2 Punkte von GN⁺ 2024-04-30 | 1 Kommentare | Auf WhatsApp teilen
  • Lady Log ist eine einfache App zum Tracking des Menstruationszyklus, mit der sich der Zyklus schnell protokollieren sowie der aktuelle Zyklustag und der voraussichtliche nächste Starttermin anzeigen lassen
  • Die App ist kostenlos und werbefrei, alle Funktionen können ohne Zahlung genutzt werden; im Google-Play-Eintrag werden jedoch In-App-Käufe angezeigt
  • Sie bietet Funktionen wie Protokollierung mit einem Klick, Notizen nach Datum, Themes, Kalender sowie Statistiken zur durchschnittlichen Zykluslänge und zur letzten Menstruationsdauer
  • Die Anzeige fruchtbarer Tage ist eine Schätzung auf Basis der eingegebenen Menstruationsdaten und sollte nicht zur Verhütung verwendet werden
  • Die App funktioniert ohne Registrierung, die Daten werden nur auf dem Smartphone gespeichert; in den Datensicherheitsinformationen von Google Play ist keine Weitergabe an Dritte und keine Datenerhebung angegeben

Hauptfunktionen von Lady Log

  • Mit der Schnellerfassung lässt sich der nächste Menstruationszyklus mit einem Klick eintragen
  • Die App bietet eine Notizfunktion, um datumsspezifische Erinnerungen festzuhalten
  • Das Erscheinungsbild der App kann durch die Auswahl aus mehreren Themes personalisiert werden
  • In einem integrierten Kalender lassen sich vergangene Zyklen eintragen und einsehen sowie Vorhersagen für künftige Zyklen anzeigen
  • Die Statistikansicht zeigt Informationen wie die durchschnittliche Zykluslänge und die Dauer der letzten Menstruation
  • Die Anzeige der fruchtbaren Tage kann aktiviert werden, ist jedoch nur eine Schätzung auf Basis der eingegebenen Menstruationsdaten und sollte nicht zur Verhütung verwendet werden

Datenschutz und Verfügbarkeit

  • Lady Log funktioniert ohne Registrierung; die Daten werden ausschließlich auf dem Smartphone der Nutzerin gespeichert
  • In den Datensicherheitsinformationen von Google Play gibt der Entwickler Folgendes an:
    • Keine Daten, die an Dritte weitergegeben werden
    • Keine Daten, die erhoben werden
  • Die App ist eine kostenlose App zum Tracking des Menstruationszyklus und enthält keine Werbung
  • Alle Funktionen können ohne Zahlung genutzt werden, im Eintrag werden jedoch In-App-Käufe angezeigt
  • Die neueste Änderung ist ein Redesign der Datensicherung

1 Kommentare

 
GN⁺ 2024-04-30
Hacker-News-Kommentare
  • Es ist erfreulich, weil Apps in diesem Bereich beim Datenschutz oft schlecht abschneiden: https://foundation.mozilla.org/en/privacynotincluded/categor...
    Außerdem können diese Daten in manchen Regionen ziemlich sensibel sein.

  • Gute Idee. Vor allem, weil etliche beliebte Zyklus-Tracking-Apps den schlechten Ruf haben, Daten leichtfertig mit Orten wie Facebook zu teilen.
    Allerdings zeigen solche Apps den Zyklus oft wie ein Zifferblatt, und das halte ich für eine seltsame Darstellung, weil natürliche Zyklen unterschiedlich lang sind. Wenn ein Zyklus 26 Tage dauert und der nächste 30, zeigt das Zifferblatt den nächsten Zyklus im Mittel als 26 Tage an, und der Zeiger wirkt, als wäre er bei „fünf vor zwölf“ stehen geblieben; mit jedem Tag rückt er nicht einfach einen Schritt weiter, sondern die Tagesintervalle werden stärker komprimiert.
    Dadurch lassen sich Zyklen nicht intuitiv miteinander vergleichen, und es entsteht der Eindruck, natürliche Zyklen hätten immer dieselbe Länge. Tatsächlich schwankt bei den meisten Frauen die Zykluslänge im Lauf eines Jahres um mehr als 8 Tage.

    • Oft hat man nicht einmal die Wahl, ob diese Apps Daten weitergeben oder nicht. Strafverfolgungsbehörden können diese Daten erhalten und nutzen, um lebensnotwendige medizinische Versorgung zu verweigern.
      Florida wollte zeitweise menstruationsbezogene Meldungen für studentische Athletinnen verpflichtend machen, ist damit zum Glück aber gescheitert.
    • Der Begriff Zyklus ergibt durchaus Sinn, weil er wörtlich eine Wiederkehr beschreibt.
      Das Problem ungenauer Vorhersagen besteht unabhängig von der Darstellungsform. Der Kern dieser App ist schließlich, dabei zu helfen vorherzusagen, wann die nächste Periode beginnt; ob man das als Countdown oder als Kalender zeigt, macht keinen Unterschied.
      Um das „fünf vor zwölf“-Problem zu verringern, könnte man zum Beispiel den gesamten Bereich von 9 bis 12 Uhr als Zeitfenster markieren, in dem die Periode beginnen könnte, mit einer weniger sicheren Farbe am Anfang und einer sichereren Farbe näher an 12 Uhr. Bei Personen mit lockerem Zyklus könnte der Bereich „könnte hier beginnen“ breiter sein, bei sehr regelmäßigen Personen klarer so dargestellt, als beginne es bei 12 Uhr.
      Der Vergleich zwischen Zyklen scheint im Statistik-Tab bereits ziemlich klar vorhanden zu sein.
    • Stimmt schon. Trotzdem ist es gut, sehen zu können, wie viele Tage noch übrig sind. Auch wenn es nicht zu 100 % genau ist und aussieht, als wäre es bei „fünf vor zwölf“ stehen geblieben, weiß man ab dann, dass es jederzeit losgehen kann.
      Man könnte auch andere Darstellungsoptionen ergänzen. Eine Form ähnlich dem Commit-Graphen auf GitHub wäre vielleicht auch gut.
      Für den Vergleich der Zykluslängen gibt es einen eigenen Statistikbereich. Ich würde dort gern noch einen Graphen ergänzen, um die Schwankungen deutlicher zu zeigen.
  • Glückwunsch zum Launch.
    Da die App im Google Play Store ist, würde ich gern fragen, warum es deiner Meinung nach nicht sinnvoll wäre, die App-Daten mit dem eigenen Google-Konto des Nutzers zu synchronisieren, sofern der Nutzer zustimmt.
    Dass du vermeiden willst, sich bei einem Drittserver anzumelden und Daten dort zu speichern, verstehe und unterstütze ich. Solche Server neigen dazu, Daten zu verwenden oder zu verkaufen. Aber sind App-Daten im Google-Konto nicht ziemlich sicher?
    Google App Backup speichert Nutzerdaten doch im Grunde im eigenen Google-Drive-Konto des Nutzers, also eher wie ein sqlite-Dump, oder? https://developer.android.com/guide/topics/data/backup
    Wenn die App überhaupt kein Konto benötigt, wäre vielleicht auch ein Eintrag bei F-Droid eine Überlegung wert, wie andere schon vorgeschlagen haben.

    • Die Backup-Funktion steht bereits auf der Roadmap als optionale Funktion. Da man Daten aber schon manuell importieren und exportieren kann, hat das aktuell keine hohe Priorität.
      F-Droid könnte ebenfalls eine Option sein, aber im Moment ist das Projekt nicht Open Source, daher dürfte das wohl nicht möglich sein.
    • Wenn etwas als datenschutzfreundlich bezeichnet wird und dann bei Google gesichert wird, fragt man sich schon, was das noch bedeuten soll.
  • Gut gemacht. Es ist schön zu sehen, dass mehr Apps für Frauen von Entwicklerinnen gemacht werden.
    Wie andere Kommentare schon sagen: Wenn du es Open Source machen und Datenschutz sowie lokale Speicherung stärker herausstellen würdest, könnte das viel bringen. Wenn du die Nutzerbasis vergrößern willst, könnte das auch bei Medienaufmerksamkeit helfen.

    • Da bin ich mir nicht sicher. Ein Open-Source-Projekt zu pflegen, kostet mehr Zeit als ein Projekt mit geschlossenem Quellcode. Es kann auch gemeinschaftsorientierte Projekte mit geschlossenem Quellcode geben.
      Trotzdem ist es ein guter Weg, Datenschutz und lokale Speicherung stärker zu betonen.
  • Ich habe auch einmal eine einfache App für Android gebaut, weil ich keine fand, die leicht genug zu benutzen war.
    Zusätzliche Funktionen, die meine Freundin wollte, waren Stimmungstracking und Tags pro Datum. Bei der Stimmung konnte man aus fünf Emoji-Stufen wählen, und man konnte zum Beispiel ein Tag wie „Schmerzen“ anlegen, um anzuzeigen, ob es an dem Tag Krämpfe gab. Diese Daten lassen sich zur persönlichen Analyse als csv/xslx exportieren.
    Wenn solche Funktionen dazukämen, würde ich eher diese App empfehlen.
    Meine App hat mindestens SDK 20 und läuft daher auch auf älteren Handys.

    • Meine App braucht mindestens SDK 19, insofern stimmt das. Aber ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass ich diese Funktionen in naher Zukunft ergänzen werde.
      Stimmungstracking steht bereits auf der Feature-Liste. Die Tag-Funktion notiere ich mir zur Prüfung. Ein Datenexport ist ebenfalls möglich, allerdings als json-Datei statt als csv.
    • Das klingt ähnlich wie Pixels[1], das Periodentracking als erstklassige Funktion eingebaut hat.
      [1] https://teovogel.me/pixels/
    • Ist die App Open Source? Solche einfachen Apps werden wirklich gebraucht. Für mich sind Open Source und Datenschutz zur langfristigen Absicherung das Wichtigste.
  • Als ich Android genutzt habe, habe ich nach einer Perioden-Tracking-App gesucht, aber nur cloudbasierte Apps gefunden, deshalb habe ich mehrere Jahre lang nichts getrackt. Für so eine App bin ich dankbar.

  • Um die Datenschutzperspektive klarer zu machen, wäre es vielleicht sinnvoll, sie Open Source zu veröffentlichen und auch bei F-Droid einzustellen. Und ich frage mich auch, warum „In-App-Käufe“ angezeigt wird. Bei einem einfachen Kalender scheint es keine Zusatzfunktionen zu geben, die man kaufen müsste.
    Viele HN-Leser haben vielleicht gar kein Gerät, auf dem sie dieses Projekt selbst nutzen könnten, aber sie haben möglicherweise Freundinnen, Ehefrauen, Schwestern oder Töchter, denen so eine datenschutzfreundliche App helfen könnte.

    • Die In-App-Käufe sind dafür da, dass man auf Wunsch andere Themes kaufen kann. Man muss nichts kaufen, und alle Funktionen bleiben vollständig nutzbar. Trotzdem fand ich es gut, wenigstens eine kleine Möglichkeit für Einnahmen zu haben.
      Über Open Source habe ich bisher nicht nachgedacht, aber ich könnte mir das einmal überlegen.
    • Da die Rechtslage rund um reproduktive Gesundheit in manchen Bundesstaaten komplizierter geworden ist, sollte Datenschutz oberste Priorität haben, wenn man überlegt, eine solche App zu nutzen.
    • Laut der eigenen Website[1] scheint OP Google Analytics zu akzeptieren. Daher dürfte es schwer sein, in Richtung „Wenn du echten Datenschutz willst, meide Google“ zu argumentieren.
      Ich stimme zwar zu, aber OP denkt oder fühlt über Google offenbar anders.
      [1] - https://www.siekmoeller.com/ladylog/impressum.html
    • Wie weit sind vertrauenswürdige reproduzierbare Builds derzeit eigentlich, wenn man Open-Source-Code als Android-App ausliefert?
    • In-App-Käufe sind ein entscheidender Nachteil. Nicht nur gibt es keinen guten Grund dafür, sie machen auch eine Integration mit Google Play Services nötig.
      Wenn Datenschutz das Ziel war, ist das allein schon ein Fehlschlag.
      Wenn das Ziel war, mit dem Bedarf von Frauen an datenschutzorientiertem Periodentracking Geld zu verdienen, gibt es keinen Grund, nicht stattdessen eine passende FOSS-Alternative zu wählen, die sich stärker um die Nutzer kümmert als um passives Einkommen für die Entwicklerin.
  • Glückwunsch. Eine Ergänzung noch: Meine Frau hat einen Periodentracker nur genutzt, wenn sie versucht hat, schwanger zu werden. Es war nützlich, wenn die App den Eisprung vorhersagte oder darauf hinwies.

    • Es kann auch in die andere Richtung nützlich sein. Zumindest hilft es dabei, das relative Risiko einer Schwangerschaft zu kennen.
  • Es ist gut, dass es in diesem Bereich Alternativen gibt. Meine Freundin nutzt Drip[1], und das ist eine ziemlich gute App, weil man dort auch Stimmung, Sexualleben, Schmerzen und Ähnliches tracken kann.
    1: https://gitlab.com/bloodyhealth/drip

  • Cool, danke. Zu viele bestehende Apps für Frauengesundheit setzen auf die Cloud, und das fühlt sich unangenehm an.