US-Börsenaufsicht genehmigt Spot-Bitcoin-ETF offiziell
- Die US-Börsenaufsicht SEC hat Spot-Bitcoin-ETFs offiziell genehmigt.
- Mit dieser Genehmigung kommt in den USA das erste regulierte Handelsprodukt auf den Markt, das Anlegern eine direkte Exponierung gegenüber dem Bitcoin-Preis ermöglicht, ohne Bitcoin selbst kaufen oder verwahren zu müssen.
- Die genehmigten ETFs betreffen 19b-4-Formulare, die von verschiedenen Anbietern eingereicht wurden, darunter ARK 21Shares, Invesco Galaxy, VanEck, WisdomTree, Fidelity, Valkyrie, BlackRock, Grayscale, Bitwise, Hashdex und Franklin Templeton.
Genehmigungsprozess und Marktreaktion
- Die formelle Genehmigung erfolgte einen Tag nach einer fehlerhaften Ankündigung über den offiziellen Twitter-Account der SEC.
- Das Genehmigungsdokument für die ETFs war auf der Website der SEC einige Minuten lang herunterladbar, danach erschien jedoch die Meldung „Error 404“, bevor es über einen anderen Link erneut veröffentlicht wurde.
- ETF-Analyst James Seyffart sagte, die SEC habe das Genehmigungsdokument möglicherweise unbeabsichtigt veröffentlicht und werde es wohl bald wieder online stellen.
Historische Bedeutung der Genehmigung
- Diese Genehmigung erfolgt zehn Jahre nachdem Cameron und Tyler Winklevoss 2013 den Winklevoss Bitcoin Trust auf den Markt bringen wollten.
- Die SEC hatte alle Anträge auf Spot-Bitcoin-ETFs wegen Bedenken hinsichtlich Marktmanipulation und Betrug durchgehend abgelehnt.
- Nachdem Grayscale jedoch im August 2023 vor Gericht gegen die Entscheidung der SEC gewann, die Umwandlung des Grayscale Bitcoin Trust in einen Spot-Bitcoin-ETF abzulehnen, musste die Behörde ihre Haltung neu prüfen.
Erwartete Auswirkungen auf den Markt
- Die Branche beobachtet nun, wann der Handel mit den ETFs beginnen wird.
- Alex Thorn von Galaxy Research schätzt, dass die Zuflüsse in Spot-Bitcoin-ETFs im ersten Jahr 14 Milliarden US-Dollar erreichen könnten.
- VanEck erwartet im ersten Quartal 2024 Zuflüsse von rund 2,4 Milliarden US-Dollar in Spot-Bitcoin-Produkte.
Informationen zu Gebühren
- Um einen Spot-Bitcoin-ETF auf den Markt zu bringen, muss die SEC sowohl die vom Emittenten eingereichten Formulare S-1 (oder S-3) als auch 19b-4 genehmigen.
- BlackRock will eine Gebühr von 0,2 % erheben, bis das verwaltete Vermögen (AUM) 5 Milliarden US-Dollar erreicht.
- Bitwise plant eine Gebühr von 0,24 %, Ark 21Shares und VanEck jeweils 0,25 %.
- Ark 21Shares will in den ersten sechs Monaten oder bis das Produkt ein AUM von 1 Milliarde US-Dollar erreicht, vollständig auf Gebühren verzichten.
- Grayscale ist derzeit das Bitcoin-ETF-Produkt mit der höchsten Gebühr und verlangt 1,5 %.
Meinung von GN⁺
- Die Genehmigung dieses Spot-Bitcoin-ETF ist ein wichtiger Meilenstein, da sie in den USA eine direkte Investitionsmöglichkeit in Bitcoin schafft.
- Der juristische Sieg von Grayscale, der die bisherige ablehnende Haltung der SEC kippte, deutet auf einen Wandel in der Einstellung der Regulierungsbehörden gegenüber Kryptowährungen hin.
- Durch diese Genehmigung werden voraussichtlich neue Kapitalzuflüsse in den Kryptomarkt ausgelöst, was sich positiv auf das Wachstum der Kryptoindustrie und ihre breitere Akzeptanz auswirken dürfte.
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