3 Punkte von GN⁺ 2024-04-28 | 1 Kommentare | Auf WhatsApp teilen

Einführung in die MovieCart-Software und -Hardware zur Erstellung vollfarbiger Film- und Audio-Cartridges für den Atari 2600

Technische Spezifikationen

  • Besteht aus zwei bei 60fps abwechselnden Feldern
  • Jedes Feld besteht aus einem Schachbrettmuster aus 10 x 262 Zellen
  • Jede Zelle enthält eine von 128 Farben und ist 8 Pixel breit sowie 1 Pixel hoch
  • Bietet bei 30fps eine effektive Auflösung von 80 x 262 und unterstützt 10 Farben pro Zeile
  • 4-Bit-Mono-Sound, erzeugt bei 15.720KHz
  • Helligkeit, Lautstärke und Shuttle-Position können per Joystick gesteuert werden
  • Über die Konsolenschalter lassen sich Schwarzweiß, 10 Sekunden zurückspulen und komplettes Zurückspulen steuern
  • Jedes Feld benötigt 2,5K Daten
  • Pro Sekunde werden 75,5 Combat-Cartridges benötigt, oder für einen zweistündigen Film mehr als 500.000 Cartridges

Hauptmerkmale

  • Das erste Produkt, das den Genuss der Leinwand ins eigene Zuhause bringt
  • Bietet beeindruckende 80 x 192 Auflösung, 7-Bit-Farbe und 4-Bit-Mono-Audio
  • Ermöglicht den Aufbau einer Bibliothek mit Spielfilmen in voller Länge

Kaufinformationen

Meinung von GN⁺

  • Der Atari 2600 ist zwar eine Spielkonsole, doch dieses bahnbrechende Produkt macht es möglich, darauf vollfarbige Filme anzusehen. Für die damalige Zeit war das eine ausgesprochen innovative Idee.
  • Auch wenn Auflösung und Framerate begrenzt sind, wirkt die Leistung gemessen am Stand der Technik der frühen 1980er bemerkenswert. Man kann es als ein seiner Zeit voraus gewesenes Produkt sehen.
  • Dass für die Speicherung eines einzigen Films mehr als 500.000 Cartridges nötig wären, wirkt wenig realistisch. Für die tatsächliche Nutzung scheint das kaum praktikabel.
  • Für gewöhnliche Nutzer dürfte es nicht einfach sein, Filme selbst zu encodieren und auf Cartridges zu speichern. Für den Aufbau einer Filmbibliothek wäre wohl ein eigener Dienst dafür nötig.
  • Bedeutend ist vor allem der Versuch, die Leistungsfähigkeit einer Spielkonsole maximal auszureizen, um ein neues Medienerlebnis zu schaffen. Auch wenn die Technik der Zeit klare Grenzen setzte, hat das Produkt den Möglichkeitsraum von Spielkonsolen erweitert.

1 Kommentare

 
GN⁺ 2024-04-28
Hacker-News-Kommentare
  • Im Bereich Retro-Computing passieren derzeit unglaublich spannende Dinge. Es ist im Trend, alte Geräte mit Chips auszustatten, die für sehr wenig Geld enorme Rechenleistung bieten, und damit herumzuspielen.
  • Es ist eine interessante Idee, viel Rechenleistung in das Cartridge zu packen und den „eigentlichen“ Computer als extrem schlechte GPU zu verwenden.
  • Ich frage mich, ob sich einige cartridgebasierte Konsolen erheblich erweitern lassen. Ich würde gern ausprobieren, ob man einen ARM-Chip in ein Cartridge packen und per H.264 ausgeben könnte.
  • Das ist ein Projekt, das jemand nicht des Geldes wegen, sondern wegen der Herausforderung einfach umsetzen musste.
  • Es ist nicht ganz so interessant, wie ich gehofft hatte, weil es so wirkt, als würde das Cartridge die Rolle des Computers übernehmen und die Konsole nur als dumpfes Display behandeln.
  • Das Handbuch im 2600-Stil, das der Autor dafür gemacht hat, ist großartig. Vom Cover von Steve Martins „The Jerk“ bis zu Details wie „tolle Titel, die Sie Ihrer Sammlung hinzufügen können“ wurde an alles gedacht.
  • Wenn man noch die Kompressionstechnik der Slots hinzufügt, könnte man auf einem einzigen Cartridge eine ganze Filmbibliothek unterbringen.
  • Wenn man berücksichtigt, wie die 2600 ihre Grafik erzeugt, wirkt das eigentlich unmöglich, aber sie haben es geschafft – das ist beeindruckend.
  • Aus 4 GB etwa 4 Stunden Inhalt herauszuholen, ist wirklich cool. Das Cartridge scheint für 25 $ verkauft zu werden. Ein spannendes Medium, das es wert ist, erkundet zu werden.
  • Ich frage mich, ob das auch auf einem modifizierten Atari Flashback 2 sauber funktionieren würde.