Ein Pilz im Meer baut Plastik ab
Entdeckung des Pilzes Parengyodontium album
- Der Pilz Parengyodontium album kann im Meer Kunststoff aus Polyethylen (PE) abbauen.
- Dieser Pilz kommt zusammen mit anderen marinen Mikroorganismen als dünne Schicht auf Plastikmüll vor.
- Die Studie wurde in Zusammenarbeit mit dem Königlich Niederländischen Institut für Meeresforschung (NIOZ) sowie mehreren Universitäten und Forschungseinrichtungen durchgeführt.
Präzise Nachverfolgung des Abbauprozesses
- Die Forschenden suchten in einer plastikverschmutzten Region des Nordpazifiks nach Mikroorganismen, die Plastik abbauen.
- Im Labor kultivierten sie den Pilz mit speziellem Kunststoff und verfolgten den Abbauprozess mithilfe des 13C-Isotops.
- Der Pilz baut PE mit einer Rate von etwa 0,05 % pro Tag ab.
- Der größte Teil des PE wird in Kohlendioxid (CO2) umgewandelt und freigesetzt.
Einfluss von UV-Licht
- Damit der Pilz PE als Energiequelle nutzen kann, muss es UV-Licht ausgesetzt gewesen sein.
- UV-Licht zersetzt Kunststoff nicht nur mechanisch, sondern fördert auch den biologischen Abbau.
Potenzial anderer Pilze
- Da viel Plastik in die Tiefsee absinkt, kann P. album nicht sämtliches Plastik abbauen.
- Die Forschenden gehen davon aus, dass es in tieferen Meeresregionen weitere Pilze gibt, die Plastik abbauen.
Die Schwere des Plastikproblems
- Jedes Jahr werden mehr als 400 Milliarden Kilogramm Plastik produziert, und große Mengen gelangen ins Meer.
- Plastik ist von der Meeresoberfläche bis in die Tiefsee verbreitet und lagert sich letztlich am Meeresboden ab.
- Allein im subtropischen Wirbel des Nordpazifiks haben sich 80 Millionen Kilogramm Plastik angesammelt.
Meinung von GN⁺
- Technisches Potenzial: Diese Studie liefert wichtige Hinweise zur Lösung des Problems der marinen Plastikverschmutzung.
- Umweltauswirkungen: Der Pilz setzt zwar CO2 frei, doch die Menge ist ähnlich wie bei der menschlichen Atmung und daher kein großes Problem.
- Bedarf an weiterer Forschung: Es ist wichtig, mehr Pilze und Mikroorganismen zu entdecken, um die Mechanismen des Plastikabbaus zu verstehen.
- Praktische Anwendung: Um diese Technik in realen Umgebungen einzusetzen, sind weitere Forschung und Tests nötig.
- Konkurrierende Technologien: Es braucht auch Vergleichsstudien mit anderen biologischen oder chemischen Methoden zum Plastikabbau.
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