration Herausforderungen sein. Langfristig wäre auch Offenheit denkbar, um sich über APIs mit anderen Diensten oder Lösungen zu verbinden
- Letztlich dürfte die Nachfrage nach Tools steigen, die Datenschutz wahren und zugleich die Produktivität erhöhen. Wenn Proton Docs diese Bedürfnisse gut erfüllt, könnte es sich im Markt für Kollaborationslösungen eine herausragende Position erarbeiten
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