Darüber, dass es kein Gesetz für Cookie-Banner gibt
- Paul Graham dachte, die EU habe Cookie-Banner verpflichtend gemacht, tatsächlich gibt es jedoch kein Gesetz zu Cookie-Bannern.
- Die EU vertritt die Auffassung, dass für Tracking, Profiling und den Verkauf personenbezogener Daten eine Einwilligung erforderlich ist.
- Unternehmen können Cookie-Banner vermeiden, indem sie entweder gar nicht tracken oder den
Do Not Track-Header von Nutzerinnen und Nutzern respektieren, die kein Tracking wollen.
Alternative Methoden für die Cookie-Einwilligung
- Browser könnten, ähnlich wie beim SSL-Symbol, ein Tracking-Symbol anbieten und Informationen bereitstellen, über die Nutzerinnen und Nutzer per Klick einwilligen können.
- Eine Website könnte oben ein kleines Banner zur Cookie-Einwilligung anzeigen oder unten auf der Seite einen kleinen Button platzieren, um eine Einwilligung zu „Unterstützung durch Tracking“ einzuholen.
Warum Unternehmen Cookie-Banner verwenden
- Unternehmen wissen, dass Nutzerinnen und Nutzer kein Tracking wollen, möchten aber trotzdem tracken.
- Deshalb zwingen sie ihnen Cookie-Banner in halber Seitengröße auf, in der Hoffnung auf Zustimmung, und verdecken Inhalte, sodass die Nutzung der Website behindert wird.
- Sie verwenden „Dark UI Patterns“, die Nutzerinnen und Nutzer ermüden oder verwirren sollen, damit sie zustimmen.
Was Cookie-Banner tatsächlich sind
- Die EU hat Cookie-Banner nicht vorgeschrieben, aber Unternehmen machen den Menschen das Leben schwer.
- Nachdem Unternehmen Nutzerinnen und Nutzer nicht länger heimlich missbrauchen können, haben sie sich stattdessen für eine Methode entschieden, die einfach nur nervt.
Meinung zum Datenschutz
- EU-Regulierung ist nicht immer gut, aber Datenschutz ist wichtig, und der Autor hat schon vor 30 Jahren für PGP gekämpft und wird weiter dafür kämpfen.
Meinung von GN⁺
- Cookie-Banner können die User Experience beeinträchtigen und die Barrierefreiheit von Websites verschlechtern.
- Der Schutz der Datenprivatsphäre von Nutzerinnen und Nutzern ist wichtig, aber der gewählte Ansatz sollte benutzerfreundlich sein.
- Webentwickler sollten nach besseren Wegen suchen, Einwilligungen einzuholen; das kann zur Weiterentwicklung von Webstandards beitragen.
- Statt Cookie-Bannern sollte über ein Website-Design nachgedacht werden, das die Privatsphäre der Nutzerinnen und Nutzer respektiert.
- Technisch kann die Umsetzung von Mechanismen wie der Beachtung des
Do Not Track-Headers für Entwicklerinnen und Entwickler eine neue Herausforderung sein und dabei helfen, das Vertrauen der Nutzerinnen und Nutzer zu gewinnen.
1 Kommentare
Hacker-News-Kommentar
Drückt seinen Unmut über die Cookie-Gesetzgebung mithilfe einer Analogie zu versteckten Gebühren aus.
Weist darauf hin, dass es kein Gesetz zu Cookie-Bannern gibt und dass Unternehmen Cookie-Banner vermeiden können, wenn sie keine Nutzerverfolgung betreiben.
Kritisiert, dass gute Regulierung bedeutet, die zu erwartenden Folgen einer Regulierung vorherzusehen, und dass die EU-Regulierung den Nutzern Unannehmlichkeiten auferlegt.
Weist darauf hin, dass die Cookie-Gesetzgebung nicht nur Browser-Cookies betrifft, sondern auch ein zentrales Anti-Malware-Gesetz der EU ist, und verweist auf die Blockade bei EU-Novellen.
Betont, dass man auch Verantwortung für unbeabsichtigte Folgen von Gesetzen trägt.
Erläutert aus einer kritischen Haltung gegenüber der Cookie-Gesetzgebung, dass das Speichern von Inhalten auf dem Computer eines Nutzers dessen Zustimmung erfordert und von dessen User Agent kontrolliert wird.
Führt Hacker News und den verlinkten Artikel als Beispiele dafür an, dass dort keine Cookie-Banner nötig sind, und argumentiert, dass Cookies im Browser kontrollierbar sein sollten.
Argumentiert, dass die Cookie-Gesetzgebung, wenn sie gut formuliert wäre, einfach über Browsereinstellungen respektiert werden sollte und Nutzern transparent Vorteile bringen müsste.
Erläutert die Sichtweise, dass die meisten Menschen die Cookie-Einwilligung schnell hinter sich bringen wollen und sie als Gegenleistung für Inhalte ansehen.