Der Zerfall lokaler Gemeinschaften ist die Hauptursache für den Verlust einer spielbasierten Kindheit
Warum Kinder, die in engen Gemeinschaften aufwachsen, besser vor den Schäden einer smartphonebasierten Kindheit geschützt sind
Einleitung
- Vorwort von Jon Haidt:
- Beim Schreiben von The Anxious Generation behandelte er zwei tragische Entwicklungen: den Verlust der spielbasierten Kindheit (1990–2010) und das Aufkommen der smartphonebasierten Kindheit (2010–2015).
- Im Herbst 2023 erkannte er während der Überarbeitung des Buches, dass der Rückgang lokaler Gemeinschaften, des Vertrauens und des sozialen Kapitals der Ausgangspunkt für all dies war.
Der Zerfall lokaler Gemeinschaften
- In den USA der 1940er bis 1960er Jahre war das soziale Kapital hoch.
- Ab Mitte der 1960er Jahre begannen die Beziehungen in lokalen Gemeinschaften zurückzugehen.
- Generationswechsel und technologische Veränderungen werden als Hauptursachen genannt.
- Technologien wie Fernsehen, Auto und Einkaufszentrum führten zu Individualisierung und Atomisierung.
Der Verlust der spielbasierten Kindheit
- Durch den Verlust von Gemeinschaft und Vertrauen begann man in den 1990er Jahren, Kinder im Haus zu halten.
- Mit dem Aufkommen von Smartphones und Social Media im Jahr 2010 begann die smartphonebasierte Kindheit.
- Jugendliche widmeten sich statt dem Spielen im Freien zunehmend Online-Aktivitäten.
Religion und die psychische Gesundheit von Jugendlichen
- Religiöse und konservative Jugendliche sind von der psychischen Gesundheitskrise weniger betroffen.
- Religiöse Gemeinschaften bieten starke soziale Unterstützung und Vertrauen.
- Religiös-konservative Jugendliche verbringen mehr Zeit in der realen Welt und nutzen Social Media weniger.
Vorteile religiöser Gemeinschaften
- Nicht der religiöse Glaube selbst, sondern organisierte Religion und geteilte Überzeugungen halten Gemeinschaften zusammen.
- Konservative und religiöse Familien betonen Struktur und Verpflichtung.
- Religiöse Gemeinschaften bieten starke soziale Unterstützung und Vertrauen.
Die Bedeutung realer Gemeinschaften
- Virtuelle Netzwerke können reale Gemeinschaften nicht ersetzen.
- Reale Gemeinschaften bieten Jugendlichen stabile Netzwerke und Unterstützung.
- Religiös-konservative Jugendliche sind in realen Gemeinschaften verwurzelt und daher weniger von virtuellen Welten abhängig.
Fazit
- Niemand muss die digitale Welt vollständig aufgeben oder religiös-konservativ werden.
- Säkulare und liberale Eltern sollten ihren Kindern starke reale Gemeinschaften bieten.
- Man muss erkennen, dass virtuelle Netzwerke reale Gemeinschaften nicht ersetzen können.
Meinung von GN⁺
- Technologie und sozialer Wandel: Es ist wichtig zu verstehen, wie technologische Entwicklung soziale Beziehungen verändert.
- Die Rolle religiöser Gemeinschaften: Die soziale Unterstützung und das Vertrauen, die religiöse Gemeinschaften bieten, wirken sich positiv auf die psychische Gesundheit von Jugendlichen aus.
- Die Notwendigkeit realer Gemeinschaften: Virtuelle Netzwerke können reale Gemeinschaften nicht ersetzen, und Interaktion in der realen Welt ist wichtig.
- Balance mit der digitalen Welt: Die Vorteile digitaler Technologien sollten genutzt werden, ohne die Bedeutung realer Gemeinschaften zu vergessen.
- Politischer Ansatz: Um Probleme der psychischen Gesundheit bei Jugendlichen zu lösen, braucht es einen gemeinschafts- und lokalgesellschaftsbasierten Ansatz.
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