Spektakuläre Aufnahmen aus dem Inneren der Sonnenatmosphäre
- NASAs Parker Solar Probe beobachtete in der Korona, der äußeren Atmosphäre der Sonne, eine gewaltige „Wirbelstruktur“.
- Die Sonde flog deutlich näher an die Sonne heran als jede frühere Mission und veröffentlichte kürzlich beispiellose Aufnahmen ihrer WISPR-Kamera online.
Ursache der von der Sonne ausgestoßenen Phänomene
- Forschende vermuten, dass dieses Phänomen durch die Wechselwirkung zwischen einem koronalen Massenauswurf (CME) und dem Sonnenwind entstanden ist.
- Die Sonne stößt fortlaufend den Sonnenwind aus, einen stetigen Strom geladener Teilchen.
Neue Chancen durch die Erforschung der Sonne
- Die neue Studie zu diesen Aufnahmen wurde in The Astrophysical Journal veröffentlicht und kommt zu dem Schluss, dass Entdeckungen in der unbekannten Region der Sonne neue Möglichkeiten schaffen, CMEs besser zu verstehen und vorherzusagen.
- Dieser seltene Wirbel wird technisch als „Kelvin-Helmholtz-Instabilität“ (KHI) bezeichnet.
Die Gefahren von CMEs
- CMEs können Satelliten gefährden, Kommunikations- und Navigationstechnik stören und sogar Stromnetze auf der Erde lahmlegen.
- Ein starker CME im Jahr 1989 führte in Québec, Kanada, bei Millionen Menschen zu Stromausfällen.
Die fortlaufende Mission der Parker Solar Probe
- NASAs Parker Solar Probe wird ihre Hochgeschwindigkeits-Tauchflüge in die Sonnenkorona fortsetzen.
- Die Sonde ist durch einen 4,5 Zoll dicken Hitzeschild aus Kohlenstoff geschützt, der zur Sonne zeigt; der Schild wird auf etwa 2.500 Grad Fahrenheit erhitzt, während es auf der Rückseite des Schilds überraschend moderat bleibt.
- Gegen Ende dieses Jahres wird erwartet, dass die Sonde etwa 430.000 Meilen pro Stunde erreicht.
Meinung von GN⁺
- Die Entdeckung der Parker Solar Probe ist ein wichtiger Schritt, der das wissenschaftliche Verständnis der Sonne erheblich verbessern kann. Die direkt in der Sonnenkorona beobachtete Wirbelstruktur liefert neue Informationen über die Wechselwirkung zwischen Sonnenwind und CME, was bei der Vorhersage der Auswirkungen auf die Erde sehr hilfreich sein dürfte.
- Da CMEs gravierende Auswirkungen auf die technische Infrastruktur der Erde haben können, ist ein besseres Verständnis und eine bessere Vorhersage dieser Phänomene essenziell, um die Genauigkeit von Weltraumwetter-Prognosen zu erhöhen und potenzielle Schäden zu minimieren.
- Auch die technischen Aspekte der Sonde, insbesondere die Hitzeschild-Technologie, die selbst bei extrem hohen Temperaturen funktionsfähig bleibt, stellen einen wichtigen Fortschritt im Design von Raumsonden dar. Solche Technologien könnten auch bei künftigen Missionen eingesetzt werden und Einsätze in noch extremeren Umgebungen ermöglichen.
- Die Erforschung der Sonne kann nicht nur für die Weltraumwissenschaft, sondern auch für die Klimaforschung auf der Erde wichtige Daten liefern. Da die Sonnenaktivität großen Einfluss auf das Klimasystem der Erde hat, spielt die Beobachtung von Veränderungen der Sonne eine wichtige Rolle in der Klimaforschung.
- Diese technologischen Fortschritte und Forschungsergebnisse sind nicht nur spannend und nützlich für Menschen mit Interesse an der Weltraumwissenschaft, sondern werden langfristig auch einen wichtigen Beitrag dazu leisten, die Auswirkungen auf Leben und Technik auf der Erde besser zu verstehen.
1 Kommentare
Hacker-News-Kommentare
Ein Nutzer, der Ende der 1980er Jahre während seiner Promotion die Kelvin-Helmholtz-Instabilität auf einem Supercomputer simulierte, sagt, er freue sich zu sehen, dass dieses Phänomen wie vorhergesagt in der Solardynamik existiert und sich entsprechend verhält. Er erwähnt außerdem, dass auch andere damals vorhergesagte Plasma-Instabilitäten durch Raumsonden bestätigt wurden.
Angesichts der Tatsache, dass sich die Parker Solar Probe mit mehreren Hunderttausend Meilen pro Stunde bewegt, vermutet ein Kommentar, dass der beobachtete Wirbel ungefähr die Größe des Sonnendurchmessers haben könnte.
Ein Nutzer fragt nach der Bedeutung der Darstellung des Wirbelvideos in Falschfarben und sagt, dass er seltsamerweise gern tieffrequente Geräusche von der Sonne hören würde.
Ein Kommentar fragt, ob sich ein Maßstab für die Größe des Wirbels finden lässt.
Ein Nutzer liefert die Information, dass die Parker-Sonde Ende dieses Jahres 430.000 Meilen pro Stunde erreichen werde, und erwähnt, dass das fast 0,1 % der Lichtgeschwindigkeit seien.
Ein Nutzer sagt, die Kelvin-Helmholtz-Instabilität sehe wie ein Wurmloch aus.
Ein Kommentar drückt Enttäuschung darüber aus, dass das Video keine Farben habe, keinen Größenmaßstab enthalte und zu kurz sei, um zu verstehen, was man da eigentlich sehe.
Die Kommentare „dead“ und „flagged“ liefern keinen konkreten Inhalt.
Ein Kommentar behauptet, angesichts der Skaleneffekte durch die Massenproduktion von Smartphones und ähnlichen Geräten wäre es günstiger, eine Farbkamera einzubauen.