1 Punkte von GN⁺ 2024-01-04 | 1 Kommentare | Auf WhatsApp teilen

Möglicher Meißner-Effekt bei Raumtemperatur in kupfersubstituiertem Blei-Apatit

  • In kupfersubstituiertem Blei-Apatit wurde eine diamagnetische DC-Magnetisierung bei Temperaturen nahe der Raumtemperatur beobachtet.
  • Bei einem Magnetfeld von 25 Oe zeigt sich eine deutliche Aufspaltung zwischen Messungen nach Nullfeldkühlung und Feldkühlung; bei 200 Oe geht das Verhalten in Paramagnetismus über.
  • Während der Abkühlung wurde ein Glass-Memory-Effekt festgestellt, und unterhalb von 250 K wurden eine für typische Supraleiter charakteristische Hystereseschleife sowie eine Asymmetrie zwischen Vorwärts- und Rückwärtssweep des Magnetfelds erkannt.
  • Die Experimente deuten auf die Möglichkeit eines Meißner-Effekts bei Raumtemperatur in diesem Material hin.

Meinung von GN⁺

  • Diese Studie ist wichtig, weil sie ein neues Material identifiziert, das Supraleitungsphänomene bei Raumtemperatur zeigen könnte.
  • Die Entdeckung eines Raumtemperatur-Supraleiters könnte das Potenzial haben, Technologien zur Energieübertragung und -speicherung zu revolutionieren.
  • Da die Supraleiterforschung nicht nur die Physik, sondern auch praktische Anwendungstechnologien erheblich beeinflusst, sind diese Forschungsergebnisse sowohl für Wissenschaft als auch Industrie interessant und wertvoll.

1 Kommentare

 
GN⁺ 2024-01-04
Hacker-News-Kommentare
  • Forschung chinesischer Teams zu einem Supraleiter bei Raumtemperatur

    • Zwei chinesische Teams verfolgten öffentlich die Entwicklung eines von LK-99 abgeleiteten Supraleiters bei Raumtemperatur. Sie wurden willkürlich als „nordchinesisches Team“ und „südchinesisches Team“ bezeichnet.
    • Das nordchinesische Team wird von Hongyang Wang aus Peking geleitet, das südchinesische Team von Yao Yao aus Guangzhou.
    • Die beiden Teams verwendeten unterschiedliche Synthese- und Analysemethoden. Das nordchinesische Team nutzte hydrothermale Synthese und SQUID-Messungen, das südchinesische Team Festkörpersynthese und EPR-Messungen.
    • Diese Arbeit ist das Ergebnis einer gemeinsamen Studie beider Teams, die die Resultate des jeweils anderen reproduzierten und eindeutige Anzeichen von Supraleitung maßen. Es handelt sich um einen „nahe an Raumtemperatur“ liegenden Supraleiter, bei dem die Evidenz bei 250K (-23°C) klar ist, bei 300K jedoch nicht.
    • Falls Interesse besteht, wird empfohlen, einen Beitrag mit der Hintergrundgeschichte beider Teams zu lesen. Der betreffende Beitrag ist auf Chinesisch.
  • Anmerkungen zur Temperatur

    • 250K entsprechen -23°C oder -9°F und ähneln sehr kaltem Winterwetter. Das liegt fast bei Raumtemperatur.
    • Schon ein einziger erfolgreicher Nachweis wäre ein großer Fortschritt, und es scheint, als käme diese Möglichkeit jedes Jahr näher.
    • 250K sind -23,15°C; zum Vergleich liegt das aktuelle Wetter in Moskau bei -23°C bis -26°C. Es ist also nicht exakt Raumtemperatur, aber ähnlich wie die Außentemperatur in manchen Städten.
  • Anmerkungen zur LK99-Saga

    • Soweit ich die LK99-Saga ein wenig verfolgt habe, sieht ein echter Meißner-Effekt, bei dem etwas über einem Magneten schwebt und nach dem Anstoßen in einer anderen Position bleibt, ganz anders aus als das diamagnetische Material, das LK99 zeigte und bei dem ein Ende den Magneten berührt und leicht wackelt.
    • Bis ein Video wie oben gezeigt wird, bleibe ich skeptisch.
  • Weitere Anmerkungen zur Supraleiterforschung

    • Der „Hysterese“-Effekt kann auch durch kleine Partikel von Eisenverunreinigungen in der Probe entstehen.
    • Ich werde nicht glauben, dass das real ist, bis Anton Petrov ein Video dazu macht.
    • Es ist gut zu sehen, dass die leitenden Forscher erkennen, dass es besser ist, solche Wissenschaft öffentlich zu betreiben.
    • Ich hoffe wirklich, dass diese Forschung wahr ist.
    • Es ist großartig zu sehen, dass dieser spezielle Forschungsweg weiterverfolgt wird.