- Google hat auf dem MWC im vergangenen Jahr ein neues eSIM-Übertragungstool für Android angekündigt. Damit können Nutzer ihren Mobilfunktarif schnell und sicher auf ein neues Gerät übertragen.
- Obwohl Google Details zur Funktion und zum Veröffentlichungstermin nicht genannt hatte, entdeckten Pixel-8-Nutzer bereits im vergangenen August, dass sie sie verwenden konnten.
- Man ging davon aus, dass sie nur auf Google-Geräten verfügbar sein würde, doch das ist nicht der Fall.
- Beim Einrichten eines neuen Galaxy S24 Ultra erschien nach der Verwendung von Samsungs SIM-Übertragungstool ein Pop-up, das anbot, die SIM von einem in der Nähe befindlichen LG V60 ThinQ zu übertragen.
- Derzeit scheint die Funktion nur mit T-Mobile-eSIM-Profilen zu arbeiten. Das passt zu Googles Aussage auf dem MWC 2023, dass die Muttergesellschaft von T-Mobile, die Deutsche Telekom, zu den ersten Mobilfunkanbietern gehören werde, die diese Funktion unterstützen.
- Das in Samsungs One UI 5.1 hinzugefügte SIM-Übertragungstool unterstützte ursprünglich nur die Übertragung von eSIM-Profilen zwischen Galaxy-Geräten.
- Im neuesten Update auf One UI 6.1 wurde die Formulierung in diesem Tool geändert, was auf Kompatibilität mit Nicht-Galaxy-Geräten hindeutet.
- Diese Änderung ist nicht nur kosmetisch, sondern deutet auf einen Wechsel zur Nutzung von Googles eSIM-Übertragungsmechanismus hin.
- Beim Einrichten des S24 ermöglicht ein vom Google-Play-Dienste-App bereitgestelltes Pop-up die eSIM-Übertragung zwischen Android-Geräten.
- Dieses Pop-up ist Teil von
EsimTransferHalfSheetActivity und wurde erstmals im vergangenen August entdeckt.
- Die Einführung dieser Funktion ist ein großer Fortschritt für die eSIM-Unterstützung auf Android. Je nach Unterstützung durch Mobilfunkanbieter erlaubt sie die eSIM-Übertragung zwischen allen Android-Smartphones.
- Im Kern wurde das von Google auf dem MWC 2023 angekündigte eSIM-Übertragungstool still, aber wirkungsvoll eingeführt.
- Tests bestätigten, dass dieses Pop-up auf dem Galaxy S24 Ultra in beiden Richtungen erscheint, wenn versucht wird, eine eSIM zum Pixel 8 Pro zu übertragen.
- Die Unterstützung durch Mobilfunkanbieter ist zwar weiterhin begrenzt, doch diese Entwicklung ist ein wichtiger Meilenstein für Androids Fähigkeiten zur eSIM-Verwaltung und bietet Nutzern mehr Flexibilität und Komfort bei der Verwaltung ihrer Mobilfunktarife auf mehreren Geräten.
3 Kommentare
Aber in Korea ist die eSIM-Unterstützung so schlecht, dass das wohl unerreichbar bleiben wird.
Google Fi eSIM ließ sich wirklich ganz einfach übertragen, aber die hiesigen Mobilfunkanbieter verlangen sogar Gebühren für eSIMs, und auch der Wechsel funktioniert nicht nach Belieben.
Hacker-News-Kommentare
Es gibt die Meinung, dass die Verbreitung von eSIM weiterhin ein großer Fehler sei. Es wird behauptet, dass physische SIMs überlegene Sicherheitsfunktionen bieten.
Es wird die Erfahrung geteilt, dass eSIM zwar als gut gilt, aber niemand bei der Bereitstellung von eSIM kooperieren wolle, wenn man sie in einem kleinen Mobilfunk-Deployment einsetzen möchte.
Es wird eine persönliche Erfahrung geteilt: Beim jüngsten Kauf eines iPhones erlaubte der Mobilfunkanbieter keinen eSIM-Transfer, sodass eine neue eSIM über die Website bezogen werden musste.
Es wird erklärt, warum man gegen eSIM ist.
Viele Dienste, insbesondere Banken, knüpfen die Zwei-Faktor-Authentifizierung an Telefonnummern.
Es wäre schön, einen Open-Source-eSIM-Software-Emulator zu haben, doch es wird infrage gestellt, ob dafür geheime kryptografische Schlüssel nötig wären, über die nur Chiphersteller verfügen.
Es wird berichtet, dass der Wechsel in Indien von einer physischen SIM zu eSIM und der eSIM-Transfer auf ein neues Telefon sehr reibungslos verlief.
Es gibt einen Kommentar, der darauf wartet, wann die erste Zero-Day-Schwachstelle im Zusammenhang mit eSIM entdeckt wird.
Es wird erklärt, dass der Hauptzweck der SIM darin besteht, kryptografische Schlüssel sicher zu speichern, die den Teilnehmer im Netz authentifizieren.
Es gibt einen Kommentar, der die Vorteile von eSIM hervorhebt.
Irgendwie fühlt sich das etwas unsicher an. Eine SIM zu wechseln ist ja auch nicht gerade schwierig. (Wenn man das allerdings jeden Tag machen müsste, wäre es ziemlich umständlich.)