Aufstieg und Fall von Silicon Graphics
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James Henry Clark wurde am 23. März 1944 in Plainview, Texas, geboren.
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Clarks Familie war nicht wohlhabend; sein Vater konnte keine feste Arbeit halten, und seine Mutter verdiente 225 Dollar im Monat.
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Clark war während der Highschool rebellisch, brach die Schule schließlich ab und trat der US Navy bei.
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In der Navy lernte Clark Elektrotechnik und fasste den Entschluss, sein Leben zu verbessern.
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Nach der Aufnahme an der Tulane University erwarb Clark an der University of New Orleans einen Bachelor- und einen Masterabschluss in Physik und promovierte anschließend an der University of Utah in Informatik.
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Danach arbeitete er als Assistant Professor an der UC Santa Cruz und wurde 1979 Associate Professor an der Stanford University.
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In Stanford arbeitete Clark mit Xerox PARC an einem Projekt zur Entwicklung von 3D-Grafik.
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Daraus entstand ein Spezialmikroprozessor namens „Geometry Engine“.
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Die Geometry Engine führte schließlich zur Erfindung der GPU.
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Clark gründete am 9. November 1981 Silicon Graphics Inc. (SGI) und verließ Stanford Anfang 1982, um das Unternehmen hauptberuflich zu führen.
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In der Anfangszeit entwickelte SGI Workstations, die sich an den Anforderungen der Kunden orientierten.
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Das erste Produkt von SGI war der im November 1983 veröffentlichte IRIS 1000; danach folgten weitere Modelle.
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Die Hardware von SGI wurde von Softwareentwicklern so genutzt, dass ihre Grafikfähigkeiten maximal ausgeschöpft wurden.
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Clark hatte einen sehr freien Führungsstil, der intern zu zwei unterschiedlichen Interpretationen führte.
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Schließlich wurde Ed McCracken als CEO geholt.
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1985 brachte SGI die IRIS-2000-Serie heraus und präsentierte mit Professional IRIS ein RISC-basiertes System.
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Diese Serie basierte auf der MIPS-R2000-CPU.
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1986 vereinbarte SGI mit der Control Data Corporation (CDC), IRIS-Maschinen unter der Marke CDC weiterzuverkaufen.
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1988 kaufte IBM eine Lizenz, um die Grafikkarten und Softwarebibliotheken von SGI in der RS/6000 POWERStation einzusetzen.
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SGI dominierte den Markt für Hochleistungs-Grafik-Workstations, begann den Einstieg in den Massenmarkt jedoch mit der Produktlinie Personal IRIS.
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Diese Produktlinie nutzte die MIPS-R2000-CPU.
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Zwischen 1991 und 1995 brachte SGI mit Indigo, Indigo 2 und Indy seine bekanntesten und beliebtesten Systeme auf den Markt.
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Diese Systeme wurden in Filmen wie "The Abyss", "Terminator 2" und "Jurassic Park" eingesetzt.
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1992 übernahm SGI MIPS Computer Systems und sicherte sich damit die Versorgung mit Komponenten.
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Ebenfalls 1992 veröffentlichte das Unternehmen OpenGL und stellte damit eine plattformübergreifende API für 2D- und 3D-Grafik bereit.
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1996 übernahm SGI Cray Research und kontrollierte damit rund 40 % des High-Performance-Computing-Marktes.
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1996 brachte SGI außerdem die Serien O2 und O2+ auf den Markt; diese Systeme nutzten eine Unified Memory Architecture.
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1997 erschien Octane und brachte die Technologie der Onyx-2-Serie in den Bereich der Midrange-Workstations.
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Allerdings schrieb SGI 1997 Verluste, und nach dem Rücktritt von McCracken übernahm Richard Belluzzo den Posten des CEO.
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1998 leitete SGI eine Restrukturierung ein, gliederte MIPS Technologies als eigenständiges Unternehmen aus und kündigte den Wechsel zu Itanium an.
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Trotz dieser Veränderungen änderte sich die Richtung des Unternehmens nicht, der Umsatz sank weiter und die Verluste stiegen.
Meinung von GN⁺
- Die Geschichte von Silicon Graphics ist eng mit der Entwicklung der Computergrafik verknüpft, und Aufstieg wie Fall des Unternehmens zeigen eindrucksvoll die sprunghafte Natur der Technologiebranche.
- Der frühe Erfolg von SGI beruhte auf innovativer Technologie und einer Produktstrategie, die auf die Anforderungen des Marktes reagierte; Veränderungen im Management und strategische Fehlentscheidungen beschleunigten jedoch den Niedergang des Unternehmens.
- Technologien von SGI wie OpenGL sind bis heute wichtig, und ihre Entwicklung sowie Standardisierung haben die moderne Computerlandschaft tiefgreifend beeinflusst.
- Der Fall SGI erinnert daran, wie Technologieunternehmen sich an Marktveränderungen anpassen müssen und dass kontinuierliche Innovation unverzichtbar ist.
- Dieser Artikel bietet für Menschen mit Interesse an Computergeschichte spannende Informationen und enthält wichtige Lehren über das Wachstum von Technologieunternehmen und den Umgang mit Krisen.
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Hacker-News-Kommentare
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