Stoffe, mit denen man nicht arbeiten möchte: höhere Brom-Zustände (2019)
(blogs.sciencemag.org)-
Höhere Zustände von Brom
- Chemiker sind mit vielen Elementen und Verbindungen aus der praktischen Arbeit oder aus der Literatur vertraut.
- Man entwickelt meist ein Gespür dafür, was „normal“ ist und was nicht.
- Dies wird am Beispiel von Bromverbindungen erläutert.
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Grundzustände von Brom
- Die meisten Chemiker erkennen Brom sofort.
- Brom ist üblicherweise eine undurchsichtige rote Flüssigkeit mit korrosiven orangefarbenen Dämpfen.
- Die Oxidationsstufe von Brom ist 0.
- Auch das Bromid-Anion (Bromide, -1) ist sehr verbreitet.
- Für alle Kationen gibt es Bromidsalze, und diese sind im Allgemeinen eher günstig.
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Interessante Oxidationsstufen von Brom
- Brom kann auch in den Oxidationsstufen +3 und +5 vorkommen.
- Es gibt verschiedene gemischte Halogenverbindungen, die alle hochreaktiv und giftig sind.
- Es existieren auch Brom-Sauerstoff-Verbindungen; die bekannteste ist das Bromat-Ion (BrO3-).
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Neue Forschung
- Konrad Seppelt von der Freien Universität Berlin hat eine neue Forschungsarbeit veröffentlicht.
- Sie enthält eine Liste neuer Verbindungen.
- Diese Verbindungen liegen völlig außerhalb der bisherigen chemischen Intuition.
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Herstellung von Bromdioxidfluorid
- Eine verlässliche Synthese von Bromdioxidfluorid (BrO2F) ist erst jetzt gelungen.
- Dabei werden Bromylfluorid und reiner Fluorwasserstoff verwendet.
- Der Fluorwasserstoff wird durch doppelte Vakuumdestillation für die Reaktion aufbereitet.
- Diese Verbindungen sind äußerst gefährlich und schwer zu handhaben.
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Reaktion von Bromdioxidfluorid
- Bei Flüssigstickstofftemperatur wird Bromdioxidfluorid auf bromathaltigen Feststoff kondensiert.
- Wird die Temperatur auf -78 °C erhöht, tritt eine heftige Reaktion auf.
- Nach der Herstellung von Bromdioxidfluorid wird die Temperatur auf -40 °C erhöht, um überschüssiges HF und Oxyfluorid zu entfernen.
- Dieser Vorgang kann mehrere Stunden dauern.
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Umgang mit der fertigen Verbindung
- Schließlich wird das Produkt bei -10 °C sublimiert und in einem Rohr versiegelt.
- Das erhaltene farblose feste Bromdioxidfluorid darf 10 °C nicht überschreiten, da es mit hoher Wahrscheinlichkeit explodiert.
- Es wurden verschiedene Experimente durchgeführt, bei denen die reine Substanz umgesetzt wurde.
- Ein Beispiel ist das Kondensieren von Bromdioxidfluorid bei -196 °C in Trifluoressigsäureanhydrid.
- Diese Verbindungen sind äußerst komplex und instabil.
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Sicherheitswarnung
- Der Anhang der Arbeit warnt nachdrücklich davor, diese Präparationen jemals hochzuskalieren.
- Das ist ein Hinweis, bei dem Sicherheit oberste Priorität hat.
- Erforderlich sind gegebenenfalls eine sehr gut gewartete Vakuumlinie und Zugang zu ungewöhnlichen Reagenzien.
- Bei der Arbeit muss stets Schutzausrüstung getragen werden.
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Abschluss
- Das Leben eines Halogenchemikers ist spannend, aber auch gefährlich.
- Die aus dieser Forschung gewonnenen Ergebnisse sind sehr bedeutend, auch wenn vieles daran schwer zu handhaben ist.
- Solche Arbeiten tragen dazu bei, das Verständnis neuer Zustände und Verbindungen von Brom zu erweitern.
1 Kommentare
Hacker-News-Kommentare
Zusammenfassung der Hacker-News-Kommentare
Derek Lowes Reihe "Things I Won't Work With"
Lob für Derek Lowes Reihe
Erfahrungen aus einem Genetiklabor
Persönliche Meinung zu Derek Lowes Texten
Unfall im Chemieunterricht
Erwähnung von Professor Konrad Seppelt
Auch mit Chemiekenntnissen auf Oberstufenniveau unterhaltsam
Vorschlag zur Korrektur eines Links
Bezug zu YouTube-Listenvideos
Reaktion auf Bromfluorindioxid