2 Punkte von GN⁺ 2024-06-11 | 1 Kommentare | Auf WhatsApp teilen

Der Zerfall lokaler Gemeinschaften ist die Hauptursache für den Verlust einer spielbasierten Kindheit

Warum Kinder, die in engen Gemeinschaften aufwachsen, besser vor den Schäden einer smartphonebasierten Kindheit geschützt sind

Einleitung

  • Vorwort von Jon Haidt:
    • Beim Schreiben von The Anxious Generation behandelte er zwei tragische Entwicklungen: den Verlust der spielbasierten Kindheit (1990–2010) und das Aufkommen der smartphonebasierten Kindheit (2010–2015).
    • Im Herbst 2023 erkannte er während der Überarbeitung des Buches, dass der Rückgang lokaler Gemeinschaften, des Vertrauens und des sozialen Kapitals der Ausgangspunkt für all dies war.

Der Zerfall lokaler Gemeinschaften

  • In den USA der 1940er bis 1960er Jahre war das soziale Kapital hoch.
  • Ab Mitte der 1960er Jahre begannen die Beziehungen in lokalen Gemeinschaften zurückzugehen.
  • Generationswechsel und technologische Veränderungen werden als Hauptursachen genannt.
  • Technologien wie Fernsehen, Auto und Einkaufszentrum führten zu Individualisierung und Atomisierung.

Der Verlust der spielbasierten Kindheit

  • Durch den Verlust von Gemeinschaft und Vertrauen begann man in den 1990er Jahren, Kinder im Haus zu halten.
  • Mit dem Aufkommen von Smartphones und Social Media im Jahr 2010 begann die smartphonebasierte Kindheit.
  • Jugendliche widmeten sich statt dem Spielen im Freien zunehmend Online-Aktivitäten.

Religion und die psychische Gesundheit von Jugendlichen

  • Religiöse und konservative Jugendliche sind von der psychischen Gesundheitskrise weniger betroffen.
  • Religiöse Gemeinschaften bieten starke soziale Unterstützung und Vertrauen.
  • Religiös-konservative Jugendliche verbringen mehr Zeit in der realen Welt und nutzen Social Media weniger.

Vorteile religiöser Gemeinschaften

  • Nicht der religiöse Glaube selbst, sondern organisierte Religion und geteilte Überzeugungen halten Gemeinschaften zusammen.
  • Konservative und religiöse Familien betonen Struktur und Verpflichtung.
  • Religiöse Gemeinschaften bieten starke soziale Unterstützung und Vertrauen.

Die Bedeutung realer Gemeinschaften

  • Virtuelle Netzwerke können reale Gemeinschaften nicht ersetzen.
  • Reale Gemeinschaften bieten Jugendlichen stabile Netzwerke und Unterstützung.
  • Religiös-konservative Jugendliche sind in realen Gemeinschaften verwurzelt und daher weniger von virtuellen Welten abhängig.

Fazit

  • Niemand muss die digitale Welt vollständig aufgeben oder religiös-konservativ werden.
  • Säkulare und liberale Eltern sollten ihren Kindern starke reale Gemeinschaften bieten.
  • Man muss erkennen, dass virtuelle Netzwerke reale Gemeinschaften nicht ersetzen können.

Meinung von GN⁺

  • Technologie und sozialer Wandel: Es ist wichtig zu verstehen, wie technologische Entwicklung soziale Beziehungen verändert.
  • Die Rolle religiöser Gemeinschaften: Die soziale Unterstützung und das Vertrauen, die religiöse Gemeinschaften bieten, wirken sich positiv auf die psychische Gesundheit von Jugendlichen aus.
  • Die Notwendigkeit realer Gemeinschaften: Virtuelle Netzwerke können reale Gemeinschaften nicht ersetzen, und Interaktion in der realen Welt ist wichtig.
  • Balance mit der digitalen Welt: Die Vorteile digitaler Technologien sollten genutzt werden, ohne die Bedeutung realer Gemeinschaften zu vergessen.
  • Politischer Ansatz: Um Probleme der psychischen Gesundheit bei Jugendlichen zu lösen, braucht es einen gemeinschafts- und lokalgesellschaftsbasierten Ansatz.

1 Kommentare

 
GN⁺ 2024-06-11
Hacker-News-Kommentare
  • Gestaltung der physischen Umgebung: In Europa und Japan ist es üblich, dass Kinder zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Schule gehen. In den USA macht ein autozentriertes Design es Kindern schwer, zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs zu sein.
  • Parks in der Kindheit: Früher hatten Parks mehr abenteuerliche und unterhaltsame Elemente. Heute wurden sie durch sichere, aber langweilige Spielgeräte ersetzt.
  • Der Zerfall der Gemeinschaft: Wohlhabende Menschen haben erkannt, dass sich Menschen leichter kontrollieren lassen, wenn man sie isoliert. Das geschieht entweder absichtlich oder im Zuge der Suche nach wirksamen Methoden.
  • Kritische Meinung: Es wirkt, als habe der Autor die Schlussfolgerung vorab festgelegt und die Daten daran angepasst. Es fehlen eine Kontrollgruppe und einschlägige Studien, und Faktoren wie Mobiltelefone hätten mit dem Thema nichts zu tun.
  • Veränderung der Vertrauensgesellschaft: Die USA befinden sich im Übergang von einer Gesellschaft mit hohem Vertrauen zu einer mit niedrigem Vertrauen. Dies ist nur eine von mehreren Folgen.
  • Der Einfluss des Fernsehens: Die Behauptung, das Fernsehen habe das Sozialkapital zerstört, sei überzogen. Heute hätten Mobiltelefone und soziale Medien einen größeren Einfluss.
  • Die Rolle der Eltern: Die Ansicht, dass es einen größeren Einfluss auf den Zerfall der Gemeinschaft hatte, dass beide Eltern arbeiten, als technologische Faktoren.
  • Community in Kleinstädten: Auch in kleinen Städten können starke Gemeinschaften entstehen. Das geschieht durch Vertrauen und Interaktion zwischen den Menschen.
  • Die Bedeutung von Community: Eine Community entsteht, wenn Menschen zusammenkommen, die Community wollen und ihr Wert beimessen. Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen können miteinander auskommen.
  • Harmonie von Vergangenheit und Gegenwart: Man sollte Wege finden, die guten Seiten von früher und heute zu verbinden und die schlechten zu beseitigen. So wird die Bedeutung von Community neu entdeckt.
  • Die Rolle der Familie: Wenn Familien kleiner werden, kann die Interaktion innerhalb der Familie als der nächstliegenden Community abnehmen.