Rat zu Freizeitaktivitäten
- Du bist kein Prominenter. Was du tust oder erschaffst, wird wahrscheinlich kaum oder gar keine Aufmerksamkeit bekommen. Versuche also nicht, für ein nicht existentes Publikum zu optimieren, sondern konzentriere dich stattdessen darauf, woran du selbst Freude haben kannst.
Wenn du Handwerk oder ein künstlerisches Hobby ausprobieren möchtest?
- Konzentriere dich darauf, die Fähigkeiten zu erlernen, und genieße die Vielfalt, die sie dir bieten können. Du musst keinen persönlichen Stil entwickeln. Es wird niemanden interessieren.
Wenn du fotografieren möchtest und Schwarz-Weiß-Fotografie cool findest?
- Super! Du musst keine Instagram-Marke rund um deine düsteren Schwarz-Weiß-Fotos aufbauen. Wahrscheinlich wirst du irgendwann genug davon haben und andere Arten von Fotos machen wollen, und das ist gut so. Du bist nicht Ansel Adams, und niemand interessiert sich dafür, wo dein „Stil“ liegt.
Wenn du eine App oder Website bauen möchtest, aber den Designprozess nicht magst?
- Dann mach sie eben hässlich. Wen kümmert’s! Design ist für ein Publikum da, und du hast keines. Im Moment ist Funktionalität wichtiger. Vielleicht wird irgendwann ein Designer darauf aufmerksam und möchte es verbessern, aber bis dahin solltest du auf dein miserables UI stolz sein.
Bloggen macht Spaß und kann therapeutisch sein
- Grammatik und Lektorat eher nicht. Solange deine Gedanken einigermaßen konsistent sind, solltest du dir nicht zu viele Sorgen über Schreibfehler oder Selbstzensur machen. Nutze Grammarly, um grobe Fehler zu korrigieren, und mach weiter. Es geht dabei mehr um den Prozess des Schreibens als um das Endergebnis.
Was ist bei jeder Aktivität am verhängnisvollsten?
- Darüber zu fantasieren, wie man damit Geld verdienen könnte. Das ist der schnellste Weg, auf die falschen Dinge zu optimieren und sich den Spaß zu nehmen. Wahrscheinlich wirst du die Aktivität dann fast sofort wieder aufgeben, also heb dir Monetarisierungspläne für die Arbeit auf.
Letztlich
- Finde etwas, das dir Spaß macht, und tu es einfach, weil du es genießt. Setze dir, wenn nötig, Ziele für dich selbst, aber niemals Ziele für ein „Publikum“.
Meinung von GN⁺
- Viele Menschen beginnen gar nicht erst mit einem Hobby, das sie eigentlich mögen, weil sie Angst haben, dass es nicht berühmt wird oder viel Aufmerksamkeit bekommt. Dieser Text ist positiv, weil er dazu rät, sich auf die Tätigkeit zu konzentrieren, die man genießt, und darin an sich schon Sinn zu finden.
- Das Bedürfnis nach Aufmerksamkeit ist an sich nicht das Problem. Es kann aber eines werden, wenn es dich daran hindert, eine Tätigkeit, die du magst, anzufangen und dranzubleiben. Wichtig ist zuerst, ganz in der Tätigkeit selbst aufzugehen.
- Allerdings kann sich, wenn man ein Hobby mit einer gewissen Ernsthaftigkeit betreibt, ganz natürlich ein eigener Stil entwickeln. Der Prozess, den eigenen Weg zu finden, ohne sich um die Blicke anderer zu kümmern, kann ebenfalls Freude machen.
- Auch der Rat zum Bloggen ist bemerkenswert. Wichtiger als perfekte Sätze zu schreiben ist es, den Prozess zu genießen, die eigenen Gedanken zu ordnen und auszudrücken. Leser muss man deshalb aber nicht ausschließen. Eine ehrliche eigene Geschichte kann bei jemandem Anklang finden.
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