Großflächiger Landkauf zur Schaffung eines Yellowstone Europas
- Der weltweit bekannte Umwelt-Philanthrop Hansjörg Wyss machte die Finanzierung von Landkäufen in Rumänien zur Bedingung für ein ehrgeiziges Naturschutzprojekt.
- Rumänien besitzt 65 % der europäischen Urwälder, und für die Schaffung eines Yellowstone Europas wurden dort bereits 27.027 Hektar Land gekauft.
- Das Ziel ist die Einrichtung eines riesigen Schutzgebiets von 200.000 Hektar, vergleichbar mit dem North-Cascades-Nationalpark im US-Bundesstaat Washington.
Schutz eines bedeutenden Wildtierökosystems
- Die Region Transsilvanien ist eines der wichtigsten Wildtierökosysteme Europas und Lebensraum für Wölfe, Braunbären, Luchse und Biber.
- Die von dem Ehepaar Proberger geführte Stiftung kauft große Waldflächen, um illegale Abholzung zu verhindern und den Ökotourismus zur Förderung der regionalen Wirtschaft zu stärken.
- Die bereits gekauften Flächen wurden in Rumäniens nationales Kataster für Ur- und Primärwälder aufgenommen und damit dauerhaft geschützt.
Beteiligung und Entwicklung der lokalen Gemeinschaften
- Die Stiftung schafft Arbeitsplätze für die Einwohner vor Ort und fördert die wirtschaftliche Entwicklung der Region durch Bildungs- und Sozialprogramme.
- Für die Einrichtung des Făgăraș-Nationalparks ist die Zustimmung der lokalen Behörden erforderlich, doch die Stiftung bemüht sich darum, das Misstrauen in der Bevölkerung zu überwinden und die Unterstützung der Einwohner zu gewinnen.
Innovative Maßnahmen zum Schutz von Wildtieren
- Die Stiftung gründete einen eigenen Jagdverband und sicherte sich Jagdrechte auf 80.000 Hektar, um Wildtiere zu schützen und Gemsen- sowie Hirschbestände vor Wilderei zu bewahren.
- In der Region Lerești wurden vor zwei Jahren 28 Bisons wiederangesiedelt; dies dürfte bald zur Eröffnung eines Bison-Beobachtungszentrums führen, das Touristen anzieht und die Region belebt.
Meinung von GN⁺
- Dieses Projekt dürfte einen großen Beitrag zum Naturschutz in Rumänien und zur Entwicklung der regionalen Wirtschaft leisten. Durch die Verbesserung der Lebensqualität der Einwohner und die Belebung des Ökotourismus könnte es ein Modell für nachhaltige Entwicklung aufzeigen.
- Allerdings könnten das Misstrauen in den lokalen Gemeinschaften und der Widerstand der Holzfällerlobby erhebliche Hindernisse für den Projektfortschritt darstellen. Um diese zu überwinden, sind kontinuierliche Kommunikation und Aufklärung erforderlich.
- Vergleichbare Schutzprojekte sind etwa der Yellowstone-Nationalpark in den USA oder das Tompkins-Projekt in Chile und Argentinien; aus solchen Erfolgsbeispielen lassen sich wichtige Lehren ziehen.
- Bei der Einführung eines solchen Modells ist es wichtig, die Beteiligung und Unterstützung der lokalen Gemeinschaften zu sichern und langfristige Schutz- und Managementpläne zu erarbeiten.
- Dieses Projekt ist auch innerhalb Europas ein einzigartiger Fall und kann anderen Ländern ein Modell bieten, das Naturschutz und regionale Entwicklung zugleich verfolgt.
1 Kommentare
Hacker-News-Kommentare
Cold Mountainspielt in den Appalachen, wurde aber tatsächlich in den rumänischen Bergen gedreht. Wunderschön.