Einführung in die MovieCart-Software und -Hardware zur Erstellung vollfarbiger Film- und Audio-Cartridges für den Atari 2600
Technische Spezifikationen
- Besteht aus zwei bei 60fps abwechselnden Feldern
- Jedes Feld besteht aus einem Schachbrettmuster aus 10 x 262 Zellen
- Jede Zelle enthält eine von 128 Farben und ist 8 Pixel breit sowie 1 Pixel hoch
- Bietet bei 30fps eine effektive Auflösung von 80 x 262 und unterstützt 10 Farben pro Zeile
- 4-Bit-Mono-Sound, erzeugt bei 15.720KHz
- Helligkeit, Lautstärke und Shuttle-Position können per Joystick gesteuert werden
- Über die Konsolenschalter lassen sich Schwarzweiß, 10 Sekunden zurückspulen und komplettes Zurückspulen steuern
- Jedes Feld benötigt 2,5K Daten
- Pro Sekunde werden 75,5 Combat-Cartridges benötigt, oder für einen zweistündigen Film mehr als 500.000 Cartridges
Hauptmerkmale
- Das erste Produkt, das den Genuss der Leinwand ins eigene Zuhause bringt
- Bietet beeindruckende 80 x 192 Auflösung, 7-Bit-Farbe und 4-Bit-Mono-Audio
- Ermöglicht den Aufbau einer Bibliothek mit Spielfilmen in voller Länge
Kaufinformationen
Meinung von GN⁺
- Der Atari 2600 ist zwar eine Spielkonsole, doch dieses bahnbrechende Produkt macht es möglich, darauf vollfarbige Filme anzusehen. Für die damalige Zeit war das eine ausgesprochen innovative Idee.
- Auch wenn Auflösung und Framerate begrenzt sind, wirkt die Leistung gemessen am Stand der Technik der frühen 1980er bemerkenswert. Man kann es als ein seiner Zeit voraus gewesenes Produkt sehen.
- Dass für die Speicherung eines einzigen Films mehr als 500.000 Cartridges nötig wären, wirkt wenig realistisch. Für die tatsächliche Nutzung scheint das kaum praktikabel.
- Für gewöhnliche Nutzer dürfte es nicht einfach sein, Filme selbst zu encodieren und auf Cartridges zu speichern. Für den Aufbau einer Filmbibliothek wäre wohl ein eigener Dienst dafür nötig.
- Bedeutend ist vor allem der Versuch, die Leistungsfähigkeit einer Spielkonsole maximal auszureizen, um ein neues Medienerlebnis zu schaffen. Auch wenn die Technik der Zeit klare Grenzen setzte, hat das Produkt den Möglichkeitsraum von Spielkonsolen erweitert.
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