1 Punkte von GN⁺ 2024-04-19 | 1 Kommentare | Auf WhatsApp teilen

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GN⁺ 2024-04-19
Hacker-News-Kommentare

Zusammenfassung:

  • Ein interessanter Artikel über Federn; beim genetischen Rätsel der Hautanhangsgebilde ist noch vieles ungeklärt. Zum Beispiel, warum menschliche Fingernägel und Haare nur in eine Richtung wachsen.
  • Microraptor hatte vier Flügel. Man stellt sich vor, dass er im Flug wie eine F-35 ausgesehen haben könnte. Letztlich haben sich zwei Flügel als optimal entwickelt, offenbar nicht nur wegen der Beweglichkeit am Boden, sondern auch wegen der Optimierung von Gabelbein (wishbone) und Brustmuskulatur.
  • Ein Pfuhlschnepfen-Individuum namens B6 stellte einen Weltrekord auf, indem es 11 Tage lang 8.425 Meilen ohne Pause flog. Dazu trugen verschiedene Faktoren bei, darunter Muskelkraft, eine hohe Stoffwechselrate und Toleranz gegenüber Cortisolwerten.
  • Bei Langstreckenflügen schlafen Vögel, indem sie jeweils nur eine Gehirnhälfte gleichzeitig nutzen, sodass sie in der Luft nicht einnicken und abstürzen.
  • Wenn die Erde in einigen zig Millionen Jahren wieder wärmer wird, könnten statt Säugetieren Vögel die dominante Art werden. Vor allem Krähen scheinen in vieler Hinsicht optimiert zu sein und könnten möglicherweise eine Vogelzivilisation hervorbringen, allerdings würde es an fossilen Brennstoffen für eine Industriezivilisation fehlen.
  • Unglaubliche Langstreckenflüge sind offenbar weniger durch Flügelschlag möglich als durch die Nutzung starker Kräfte in Luftströmungen und zwischen Wellen. So können etwa Segelflugzeuge ohne Antrieb allein mit Wind und Schwerkraft Geschwindigkeiten von über 548 Meilen pro Stunde erreichen.
  • Federn sind eine erstaunliche Erfindung der Evolution, aber Superlative können Widerspruch hervorrufen, daher ist Vorsicht angebracht. „Federn sind eine unglaublich raffinierte Erfindung der Evolution“ wäre wohl die bessere Formulierung.
  • In der Evolutionstheorie braucht man kein Grundmodell dafür, ob eine Erfindung tatsächlich realisierbar ist; es reicht aus, dass diese Erfindung möglich ist. Das lässt alles irgendwie möglich erscheinen und wirkt dadurch nicht sehr wissenschaftlich.
  • Frühe Evolutionstheoretiker stellten die Evolution von Federn und Flügeln infrage, weil mit ein paar kleinen Federstücken kein Gleitflug möglich sei und eine schrittweise Evolution deshalb schwierig wirkte. Die Theorie, dass sie sich zur Wärmeregulierung entwickelt haben, gilt als plausibel.
  • Vögel sind auch deshalb bemerkenswerte Lebewesen, weil sie sowohl beim Ein- als auch beim Ausatmen Sauerstoff aufnehmen. Damit ein Vogel wie B6 zehn Tage am Stück fliegen kann, sind Federn wichtig, aber es braucht auch enorm viel Energie.