- Das Unverwechselbarste am Vision Pro ist die große, glänzende Glasfront, die es selbst im ausgeschalteten Zustand von Konkurrenzprodukten unterscheidet, die von Aluminium oder Kunststoff umgeben sind.
- Im eingeschalteten Zustand ist sie nicht transparent, sondern zeigt hinter einem Linsenraster-Bildschirm ein 3D-ähnliches Video, das die Augen des Nutzers nachahmt.
- Apple nennt das das EyeSight-Display; wenn der Nutzer Sie ansieht, wirkt es, als würde man ihn durch beschlagenes Glas sehen.
Schweres Metall
- Das Glas selbst ist mit 34 Gramm leicht, aber mit Akku wiegt das Vision Pro mehr als 1 Kilogramm.
- Der externe Akku, der auf den meisten Werbefotos verborgen bleibt, wird in der Tasche getragen; direkt im Headset integriert wäre es zu schwer.
- Das Akkupack wiegt 353 Gramm und besteht aus drei Batterien in iPhone-Größe, die zusammen 35,9 Wh liefern.
Kopfbander
- Das Vision Pro wird mit einem 3D-gestrickten Solo Knit Band und einem Dual Loop Band geliefert.
- Diese Bänder werden an den Enden der Bügel hinter den Lautsprechern befestigt und lassen sich mit einem SIM-Karten-Auswurfwerkzeug abnehmen.
- Dank des modularen Designs lassen sich die Lautsprechermodule leicht austauschen.
Light Seals und Gesichtspolster
- Da jedes Gesicht anders ist, verkauft Apple 28 verschiedene Light-Seal-Teile für unterschiedliche Gesichtsgrößen und -formen.
- Die Light Seals werden magnetisch am Haupt-Headset befestigt und lassen sich modular leicht austauschen.
EyeSight-Display
- Die goggleboxartige Front ist das Markenzeichen des Vision Pro und mit den eintrudelnden Reviews zugleich der umstrittenste Teil.
- Das EyeSight-Display zeigt die Augen des Nutzers nicht über einen einzelnen Videofeed, sondern über mehrere Videos.
- Mithilfe einer Linsenrasterlinse wird ein 3D-Effekt erzeugt, was den Nachteil einer geringeren Auflösung mit sich bringt.
Linseneinsätze, Stereo-Displays
- Das Vision Pro führt beim ersten Aufsetzen automatisch eine IPD-Anpassung durch und justiert dabei die Position der Linsen.
- Im Apple Store wird bei Demos ein Gerät verwendet, das die Stärke von Korrektionsgläsern grob bestimmt.
R1- und M2-Chips
- Das Headset arbeitet mit dem M2-Mac-Chip und dem neuen R1-Chip; der R1 ist darauf spezialisiert, Eingaben von 12 Kameras, LiDAR-Sensoren und TrueDepth-Kameras zu verarbeiten.
- Bei AR muss die Kamerasicht der realen Welt so schnell wie möglich auf die Augen des Nutzers projiziert werden; dafür verwendet der R1 ein Echtzeitbetriebssystem.
Eine erstaunliche Leistung, ermöglicht durch wirklich seltsame Designentscheidungen
- Schon das erste iPhone tat etwas Ähnliches
- Wenn der leistungsschwache Chip schnell scrollende Seiten nicht rendern konnte, wechselte es zu einem grau-weißen Schachbrettmuster und reagierte dennoch auf jede Berührung und jeden Swipe.
- Apple priorisierte Reaktionsfähigkeit über grafische Wiedergabetreue.
- Dieses Mal wurden grafische Wiedergabetreue und Reaktionsfähigkeit priorisiert, während Einbußen bei Akkulaufzeit, Gewicht und Wärmeentwicklung in Kauf genommen wurden.
- Wenn man bedenkt, wie wichtig Apples AR-Erfahrung ist, dürfte das die richtige Entscheidung für ein Gerät der ersten Generation sein.
- Das Vision Pro ist ein enorm ambitioniertes Produkt.
- Es ist schwer, das Glas ist bruchanfällig, und der tethered Akku kann lästig sein.
- Aber Apple hat die Leistung des Mac und die Leistung eines neuen dedizierten AR-Chips in einen Computer gepackt, den man im Gesicht tragen kann.
- In Sachen Reparierbarkeit ist es nicht besonders gut, aber auf der positiven Seite sind einige Verbindungslösungen durchaus erfreulich.
- Das Teardown-Team war zum Beispiel überrascht, dass sich die Seitenarme mit einem SIM-Auswurfwerkzeug herauslösen lassen und dass die magnetischen Polster deutlich benutzerfreundlicher sind.
- Wenn dieses Produkt also offensichtlich Jahre in der Entwicklung war und Apples neueste Wette auf die Zukunft des Computings ist, warum wurde Apple dann beim EyeSight-Bildschirm den eigenen Standards nicht gerecht?
- Er ist dunkel, niedrig aufgelöst und fügt an der gewichtsensibelsten Stelle des Headsets viel Volumen, Gewicht, Komplexität und Kosten hinzu.
- Wurde am Ende die Markteinführungsfrist überschritten und die Zielperformance nicht erreicht? Oder trat in der späten Fertigungsphase ein Fehler auf? So oder so dürfte es eine schwierige Entscheidung gewesen sein, dieses Produkt auf den Markt zu bringen.
- Wir zerlegen VR-Headsets schon seit dem ersten Oculus, und Apple sorgt weiterhin für Überraschung und Freude.
- Hier steckt wirklich sehr viel faszinierendes Maschinenbau- und Optikdesign drin.
- Dass Apple die Sensoren perfekt integriert hat, um ein robustes Positionstracking zu ermöglichen, ist bemerkenswert, und wir wollten mehr über das Geheimnis dahinter erfahren.
- Die Analyse ist noch nicht abgeschlossen. Im Inneren dieses Geräts gibt es noch mehr zu untersuchen.
- Beim nächsten Mal schauen wir uns die internen Displays und das Sensor-Array genauer an und vergeben eine Reparierbarkeitsbewertung.
Meinung von GN⁺
- Das Vision Pro ist ein sehr ambitioniertes Produkt, das als wichtiges Gerät der ersten Generation für Apples AR-Erfahrung die Leistung des Mac und eines neuen dedizierten AR-Chips in einem Computer bündelt, den man im Gesicht tragen kann.
- Die niedrige Auflösung und das dunkle Bild des EyeSight-Displays wurden stark kritisiert, waren aber ein Design-Kompromiss, um den 3D-Effekt zu erzeugen.
- In Sachen Reparierbarkeit ist dieses Produkt nicht besonders gut, aber einige Verbindungsstellen sind benutzerfreundlich, insbesondere die Seitenarme, die sich mit einem SIM-Auswurfwerkzeug leicht abnehmen lassen, oder die magnetischen Polster.
2 Kommentare
Apple bleibt eben Apple.
Jetzt habe ich richtig Lust, es einmal selbst auszuprobieren, haha.
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