1 Punkte von GN⁺ 2024-06-02 | 1 Kommentare | Auf WhatsApp teilen

Meinen Kaffeebecher mit Kintsugi reparieren

Die Kunst des Kintsugi (japanisch: 金継ぎ)

  • Kintsugi ist eine traditionelle japanische Kunst zur Reparatur zerbrochener Keramik.
  • Dabei werden Naturharz, Holzpulver, Schleifmittel und Brotteig gemischt, um die reparierten Stellen mit Gold oder Silber hervorzuheben.
  • In der japanischen Philosophie werden die Makel eines Gegenstands gefeiert, weil sie seine Geschichte erzählen.

Vorbereitung auf Kintsugi

  • Die zerbrochenen Becherteile wurden gesammelt und Kintsugi wurde gründlich recherchiert.
  • Statt des traditionellen Urushi-Lacks wird teils modernes Epoxid verwendet, doch bei lebensmittelnahen Anwendungen gibt es Zweifel an der Sicherheit.
  • Das Kintsugi-Starter-Kit von TSUGU TSUGU wurde gekauft und die Tutorials wurden wiederholt angesehen.

Schritt 1: Teile zusammenfügen (mit Mugi Urushi)

  • Vor dem Zusammenfügen der Scherben werden sie gründlich gereinigt und scharfe Kanten geglättet.
  • Mugi Urushi wird hergestellt, indem rohes Urushi mit einem Teig aus Kuchenmehl und Wasser vermischt wird.
  • Zuerst werden die großen Stücke angesetzt, kleine Stücke werden mit Kreppband fixiert.
  • Anschließend härtet alles zwei Wochen lang in einer Box mit hoher Luftfeuchtigkeit und Temperatur aus.

Schritt 2: Lücken füllen (mit Kokuso und Sabi Urushi)

  • Große Löcher werden mit Kokuso gefüllt, einer Mischung aus Mugi Urushi, Holzpulver und Schleifmittel.
  • Kleine Spalten werden mit Sabi Urushi gefüllt, einer Mischung aus Schleifmittel und rohem Urushi.
  • Jede Schicht wird ausgehärtet und geschliffen, bis die Oberfläche eben ist.

Schritt 3: Schwarzen Lack auftragen

  • Mit mehreren Schichten schwarzen Urushi-Lacks beginnt die Endbearbeitung der Oberfläche.
  • Für präzises Arbeiten wird ein feiner Pinsel verwendet.

Schritt 4: Goldpulver auf Bengalrot-Urushi auftragen

  • Im letzten Schritt wird Bengalrot-Urushi aufgetragen und anschließend Goldpulver darübergestreut.
  • Das Goldpulver muss aufgebracht werden, wenn der Bengalrot-Urushi noch leicht klebrig ist.
  • Das Goldpulver wird mit einem Seidenball aufgenommen und vorsichtig mit einem Pinsel aufgetragen.

Endergebnis

  • Nach mehreren Monaten Arbeit ist der Becher wieder benutzbar.
  • Er ist nicht perfekt, aber die Erfahrung mit der Kintsugi-Kunst war möglich.

Meinung von GN⁺

  • Kintsugi-Philosophie: Die japanische Philosophie, die Makel eines Gegenstands zu feiern, erhöht seine Geschichte und seinen Wert zusätzlich.
  • Praxis und Sicherheit: Traditioneller Urushi-Lack ist für lebensmittelnahe Nutzung sicher, bei modernem Epoxid bestehen jedoch Sicherheitsbedenken.
  • Zeit und Aufwand: Kintsugi erfordert viel Zeit und Mühe und ist besonders für Anfänger eine anspruchsvolle Arbeit.
  • Künstlerische Fertigkeiten: Künstlerische Fähigkeiten wie feine Pinselarbeit sind nötig und erfordern viel Übung.
  • Alternative Techniken: Neben Kintsugi gibt es auch andere moderne Methoden zur Reparatur zerbrochener Keramik.

1 Kommentare

 
GN⁺ 2024-06-02
Hacker-News-Kommentare
  • Warum Epoxidharz verwendet wird: Der Grund für die Verwendung von modernem Epoxidharz anstelle des traditionellen Urushi-Lacks ist, dass Urushi-Lack aus giftigen Pflanzen gewonnen wird und die Haut reizen kann. Besonders bei der Arbeit mit Kindern ist zusätzliche Vorsicht geboten.

  • Sicherheit von Epoxidharz: Wenn man ein von der FDA zugelassenes Epoxidharz verwendet, gibt es keine Probleme bei der Lebensmittelsicherheit, und es wird auch in Krankenhäusern und Lebensmittelproduktionsstätten eingesetzt. Allerdings sollte es nicht bei Temperaturen über 300°F verwendet werden.

  • Die Risiken von Urushi: Urushi ist der Saft einer giftigen Pflanze und kann die Haut reizen. Daher ist bei der Verwendung Vorsicht erforderlich.

  • Kintsugi-Workshop in San Francisco: In der Region San Francisco finden im SF Zen Center fast jede Woche Kintsugi-Workshops statt.

  • Kintsugi und Toilettenreparatur: Jemand hat die Erfahrung gemacht, mit Kintsugi eine Toilette zu reparieren, und empfand die Arbeit als sehr lohnend.

  • Importverbot für Urushi-Pulver: Kürzlich wurde versucht, Urushi-Pulver aus Japan zu bestellen, doch die Bestellung wurde storniert, weil der Import in die USA illegal ist.

  • Reparatur einer Tasse mit Epoxidharz: Eine Tasse wurde mit Epoxidharz repariert, doch der Henkel brach an derselben Stelle erneut ab, sodass schließlich eine neue Tasse gekauft wurde.

  • Traditionelles Kintsugi lernen: Die Ehefrau eines Kommentierenden lernt traditionelles Kintsugi; in den USA wird meist die Methode „Gold Relief“ gelehrt, bei der Klebstoff mit Goldpigment gemischt wird. Gesucht wird eine Bezugsquelle für traditionelle Materialien.

  • Reparatur von Glaswaren: Jemand möchte alte Glaswaren reparieren und sucht nach einer Möglichkeit, dafür die Kintsugi-Technik mit goldfarbenem Klebstoff anzuwenden.

  • Andere Methoden zur Keramikreparatur: Es gibt auch andere Methoden, Keramik zu reparieren.

  • Reflex, Gegenstände mit dem Fuß aufzufangen: Der Reflex, Gegenstände mit dem Fuß auffangen zu wollen, ist nicht unbedingt schlecht. Im Gegenteil, damit kann man viele Dinge retten.

  • Erfolgreiches Ergebnis eines Kintsugi-Anfängers: Eine Person, die seit 12 Jahren Kintsugi praktiziert, lobt das erfolgreiche Ergebnis eines Anfängers. Kintsugi ist eine sehr schwierige Technik, die viel Kreativität und Erfahrung erfordert.