1 Punkte von GN⁺ 2024-06-16 | 1 Kommentare | Auf WhatsApp teilen

Ein Pilz im Meer baut Plastik ab

Entdeckung des Pilzes Parengyodontium album

  • Der Pilz Parengyodontium album kann im Meer Kunststoff aus Polyethylen (PE) abbauen.
  • Dieser Pilz kommt zusammen mit anderen marinen Mikroorganismen als dünne Schicht auf Plastikmüll vor.
  • Die Studie wurde in Zusammenarbeit mit dem Königlich Niederländischen Institut für Meeresforschung (NIOZ) sowie mehreren Universitäten und Forschungseinrichtungen durchgeführt.

Präzise Nachverfolgung des Abbauprozesses

  • Die Forschenden suchten in einer plastikverschmutzten Region des Nordpazifiks nach Mikroorganismen, die Plastik abbauen.
  • Im Labor kultivierten sie den Pilz mit speziellem Kunststoff und verfolgten den Abbauprozess mithilfe des 13C-Isotops.
  • Der Pilz baut PE mit einer Rate von etwa 0,05 % pro Tag ab.
  • Der größte Teil des PE wird in Kohlendioxid (CO2) umgewandelt und freigesetzt.

Einfluss von UV-Licht

  • Damit der Pilz PE als Energiequelle nutzen kann, muss es UV-Licht ausgesetzt gewesen sein.
  • UV-Licht zersetzt Kunststoff nicht nur mechanisch, sondern fördert auch den biologischen Abbau.

Potenzial anderer Pilze

  • Da viel Plastik in die Tiefsee absinkt, kann P. album nicht sämtliches Plastik abbauen.
  • Die Forschenden gehen davon aus, dass es in tieferen Meeresregionen weitere Pilze gibt, die Plastik abbauen.

Die Schwere des Plastikproblems

  • Jedes Jahr werden mehr als 400 Milliarden Kilogramm Plastik produziert, und große Mengen gelangen ins Meer.
  • Plastik ist von der Meeresoberfläche bis in die Tiefsee verbreitet und lagert sich letztlich am Meeresboden ab.
  • Allein im subtropischen Wirbel des Nordpazifiks haben sich 80 Millionen Kilogramm Plastik angesammelt.

Meinung von GN⁺

  • Technisches Potenzial: Diese Studie liefert wichtige Hinweise zur Lösung des Problems der marinen Plastikverschmutzung.
  • Umweltauswirkungen: Der Pilz setzt zwar CO2 frei, doch die Menge ist ähnlich wie bei der menschlichen Atmung und daher kein großes Problem.
  • Bedarf an weiterer Forschung: Es ist wichtig, mehr Pilze und Mikroorganismen zu entdecken, um die Mechanismen des Plastikabbaus zu verstehen.
  • Praktische Anwendung: Um diese Technik in realen Umgebungen einzusetzen, sind weitere Forschung und Tests nötig.
  • Konkurrierende Technologien: Es braucht auch Vergleichsstudien mit anderen biologischen oder chemischen Methoden zum Plastikabbau.

1 Kommentare

 
GN⁺ 2024-06-16
Hacker-News-Kommentare
  • Es wurden Bilder und DNA von isolierten und sequenzierten Pilzen der Art Parengyodontium album geteilt.
  • Dieser Pilz kann Polyethylen abbauen und könnte möglicherweise in Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen wieder als Brennstoff genutzt werden.
  • Ein großer Teil der in aquatischen Umgebungen gefundenen Mikroplastikpartikel stammt vom Abrieb von Autoreifen. Es werden mehr verschiedene Pilzarten benötigt.
  • Das Problem der Anreicherung von Mikroplastik im Körper wird erwähnt, und es wird gefragt, ob natürliche Biopolymere dasselbe Problem verursachen könnten.
  • Es wird die Möglichkeit angesprochen, dass sich pflanzliche Mikrofasern im Körper anreichern, und erwähnt, dass einer der ältesten Berufe, der des Bäckers, wegen Mehlstaub tödlich sein konnte.
  • Es wird erklärt, warum Pilze durch den Abbau von Lignin Kunststoffe angreifen können.
  • Als Vorteil von Kunststoffen wird genannt, dass sie bei Lebensmittelverpackungen das Eindringen von Mikroorganismen verhindern und so die Haltbarkeit verlängern. In Zukunft könnte Verpackung jedoch zum Problem werden.
  • Es wird darauf hingewiesen, dass das Problem darin besteht, Plastik ins Wasser zu werfen.
  • Es wird angemerkt, dass man oft von Pilzen oder Würmern hört, die Plastik abbauen, sich in der Realität bei Plastik aber nichts wesentlich verändert.
  • Es wird die Sorge geäußert, dass Kunststoffhersteller diese Entdeckung missbrauchen könnten, um noch mehr Plastik zu produzieren.
  • Es wird erwähnt, dass die Abbaurate von Polyethylen durch Parengyodontium album bei etwa 0,05 % pro Tag liegt.
  • Es wird darüber nachgedacht, ob es besser ist, wenn Plastik zu CO2 abgebaut wird, oder ob es besser ist, wenn es in der Umwelt verbleibt.
  • Es wird darauf hingewiesen, dass man oft Geschichten über den Abbau von Plastik hört, dies aber missverstanden werden könnte als Ausrede, die Plastikproduktion fortzusetzen.
  • Es wird betont, dass man in der Forschung Ansätze aus der Untersuchung von Chemotrophen anwenden sollte, die giftige Stoffe verbrauchen und in Energiequellen umwandeln.