Vertrauensverlust in Kagi
(d-shoot.net)Gründe, warum ich das Vertrauen in die Suchmaschine Kagi verloren habe
- Der Autor hat in der Vergangenheit mehrfach über die kostenpflichtige Suchmaschine Kagi geschrieben, möchte nun aber die Gründe dafür darlegen, warum er das Vertrauen in Kagi verloren hat
- Da die meisten Gründe aus Kagis Discord stammen, den normale Nutzer kaum sehen, geht er davon aus, dass viele Kagi-Befürworter diesen Hintergrund nicht kennen
- Es handelt sich nicht um eine tiefgehende Untersuchung, sondern um eine persönliche Zusammenstellung der Gründe, warum er sich von einem Kagi-Abonnenten zu einem Anti-Kagi-Kritiker entwickelt hat
Kagis geschäftliche Diversifizierung und finanzielle Probleme
- Kagi betreibt neben der Suchmaschine gleichzeitig mehrere Projekte, darunter AI-Tools, den nur für Mac verfügbaren Browser Orion und einen E-Mail-Dienst
- Diese Projekte sind nicht besonders profitabel, und bei insgesamt 16 Personen arbeiten nur etwa 8 in Vollzeit, sodass es an Entwicklungskapazität fehlt
- Zwar wurden 670.000 US-Dollar an Investitionen eingesammelt, doch wofür das Geld verwendet wurde, ist unklar; zudem macht das Unternehmen offenbar bei jeder Suche Verlust und kämpft finanziell
- Zum Erreichen von 20.000 Nutzern wurde in Deutschland eigens eine T-Shirt-Firma gegründet, um 20.000 Exemplare für die kostenlose Verteilung herzustellen – ein unangemessener Einsatz von Mitteln
- Zwei Jahre lang wurde keine Verkaufssteuer abgeführt, bevor später doch Probleme bei der Steuerzahlung auftraten
Blindes Vertrauen in AI und nachlässiger Umgang mit Privatsphäre
- Kagi begann als AI-Unternehmen, pivotierte dann zur Suchmaschine und konzentriert sich in jüngster Zeit erneut stark auf die Entwicklung von AI-Funktionen
- Mehrere AI-Tools wie FastGPT, Instant Answers und Universal Summarizer befinden sich in Entwicklung, weisen aber Probleme auf, etwa durch ungenaue Informationen
- Gründer Vlad vertraut blind darauf, dass AI die Zukunft der Suche sei und Voreingenommenheit beseitigen könne – eine Sichtweise, die wenig mit der Realität zu tun hat
- Beim Thema Privatsphäre und Sicherheit zeigt Kagi eine Haltung nach dem Motto „trust me bro“ und behauptet ohne belastbare Grundlage sogar, E-Mails seien keine PII
- Auch bei Datenschutzvorgaben wie der DSGVO wird die Sache einfach liegen gelassen mit dem Hinweis, man falle nicht unter deren Anwendungsbereich
Meinung von GN⁺
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Finanzlage und Geschäftsstrategie: Das Erlösmodell von Kagi wirkt besorgniserregend, und der unangemessene Einsatz von Mitteln – etwa die Gründung einer T-Shirt-Firma – ist enttäuschend. Angesichts einer instabil wirkenden Finanzlage ist fraglich, ob es klug ist, so viele Projekte parallel zu betreiben.
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Einsatz von AI-Technologie: Das übermäßige Vertrauen des Gründers in AI ist beunruhigend. AI vorschnell in Bereichen wie Bias-Entfernung oder Nachrichtenzusammenfassungen einzusetzen, die technisch noch nicht ausgereift sind, kann riskant sein.
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Datenschutzrichtlinie: Antworten nach dem Muster „trust me“ und die Behauptung, E-Mails seien keine PII, lassen Zweifel daran aufkommen, dass Privatsphäre wirklich ernst genommen wird. Eine klare Datenschutzrichtlinie scheint notwendig.
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Alternative Dienste: Wenn Privatsphäre wichtig ist, werden Suchmaschinen wie DuckDuckGo, Startpage und Searx empfohlen. Für E-Mail erscheint ein Dienst wie Proton Mail besser geeignet.
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Kurz gesagt ist es derzeit schwer, Kagi zu vertrauen, und es bleibt abzuwarten, ob sich das in Zukunft ändert. Persönlich wäre es wohl besser, bis zu einer größeren Reife nach anderen Alternativen zu suchen.
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